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Sport-Club verliert in Dortmund mit 0:2

Vergeblich dagegen gestemmt

Der Sport-Club hat am 13. Bundesliga-Spieltag trotz einer engagierten Leistung mit 0:2 (0:1) beim weiterhin ungeschlagenen Spitzenreiter Borussia Dortmund  verloren. Marco Reus erzielte in der 39. Minute vom Elfmeterpunkt die Führung für den Tabellenführer, wenig später folgte ein Lattentreffer von Jerôme Gondorf. Nach Pause versuchte der SC vergeblich noch zum Ausgleich zu kommen, Paco Alcacer (90.+1) traf in der Nachspielzeit zum Endstand.

 

Eine der bekanntesten Aussagen über Fußball steht neben dem Dortmunder Stadion groß an der Wand des Vereinsmuseums Borusseum: „Grau ist im Leben alle Theorie, aber entscheidend ist auf'm Platz", wird Klublegende Adi Preißler zitiert. Vor dem Gastspiel des Sport-Club im Signal-Iduna-Park setzten die meisten Spieltagstheoretiker freilich auf Schwarz-Gelb. Schließlich trat Gastgeber Borussia Dortmund als noch ungeschlagener Tabellenführer gegen den SC an.

 

Prognosen, die sich am Ende bestätigen sollten, obwohl es der Sport-Club dem nun seit 13 Punktspielen unbezwungenen Spitzenreiter in der Praxis auf dem Spielfeld enorm schwer machte und eine insgesamt starke und beherzte Leistung zeigte. „Wir haben gut gearbeitet und waren gut organisiert. Dann kam der Standard mit dem Elfmeter und wir geraten in Rückstand", sagte Trainer Christian Streich nach der Partie. „Wir hatten mit dem Freistoß gleich die Chance zum Ausgleich, aber insgesamt haben wir es im Umschaltspiel nicht gut genug gemacht, um ins vordere Drittel und zum Abschluss zu kommen."

 

Petersen und Frantz zurück in der Startelf

 

Mit zwei Veränderungen war der Sport-Club vor der eindrucksvollen Kulisse von über 81.365 Zuschauern, darunter 3.500 SC-Fans im Dortmunder Fußballtempel aufgelaufen. Nils Petersen im Angriff und Kapitän Mike Frantz kehrten zurück in die Startelf. Im Vergleich zum Spiel gegen Werder Bremen saßen Lucas Höler und Marco Terrazzino zunächst auf der Bank. Unverändert hatte das Trainerteam dagegen die taktische Grundausrichtung gelassen: Wie gegen die Hanseaten spielte der SC defensiv mit einer Dreier- beziehungsweise Fünferkette.

 

BVB-Coach Lucien Favre veränderte seine Anfangsformation nach dem 0:0 im Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge am Mittwoch auf fünf Positionen. Unter anderen traten die Dortmunder in der Offensive mit Jacob Bruun Larsen, Mario Götze und Jadon Sancho dreifach neu besetzt an. Der beste Angriff der Bundesliga hatte in der ersten Halbzeit jedoch Mühe, sich gegen kompakt und äußerst konzentriert verteidigende Gäste klare Chancen aus dem Spiel heraus zu erarbeiten. Der SC verdichtete die Räume vor dem eigenen Strafraum effektiv, versuchte dazu, das schnelle Dortmunder Kombinationsspiel über die Flügel zu unterbinden und ließ dabei nur wenig zu.

 

Reus erzielt Führung, Gondorf trifft die Latte

 

Die beste und lange Zeit einzige Chance zur Führung bot sich dem das Spiel bestimmenden Tabellenführer Mitte des ersten Durchgangs. Sancho hatte von der rechten Seite geflankt und Götze (24.) per Direktabnahme knapp das Tor verfehlt. Der SC arbeitete konsequent gegen den Ball und versuchte, auch selbst Vorstöße zu starten. Nach einer Kopfballverlängerung von Frantz (10.) wurde der Abschluss von Petersen noch zur Ecke geblockt. Einen noch abgefälschten Schuss von Luca Waldschmidt landete nach einer Viertelstunde in den Armen von Roman Bürki. Ungewohnt ruhig ging vor der Pause auf den Rängen zu. Die Fans beider Klubs beteiligten sich an einem 45-minütigen Stimmungsboykott aus Protest gegen Montagsspiele im deutschen Profifußball.

