Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Ravet: "Nur nach vorne schauen!"

 

Nach langer Verletzungspause zurück auf dem Platz

Für Yoric Ravet war 2018 ein echtes Seuchenjahr. Erst eine Achillessehnenreizung, dann zwei hartnäckige Muskelfaserrisse und Trainingsrückstand setzten den Franzosen fast durchgehend außer Gefecht. Nach seinem Profi-Comeback in Dortmund und vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen RB Leipzig (15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) spricht Ravet im Interview der Woche.

 

scfreiburg.com: Yoric, es ist eine banale Frage, aber bei Dir berechtigt, sie zu stellen: Wie geht es Dir?

 

Yoric Ravet: Es geht mir wirklich gut und ich habe mir fest vorgenommen, nur noch nach vorne zu schauen und nicht mehr nach hinten.  

 

Ist das Gefühl für den Fußball und Deinen Körper denn schon zurück?

 

Das Fußballspielen habe ich natürlich nicht verlernt. Ich weiß aber auch, dass ich auf jeden Fall Spielpraxis sammeln muss, um mein Selbstvertrauen von früher wiederzubekommen und der Mannschaft auch wirklich eine Hilfe zu sein.

 

Du hattest Dich im Sommer gerade nach einem Muskelfaserriss zurückgekämpft und Dich dann im Vorbereitungsspiel gegen Ravensburg erneut verletzt. Wie frustrierend war das?

 

Das war Mist. Ich habe in der Sommerpause ein Aufbauprogramm absolviert und mich wieder richtig fit gefühlt. Für den Kopf kam die Verletzung also zu einem sehr blöden Zeitpunkt. Zum Glück ist es mir aber gelungen, mich relativ schnell wieder zu fangen und meinen Fokus komplett auf mein Comeback zu richten. Unsere Physios machen hier eine tolle Arbeit, aber sie nehmen es mir sicher nicht übel, wenn ich sage, dass ich lieber mit meinen Mannschaftskollegen auf dem Platz stehe als mit ihnen. 

 

Du sagst, Du willst der Mannschaft helfen. Inwiefern hat Dir die Mannschaft in dieser Verletzungszeit geholfen?

 

Die Teamkollegen haben mich immer wieder gefragt, wie es mir geht, ob ich Fortschritte mache und mir Mut zugesprochen. Das tat schon gut. Nur leider hat auch das den Weg zurück nicht beschleunigt. Geduld musste ich weiter haben. 

 

Du bist vor einem halben Jahr Papa einer Tochter geworden. Hat sie es geschafft, Dich auf positive Gedanken zu bringen?

 

Ja, auf jeden Fall! Wenn mich meine Tochter angelächelt hat, ging es mir sofort besser. Das war und ist das Schönste überhaupt.

 

Am Samstag hattest Du auch beruflich wieder einen Grund zur Freude. In Dortmund standest Du erstmals nach vielen Wochen für die Profis auf dem Feld.

 

Das war ein richtig tolles Gefühl - und sehr wichtig für meinen Körper und meinen Kopf. Ich hoffe, dass ich einen ersten Schritt in eine gute Richtung gemacht habe.

 

Trotz einer engagierten Leistung haben wir uns in Dortmund nicht mit Punkten belohnt. Wie fällt mit etwas Abstand Dein Fazit zum 0:2 aus?

 

Dortmund ist eine Top-Mannschaft. Ich denke, dass wir eine gute erste Halbzeit auf den Platz gebracht haben und der Strafstoß gegen uns ein bisschen ärgerlich war. Von unserem Auftreten her hätten wir allerdings auch danach noch ein Tor schießen können. Leider waren dazu unsere Zuspiele in den 30 Metern vor dem Dortmunder Tor nicht präzise genug. Defensiv haben wir es über weite Strecken sehr gut gemacht.

 

Mit Leipzig empfangen wir am Samstag ein weiteres Top-Team. 

 

Klar, aber wir spielen zu Hause. Für mich macht das einen extremen Unterschied. Im Schwarzwald-Stadion können wir fast jeder Mannschaft Punkte abnehmen. Von den Leipzigern habe ich in dieser Saison schon einige Spiele gesehen. Die sind in der Offensive schnell und in der Defensive technisch stark. Aber wir haben auch unsere Qualitäten, müssen alles abrufen, was möglich ist und über mehr als 90 Minuten konzentriert bleiben. Dann können wir gewinnen. 

 

Interview: Sina Ojo