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SC spielt 1:1 gegen Werder Bremen

Gäste sichern sich Punkt in der Nachspielzeit

In einer umkämpften Partie hat sich der SC Freiburg am Sonntag 1:1 (1:0) vom SV Werder Bremen getrennt. Luca Waldschmidt traf kurz vor der Pause (42.) nach einem Videobeweis per Handelfmeter zur verdienten Führung. In der zweiten Halbzeit besaß der Sport-Club gute Möglichkeiten um den Vorsprung auszubauen, doch stattdessen gelang Ludwig Augustinsson (92.+2) in der Nachspielzeit noch der Ausgleich für die Gäste.

 

Gästetrainer Florian Kohfeldt fasste das Geschehen nach dem Schlusspfiff im Presseraum des Schwarzwald-Stadions als Erster zusammen: „Es war ein aufregendes Spiel für alle Beteiligten, mit vielen Torchancen auf beiden Seiten und mit zwei phantastischen Torhütern. Wir sind natürlich glücklich über den späten Ausgleich, vor allen weil wir wissen: Hier in Freiburg einen Punkt zu holen ist nicht einfach."

 

Aus Freiburger Sicht fehlten am Ende allerdings nur zwei Minuten und die Bremer wären wie beim letzten Gastspiel im Schwarzwald-Stadion mit einer knappen 0:1-Niederlage zurück an die Weser gereist. „Für die Zuschauer war es sicher ein tolles Spiel", sagte SC-Coach Christian Streich. "Aber für uns war sehr schade, dass wir nach einer guten Leistung so spät noch den Ausgleich bekommen haben."

 

Startformation mit drei Veränderungen und Dreierkette

 

Die zurückliegende Länderspielpause hatte dem Sport-Club personell wieder zusätzliche Optionen verschafft. Unter anderen standen Florian Niederlechner, Nils Petersen, Jerôme Gondorf und Lukas Kübler wieder im Kader. Allerdings jeweils nach längeren Verletzungspausen, weshalb Christian Streich vor dem Spiel im Hinblick auf die Startformation als wichtige Aufgabe formuliert hatte, „herauszuspüren, wer wie lange auf einem kräftemäßig hohen Niveau spielen kann."

 

In der Anfangsformation stand mit Jerôme Gondorf letztlich nur ein Rückkehrer. Die anderen drei saßen zunächst auf der Bank, ebenso wie Kapitän Mike Frantz. In der Summe entschied sich das Trainerteam gegenüber dem letzten Spiel gegen den FSV Mainz vor zwei Wochen für drei Veränderungen, von denen eine nach dem Ausfall von Nicolas Höfler (Innenbandriss im Knie) verletzungsbedingt war. Neben Gondorf begannen Marco Terrazzino und Lucas Höler anstelle von Frantz sowie Tim Kleindienst (ebenfalls Bank).

 

Auch taktisch hatte der Sport-Club umgestellt. In der Defensive formierten sich Manuel Gulde, Robin Koch und Dominique Heintz zu einer Dreierkette, davor verdichteten Gondorf und Janik Haberer das Mittelfeldzentrum. Es waren Umstellungen, die von Beginn an Wirkung zeigten. Nach der schlechten Anfangsphase gegen Mainz zeigte der SC gegen die Hanseaten diesmal auf Anhieb Präsenz, agierte stabil und entzog den Gästen lange Zeit erfolgreich den Zugriff auf das Spiel.

 

Waldschmidt trifft nach Videobeweis zur Pausenführung

 

Erste Möglichkeiten erarbeiteten sich die dominanten Gastgeber zunächst aus der Distanz. Luca Waldschmidt (11.) verpasste das Tor aus rund 24 Metern knapp. Weitere Schüsse von Pascal Stenzel (17.) und kurz darauf Gondorf wehrte Werder-Torwart Jiri Pavlenka ab. Auf der Gegenseite musste Alexander Schwolow (21.), dem nach einem Rückpass der Ball versprang, gegen Martin Harnik erstmals klären. Nach einem weiteren schnellen SC-Angriff verfehlte Terrazzino (25.) das Ziel aus spitzem Winkel. Obwohl der Sport-Club, der im Spiel nach vorne immer wieder zwischen Pässen in die Tiefe und Vorstößen über die Flügel variierte, weiterhin spielbestimmend blieb, kamen nach einer halben Stunde auch die Gäste zu zwei guten Möglichkeiten.

 

Nach einem von Schwolow abgewehrten Distanzschuss von Davy Klaassen spitzelte Harnik (31.) den Ball im Nachsetzen aber am langen Pfosten vorbei. Zwei Minuten später verhinderte Schwolow den möglichen Rückstand, als er mit einem klasse Reflex einen Kopfball von Klaassen aus kurzer Entfernung abwehrte.