 

Laut wurde es wenige Minuten vor der Pause dann aber doch noch. Sancho hatte sich von der rechten Seite in den Freiburger Strafraum gedribbelt, wo er von Dominique Heintz zu Fall gebracht wurde. Schiedsrichter Frank Willenborg entschied auf Foulelfmeter und BVB-Kapitän Marco Reus (40.) verwandelte den Strafstoß zur Führung für die Gastgeber. Auf der Gegenseite fehlte kurz darauf nicht viel zum schnellen Ausgleich. Aber Jerôme Gondorf (42.) scheiterte, allerdings unter deutlich schwierigeren Voraussetzungen, mit einem direkten Freistoß aus rund 26 Metern an der Lattenunterkante. „Er kommt mit viel Tempo an und ich berühre ihn im letzten Moment", sagte Heintz zur Elfmetersituation. „Es war schade, dass wir so in Rückstand geraten, denn wir haben defensiv sehr gut gearbeitet."

 

Fans machen erst nach der Pause Stimmung

 

Zum zweiten Durchgang meldeten sich zunächst auch die Anhänger auf beiden Seiten des Stadions gewohnt lautstark zurück. Was die Ballbesitzzeiten betraf, blieb es allerdings dabei, dass sich die Gastgeber weiterhin deutliche Vorteile erarbeiteten. Dortmund erhöhte zunächst auch noch einmal den Druck und das Tempo. Kurz nach dem Wiederanpfiff verhinderte Alexander Schwolow (48.) nach einem abgewehrten Ball einen weiteren Gegentreffer und parierte einen Schrägschuss von Reus mit einer starken Parade. Anschließend vermochte der SC aber erneut für längere Zeit, weitere Dortmunder Abschlüsse zu unterbinden.

 

Nach 65 Spielminuten lag die Ballbesitzquote der Gastgeber zwar bei 66 Prozent, der Sport-Club hielt aber weiter couragiert dagegen. Mit Yoric Ravet, der zu seinem ersten Saisoneinsatz kam und Frantz ersetzte, kam eine erste frische Kraft. Eine knappe Viertelstunde vor Schluss folgten mit Lucas Höler für Petersen und Tim Kleindienst für Gondorf zwei weitere Offensivkräfte. Und der SC versuchte in der Schlussviertelstunde, selbst noch einmal Akzente nach vorne zu setzen und sich Chancen zum Ausgleich zu erarbeiten. Bei einem aussichtsreichen Vorstoß verpasste Waldschmidt den richtigen Moment zum Abspiel. Wenig später war bei seinem Querpass Bürki noch vor Kleindienst zur Stelle.

 

Piszczek ans Aluminium, Alcacer mit Endstand

 

Glück hatte der mit großer Leidenschaft weiter kämpfende SC wiederum, als Lukasz Piszczek (79.) zum Schuss kam und die Querlatte traf. „Wir haben in der zweiten Hälfte weiter gut verteidigt und hatten auch die Konterchancen", sagte Nils Petersen nach dem Spiel. „Aber wir haben sie nicht gut genug zu Ende gespielt, um das Tor zu machen, dass wir gebraucht haben. Am Ende öffnen sich natürlich die Räume." Denn der Sport-Club suchte bis zum Schluss noch die Chance zum Ausgleich, wurde in der Nachspielzeit aber noch einmal ausgekontert. Sancho hatte den Ball erobert und quer Piszczek gelegt, dessen Hereingabe drückte der eingewechselte Paco Alcacer (90.+1) zum Endstand über die Linie und erzielte sein zehntes Tor im achten Spiel.

 

Christian Streich konnte sich in seinem 200. Bundesligaspiel als Trainer des SC Freiburg zwar nicht über Punkte freuen, hatte letztlich aber „eine ansprechende Leistung" der Mannschaft beim favorisierten Tabellenführer gesehen: „Aber mit dem Ball waren wir nicht gut genug, um ein Tor zu machen." Sein Kollege Lucien Favre äußerte neben Komplimenten für den Sport-Club („eine sehr gute Mannschaft, es war sehr schwer für uns, zum Glück haben wir die Geduld bewahrt") auch eine für viele Fans sicher erfreulich deutliche Meinung auf die Frage nach Montagsspielen. „Ich würde das total verbieten", so der BVB-Coach auf der Pressekonferenz nach der Begegnung.

