Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Sport-Club verliert mit 1:3 gegen Mainz 05

Nicht reingekommen und dann hinterhergelaufen

Der SC Freiburg hat am elften Bundesliga-Spieltag gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 1:3 (0:2) verloren. Eine schwache Anfangsphase des Sport-Club nutzten die Gäste durch Jean-Philippe Gbamin (6.) zur Führung, die Jean-Philippe Mateta (18.) ausbaute. Nach der Pause fand der SC besser in die Partie und erzielte durch Roland Sallai (73.) das Anschlusstor. Karim Onisiwo (75.) traf jedoch nur wenig später zum Endstand.

 

Der November war zum Vergleich mit dem FSV Mainz 05 noch einmal milde gestimmt, auch wenn die Bäume jenseits der Stadiondächer mittlerweile klassische Herbstfarben tragen. „Es wird ein ganz anderes Spiel", hatte Christian Streich nach dem überraschenden Punktgewinn bei Bayern München vor einer Woche prognostiziert.

 

Was freilich zunächst auf den Charakter der Partie gegen die Rheinhessen bezogen war und nicht darauf, dass es am Ende und nach zuvor vier ungeschlagenen Bundesligapartien auch wieder ein Niederlage zu kommentieren galt. „Wir haben in den ersten 25, 30 Minuten nicht in die Zweikämpfe gefunden", sagte der SC-Trainer. „Da waren wir nicht aggressiv und nicht sicher genug mit dem Ball. Mainz war stark und wir haben in dieser Phase zwei Tore zugelassen."

 

Früher Rückstand durch Gbamin

 

Beim Sport-Club, der unter anderen weiterhin auf Nils Petersen, Florian Niederlechner und Jerôme Gondorf verzichten musste, gab es gegenüber dem Remis in der Allianz-Arena eine Veränderung in der Anfangsformation. Lucas Höler, der Torschütze in München, saß zunächst auf der Bank. Für ihn begann im Angriff Luca Waldschmidt an der Seite von Tim Kleindienst. Gästetrainer Sandro Schwarz verzichtete nach dem letzten 2:1 gegen Werder Bremen, dem ersten Erfolg nach zuvor sechs sieglosen Punktspielen, ganz auf personelle Änderungen in der Startelf.

 

Nicht anders als im letzten Spiel war, dass der Sport-Club auch gegen Mainz in Rückstand geriet. Im Unterschied zum späten Gegentor beim FC Bayern lag der SC diesmal aber früh zurück. Nach einem verlagernden Querpass wurde Jean-Philippe Gbamin (6.) nicht entschlossen genug gestört und der Franzose traf mit einem Flachschuss aus rund 25 Metern in die lange Ecke. Der SC fand auch anschließend kaum Zugriff auf das Spiel. Einige Minuten später wehrte Alexander Schwolow einen weiteren Distanzschuss von Pierre Kunde Malong ab.

 

Mateta erhöht für die Rheinhessen

 

Die Gäste kontrollierten weiterhin das Spiel, verteidigten kompakt, ließen dem SC kaum Räume für eigene Vorstöße und konnten ihre Führung nach knappen 20 Minuten weiter ausbauen. Nach einem abgeblockten Schuss flankte Jean-Paul Boetius von der rechten Seite in den Strafraum, wo Jean-Philipp Mateta (18.) aus kurzer Distanz einköpfte. Erst nach einer knappen halben Stunde kam der SC, der sich zunächst auch immer wieder Ungenauigkeiten und Abspielfehler leistete, zum ersten Eckball - und kurz darauf auch zu einer ersten guten Torchance. Nach einer Flanke von Mike Frantz wehrte Torwart Robin Zentner mit einer starken Parade den Kopfball von Nicolas Höfler (27.) jedoch ab.