 

Trotzdem ging der Sport-Club mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause - dank Luca Waldschmidt und des Videobeweises. Niklas Moisander hatte im Strafraum einen Schuss des Freiburgers an die Hand bekommen und Schiedsrichter Bastian Dankert zunächst auf Weiterspielen entschieden. Nach der Intervention von Video-Assistent Benjamin Cortus und dem Gang in die Review-Area entschied Dankert jedoch auf Strafstoß. Waldschmidt (42.) trat an und verwandelte mit einem platzierten Linksschuss in den rechten Winkel.

 

Weitere gute Chancen und Pfostenschuss von Höler

 

Die Gäste, für die Klaassen in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs noch einmal am stark reagierenden Schwolow gescheitert war, begannen nach der Pause offensiver. Einen Schuss von Johannes Eggestein parierte erneut Schwolow, bevor sich Waldschmidt (50.) nach einem hohen Ball in den Strafraum die Möglichkeit zum zweiten Treffer bot. Aber auch Pavlenka hatte einen äußerst starken Tag erwischt und wehrte den Direktschuss ab. In dem jetzt offeneren und zunehmend intensiveren Spiel war es nach einer Stunde erneut der Bremer Torwart, der seine Mannschaft mit einer Glanztat im Spiel hielt. Nach einem abgefälschten Schuss von Günter kam Gondorf frei zum Abschluss, aber Pavlenka lenkte die Direktabnahme noch zur Ecke.

 

Die Begegnung blieb somit spannend, und auch spannender als es sich die ihr Team immer wieder lautstark nach vorne treibenden SC-Fans wohl wünschten. „Jetzt geht's los" lautete die hoffnungsvolle Anfeuerung, als mit Nils Petersen der erste potenzielle Joker ins Spiel kam und Terrazzino ersetzte. Der SV Werder hatte bereits zuvor einen Doppelwechsel vollzogen und mit Yuya Osako und Milot Rashica frische Offensivkräfte aufgeboten. Obwohl die Gäste immer wieder Vorstöße starteten, ließ der SC, der sich phasenweise etwas zurückfallen ließ und auf Konter lauerte, zunächst keine weiteren Bremer Möglichkeiten zu.

 

Erst in der Schlussphase musste Schwolow bei einem Kopfball von Osako (83.) erneut sein ganzes Können aufbieten. Anschließend kam der Sport-Club zu weiteren hochkarätigen Möglichkeiten, um das Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden. „Wir hatten die Chancen zum 2:0", sagte Christian Günter nach dem Schlusspfiff. „Die müssen wir nutzen. Denn so ist es natürlich bitter, dass wir am Ende noch das 1:1 bekommen."

 

Hanseaten erzielen nach Eckball spät den Ausgleich

 

Für die inzwischen auch mit Claudio Pizarro angreifenden Bremer rettete nach einem beherzten Dribbling von Waldschmidt ein Abwehrbein noch zur Ecke. Anschließend verfehlte Koch (84.) mit einem Direktschuss nur knapp das zweite Tor. Dieses hatte kurz darauf Lucas Höler gleich zweimal auf dem Fuß. Zunächst scheiterte auch der Stürmer nach einem Konter an Pavlenka; und als Höler zwei Minuten später erneut allein vor dem Werder-Keeper auftauchte, ging sein Schuss an den rechten Pfosten.

 

Die anschließend noch einmal alles nach vorne mobilisierenden und immer wieder hohe Bälle in den Freiburger Strafraum schlagenden Gäste hatten nicht nur in diesen Situationen das Glück auf ihrer Seite. Auch nach ihrem dritten und letzten Eckball, den in der zweiten Minute der Nachspielzeit Kapitän Max Kruse vor das SC-Tor zog. Dort prallte Höler der Ball an den Rücken und von dort vor die Füße von Ludwig Augustinsson (92.+2), der aus kurzer Distanz zum späten Ausgleich einschoss.

 

„Wir hätten heute auch zwei Tore bekommen, sicherlich aber auch drei schießen können", sagte Christian Streich. „Wenn du nach 90 Minuten 1:0 führst, dann aber noch so ein Tor kassierst, ist es besonders bitter, wenn man die Chancen vorher nicht nutzt." Trotzdem habe die Mannschaft, in der in den Schlussminuten auch Patrick Kammerbauer zu seinem Punktspieldebüt für den SC und in der Bundesliga kam, „unter nicht ganz einfachen personellen Voraussetzungen wieder ein gutes Spiel gezeigt und das freut mich", so Streich. "Wichtig ist, dass wir uns Torchancen herausspielen, auch wenn es nicht schön ist, dass wir aus zwei Heimspielen nur einen Punkt geholt haben."