 

Zum nächsten Heimspiel erwartet der Sport-Club erneut zur klassischen Bundesliga-Anstoßzeit am Samstag (8. Dezember, 15.30 Uhr) den Europa-League-Starter RB Leipzig im Schwarzwald-Stadion.

 

Dirk Rohde

 

Interviews nach dem 13. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

"Wir waren gut organisiert, engagiert und haben gut gegen den Ball gearbeitet. Im Umschaltspiel haben wir es dann aber nicht sauber genug gespielt", sagte Christian Streich nach der 0:2-Niederlage gegen den BVB im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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Lucien Favre

Trainer Borussia Dortmund

Es war das erwartete schwere Spiel gegen eine kompakte Mannschaft. Ich bin froh, dass wir die notwenige Geduld hatten und heute verdient gewonnen haben.

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Nils Petersen

SC Freiburg

"Dortmund war wahrscheinlich die ein, zwei Tore besser. Wir haben es leider nicht geschafft, gefährlich zu werden. Insgesamt gehe ich aber mit keinem schlechten Gefühl nach Hause", sagte Nils Petersen nach der 0:2-Niederlage gegen den BVB im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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Dominique Heintz

SC Freiburg

"Vom Spielanteil war der Sieg für Dortmund sicherlich verdient, aber wir haben es teilweise auch sehr gut gemacht. Schade war, dass wir das Tor durch einen Elfmeter fangen", sagte Dominique Heintz  nach der 0:2-Niederlage gegen den BVB im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm

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30.11.-03.12.2018

13. Spieltag

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BegegnungTagUhrzeitErgebnis
Fortuna Düsseldorf – Mainz 05Fr, 30.11.201820:3020:300:1 (0:0)
Borussia Dortmund – SC FreiburgSa, 01.12.201815:3015:302:0 (1:0)
VfB Stuttgart – FC AugsburgSa, 01.12.201815:3015:301:0 (1:0)
SV Werder – FC BayernSa, 01.12.201815:3015:301:2 (1:1)
Hannover 96 – Hertha BSCSa, 01.12.201815:3015:300:2 (0:1)
TSG Hoffenheim – FC Schalke 04Sa, 01.12.201818:3018:301:1 (0:0)
RB Leipzig – Borussia MönchengladbachSo, 02.12.201815:3015:302:0 (2:0)
Eintracht Frankfurt – VfL WolfsburgSo, 02.12.201818:0018:001:2 (0:1)
1. FC Nürnberg – Bayer LeverkusenMo, 03.12.201820:3020:301:1 (0:1)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 13 24 10 3 0 37:13 33
2. Borussia Mönchengladbach 13 14 8 2 3 30:16 26
3. RB Leipzig 13 14 7 4 2 24:10 25
4. FC Bayern 13 7 7 3 3 25:18 24
5. Eintracht Frankfurt 13 14 7 2 4 30:16 23
6. TSG Hoffenheim 13 9 6 3 4 28:19 21
7. Hertha BSC 13 1 5 5 3 21:20 20
8. VfL Wolfsburg 13 0 5 3 5 18:18 18
9. SV Werder 13 -1 5 3 5 21:22 18
10. Mainz 05 13 -2 5 3 5 12:14 18
11. Bayer Leverkusen 13 -6 4 3 6 19:25 15
12. FC Schalke 04 13 -4 4 2 7 14:18 14
13. SC Freiburg 13 -6 3 5 5 16:22 14
14. FC Augsburg 13 -2 3 4 6 20:22 13
15. 1. FC Nürnberg 13 -16 2 5 6 14:30 11
16. VfB Stuttgart 13 -17 3 2 8 9:26 11
17. Hannover 96 13 -13 2 3 8 15:28 9
18. Fortuna Düsseldorf 13 -16 2 3 8 13:29 9