 

Kein Pfiff von Schiedsrichter Sascha Stegemann ertönte dann in der 30. Minute, als FSV-Verteidiger Moussa Niakhaté im Strafraum beim Sprung den Ball an den Oberarm bekam. Eine durchaus diskussionswürdige Szene, die aber folgenlos blieb. Der Sport-Club hatte mittlerweile auf eine 3-5-2-Formation umgestellt. Janik Haberer rückte von der linke Mittelfeldseite ins Zentrum, Pascal Stenzel, Manuel Gulde und Dominique Heintz bildeten die defensive Dreierkette, Frantz und Günter besetzten die Außenpositionen im Mittelfeld. Danach fanden die Gastgeber besser ins Spiel, kamen aber nur noch zu einer guten Möglichkeit vor der Pause. Der Kopfball von Tim Kleindienst (45.) nach einer Flanke von Frantz verfehlte das Tor jedoch.

 

Sallai verkürzt, Onisiwo kontert wieder

 

Im zweiten Durchgang wurde der SC-Kapitän von Roland Sallai ersetzt und der Sport-Club begann wesentlich präsenter als zum Auftakt der Partie. Die nächste gute Chance auf das Anschlusstor hatte auf Flanke von Sallai erneut Höfler (53.) per Kopf, diesmal ging der Ball knapp am Pfosten vorbei. Der Sport-Club bestimmte jetzt das Spiel, während die Mainzer tiefer standen, ihren Vorsprung zu verteidigen versuchten und auf Konterchancen lauerten. Weitere gute Möglichkeiten erarbeitete sich aber zunächst nur der SC. Sallai (55.) verfehlte das Tor aus der Distanz, einen Kopfballaufsetzer von Heintz (62.) parierte Zentner und unmittelbar darauf rettete ein FSV-Verteidiger nach einer weiteren Sallai-Flanke vor Waldschmidt noch zur Ecke.

 

Der SC agierte immer druckvoller, kombinierte mit deutlich mehr Tempo als im ersten Durchgang und kämpfte um den Anschlusstreffer. Dieser gelang schließlich Sallai (72.) aus kurzer Distanz, nachdem Zentner zuvor den ersten Versuch von Waldschmidt abgewehrt hatte. Freude und Leid lagen in diesen Minuten allerdings eng beieinander, denn die frisch aufgekeimten Hoffnungen, die Niederlage gegen die Rheinhessen noch abwenden zu können, erhielten nur zwei Minuten später wieder einen Dämpfer. Bei einem Vorstoß der Gäste konnte der Ball im Strafraum mehrfach nicht entscheidend geklärt werden, Nutznießer war schließlich der eingewechselte Karim Onisiwo (75.), der mit seinem Tor den alten Abstand wiederherstellte.

 

Abschlusspech bei der erneuten Aufholjagd

 

Zuvor war beim SC auch Lucas Höler in die Partie gekommen und kurz nach dem dritten Mainzer Tor lag der erneute Anschlusstreffer gleich zweimal in der Luft. Im Anschluss an einen Freistoß von Günter traf erst Robin Koch (77.) mit einem Kopfball nur die Latte. Kurz darauf dribbelte sich Waldschmidt (79.) dynamisch in den Strafraum der Gäste durch, schoss anschließend frei vor Zentner aber am langen Eck vorbei.

 

Am Ende hatte der Sport-Club nach der Pause alles versucht, um die Niederlage noch abzuwenden. „Wir haben das Spiel in den ersten 30 Minuten verloren, gegen starke Mainzer", sagte Christian Streich nach dem Spiel. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann gut gespielt und hatten auch genug Chancen, um noch das eine oder andere Tor mehr zu machen. Das ist uns aber leider nicht gelungen."

 

Höfler verletzt sich in der Schlussphase

 

In der Schlussphase kamen beide Mannschaften kaum noch zu klaren Gelegenheiten. Bitter aus Freiburger Sicht war zudem, dass Nicolas Höfler, der sein 100. Bundesligaspiel für den Sport-Club bestritt, sechs Minuten vor dem Ende verletzt vom Platz musste. „Es sah nicht gut aus", sagte Christian Streich. „Wir können nur hoffen, dass es kein Kreuzbandriss ist", so der SC-Coach. Zumal auch Roland Sallai die Partie mit einer Leistenverletzung beendete.