 

Die nächsten gibt es für den Sport-Club wieder auswärts zu vergeben, allerdings wartet dann der Tabellenführer als Herausforderer und Gastgeber: Zur Partie am 13. Spieltag tritt der SC Freiburg am kommenden Samstag (1. Dezember, 15.30 Uhr) bei Borussia Dortmund an.

 

Dirk Rohde

 

Interviews nach dem 12. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

"Es war ein tolles Spiel für die Zuschauer, weil es hoch und runter ging und viele Torchancen gab. In Mainz und auch heute war es gut, dass wir viele Chancen hatten: Aber wir haben nicht genug Tore geschossen", sagte SC-Trainer Christian Streich nach dem 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen am 12. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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Florian Kohfeldt

Trainer SV Werder Bremen

"Es war ein spannendes Spiel mit Emotionen in beide Richtungen. Mit dem Ausgleich haben wir uns für einen sehr hohen Aufwand belohnt, auch wenn der Zeitpunkt glücklich war. Die drei Niederlagen haben uns nicht verunsichert, aber sie haben uns ein bisschen die Leichtigkeit genommen. Deshalb war der Punkt sehr wichtig."

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Jerôme Gondorf

SC Freiburg

„Ich glaube, dass wir von Beginn an gezeigt haben, dass wir es Bremen hier schwer machen wollen, etwas zu entführen. Wir haben sehr guten Fußball gespielt, hatten die nötige Ruhe am Ball, hatten gute Raumbewegung und waren auch sehr präsent gegen den Ball. Insgesamt war es ein sehr gutes Spiel von uns – leider haben wir uns am Ende nicht belohnt“, sagte Jerôme Gondorf nach dem 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen am 12. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Alexander Schwolow

SC Freiburg

„Wir hatten mehrfach die Chance auf’s 2:0 oder 3:0, laufen mehrmals alleine auf den Torwart. Wir verpassen die Situation und kriegen dann so ein Dreckstor in der Nachspielzeit“, sagte Alexander Schwolow nach dem 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen am 12. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Luca Waldschmidt

SC Freiburg

„Es war ein schönes Spiel für die Zuschauer und es hat auch auf dem Platz Spaß gemacht. Es gab viele Chancen: Schwolli hält ein paar Mal richtig gut, auf der gegenüberliegenden Seite genauso. Am Ende ist es dann bitter“, sagte Luca Waldschmidt nach dem 1:1-Unentschieden gegen Werder Bremen am 12. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

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23.11.-25.11.2018

12. Spieltag

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BegegnungTagUhrzeitErgebnis
Bayer Leverkusen – VfB StuttgartFr, 23.11.201820:3020:302:0 (0:0)
FC Bayern – Fortuna DüsseldorfSa, 24.11.201815:3015:303:3 (2:1)
Hertha BSC – TSG HoffenheimSa, 24.11.201815:3015:303:3 (1:2)
FC Augsburg – Eintracht FrankfurtSa, 24.11.201815:3015:301:3 (0:1)
Mainz 05 – Borussia DortmundSa, 24.11.201815:3015:301:2 (0:0)
VfL Wolfsburg – RB LeipzigSa, 24.11.201815:3015:301:0 (0:0)
FC Schalke 04 – 1. FC NürnbergSa, 24.11.201818:3018:305:2 (2:1)
SC Freiburg – SV WerderSo, 25.11.201815:3015:301:1 (1:0)
Borussia Mönchengladbach – Hannover 96So, 25.11.201818:0018:004:1 (2:1)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 12 22 9 3 0 35:13 30
2. Borussia Mönchengladbach 12 16 8 2 2 30:14 26
3. Eintracht Frankfurt 12 15 7 2 3 29:14 23
4. RB Leipzig 12 12 6 4 2 22:10 22
5. FC Bayern 12 6 6 3 3 23:17 21
6. TSG Hoffenheim 12 9 6 2 4 27:18 20
7. SV Werder 12 0 5 3 4 20:20 18
8. Hertha BSC 12 -1 4 5 3 19:20 17
9. VfL Wolfsburg 12 -1 4 3 5 16:17 15
10. Mainz 05 12 -3 4 3 5 11:14 15
11. SC Freiburg 12 -4 3 5 4 16:20 14
12. Bayer Leverkusen 12 -6 4 2 6 18:24 14
13. FC Augsburg 12 -1 3 4 5 20:21 13
14. FC Schalke 04 12 -4 4 1 7 13:17 13
15. 1. FC Nürnberg 12 -16 2 4 6 13:29 10
16. Hannover 96 12 -11 2 3 7 15:26 9
17. Fortuna Düsseldorf 12 -15 2 3 7 13:28 9
18. VfB Stuttgart 12 -18 2 2 8 8:26 8