 

Bis zur nächsten Bundesliga-Begegnung bleibt wegen der Länderspielpause nun doppelt so lange Zeit wie zuletzt. In gut zwei Wochen wartet am zwölften Spieltag erneut ein Heimspiel im Schwarzwald-Stadion, wenn am Sonntag, den 25. November (15.30 Uhr) der SV Werder Bremen zu Gast.

 

Dirk Rohde

 

Interviews nach dem 11. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

"In der ersten halben Stunde war Mainz besonders gut und wir waren nicht gut. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir sind dann früh 2:0 hinten und dann ist es natürlich ganz schwer", sagte Christian Streich nach der 1:3-Heimniederlage gegen Mainz 05 im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

Mehr anzeigen

Sandro Schwarz

Trainer 1. FSV Mainz 05

"Wir haben die ersten 30 Minuten herausragend Fußball gespielt und sind folgerichtig in Führung gegangen. Wir hatten das Gefühl, dass es sogar noch das ein oder andere Tor mehr hätte sein können. Das dritte Tor ist dann aus unserer Sicht zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Aber wenn du die 90 Minuten siehst, ist es ein verdienter Sieg."

Mehr anzeigen

Dominique Heintz

SC Freiburg

"Ich denke, dass das Ergebnis zu hoch ist. Klar, die ersten zwanzig Minuten waren wir nicht gut im Spiel, hatten keinen Zugriff auf den Gegner. Aber ich glaube, wir haben dann gut umgestellt auf Dreierkette und ein gutes Spiel gemacht", sagte Dominique Heintz nach der 1:3-Heimniederlage gegen Mainz 05 im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

Mehr anzeigen

Manuel Gulde

SC Freiburg

"Wir wussten: Wenn wir ein Prozent weniger geben als letztes Spiel, dann kriegen wir auf den Sack - und so war's dann auch die ersten zwanzig Minuten", sagte Manuel Gulde  nach der 1:3-Heimniederlage gegen Mainz 05 im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

Mehr anzeigen

09.11.-11.11.2018

11. Spieltag

alle Spieltage anzeigen
BegegnungTagUhrzeitErgebnis
Hannover 96 – VfL WolfsburgFr, 09.11.201820:3020:302:1 (1:0)
TSG Hoffenheim – FC AugsburgSa, 10.11.201815:3015:302:1 (0:0)
SV Werder – Borussia MönchengladbachSa, 10.11.201815:3015:301:3 (0:1)
SC Freiburg – Mainz 05Sa, 10.11.201815:3015:301:3 (0:2)
Fortuna Düsseldorf – Hertha BSCSa, 10.11.201815:3015:304:1 (0:0)
1. FC Nürnberg – VfB StuttgartSa, 10.11.201815:3015:300:2 (0:0)
Borussia Dortmund – FC BayernSa, 10.11.201818:3018:303:2 (0:1)
RB Leipzig – Bayer LeverkusenSo, 11.11.201815:3015:303:0 (1:0)
Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04So, 11.11.201818:0018:003:0 (0:0)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 11 21 8 3 0 33:12 27
2. Borussia Mönchengladbach 11 13 7 2 2 26:13 23
3. RB Leipzig 11 13 6 4 1 22:9 22
4. Eintracht Frankfurt 11 13 6 2 3 26:13 20
5. FC Bayern 11 6 6 2 3 20:14 20
6. TSG Hoffenheim 11 9 6 1 4 24:15 19
7. SV Werder 11 0 5 2 4 19:19 17
8. Hertha BSC 11 -1 4 4 3 16:17 16
9. Mainz 05 11 -2 4 3 4 10:12 15
10. FC Augsburg 11 1 3 4 4 19:18 13
11. SC Freiburg 11 -4 3 4 4 15:19 13
12. VfL Wolfsburg 11 -2 3 3 5 15:17 12
13. Bayer Leverkusen 11 -8 3 2 6 16:24 11
14. FC Schalke 04 11 -7 3 1 7 8:15 10
15. 1. FC Nürnberg 11 -13 2 4 5 11:24 10
16. Hannover 96 11 -8 2 3 6 14:22 9
17. Fortuna Düsseldorf 11 -15 2 2 7 10:25 8
18. VfB Stuttgart 11 -16 2 2 7 8:24 8