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Nächste Heimaufgabe gegen FSV Mainz

 

Am Ende über Augenhöhe kommen

Eine Woche nach dem Punktgewinn in München und bevor die Bundesliga eine erneute Länderspielpause einlegt, erwartet der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) zum Heimspiel im Schwarzwald-Stadion den 1. FSV Mainz 05.

 

Manches ist ein bisschen anders in diesem Herbst. Es regnet wenn überhaupt nur sporadisch und viele Bäume haben ihre Blätter bislang nur halbherzig zu Boden geschüttelt. Außergewöhnliches erlebte auch der Sport-Club am ersten Novemberwochenende. Beim 1:1 in der Münchner Allianz-Arena erkämpfte sich die Mannschaft des Trainerteams um Christian Streich am vergangenen Samstag den ersten Punkt beim FC Bayern München seit 21 Jahren.

 

Nach vorne blicken und erfolgreich nachlegen

 

„Das war etwas Besonderes und wir genießen das jetzt", sagte am Tag nach dem Spiel Lucas Höler, der mit seinem Ausgleichstor in der vorletzten Minute nach dem Schlusspfiff für Feierstimmung auf dem Platz und bei den 5.500 mitgereisten SC-Fans im Gästeblock gesorgt hatte. Gleichzeitig blickte der Stürmer nach seinem zweiten Saisontor schon auf die kommende Aufgabe voraus: „Wir haben jetzt gegen Mainz ein wichtiges Heimspiel. Da müssen wir uns gut vorbereiten, und dann möglichst nachlegen."

 

Sollte dies am elften Spieltag gegen den FSV Mainz gelingen, könnte der Sport-Club, der mit 13 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz steht, in der anschließenden Länderspielpause auf dann fünf ungeschlagene Punktspiele in Folge zurückblicken. Höler, der schon im letzten Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand getroffen hatte, bildete in München zusammen mit Tim Kleindienst das Angriffsduo. Eine Option, die nicht nur angesichts der personellen Situation vor dem nächsten Spiel erneut möglich scheint.

 

Petersen fehlt auch gegen die Rheinhessen

 

„Für Lucas hat es mich gefreut, dass er dieses Erlebnis hatte", sagte Christian Streich auf der Pressekonferenz zur Partie gegen die Rheinhessen. „Er trainiert gut und mit viel Fleiß, weiß genau um was es geht und die Kanäle sind bei ihm offen", so der SC-Trainer. „Deshalb verkrampft er nicht und verbessert sich Schritt für Schritt." Was die Anfangsformation für die bevorstehende Begegnung angehe, in die auch Luca Waldschmidt wieder einrücken könnte, gebe es noch unterschiedliche Überlegungen: „Wir haben noch nicht abschließend entschieden wie wir es machen."

 

Auch weil die eine oder andere Frage noch offen war. Sicher ist allerdings, dass Nils Petersen, der in München wegen muskulärer Probleme fehlte, gegen Mainz 05 noch nicht zurückkehren kann. Der Stürmer hatte bis zum Donnerstag noch nicht wieder mit der Mannschaft trainiert. Fehlen werden weiterhin auch Florian Niederlechner (Sprunggelenksverletzung), Lukas Kübler (Muskelfaserriss), Florian Kath (Bauchmuskelreizung), Brandon Borrello (Aufbautraining) und Torwart Constantin Frommann (muskuläre Probleme).

 

Gondorf und Sallai wieder zurück im Training

 

Erstmals wieder mit dem Team auf dem Trainingsplatz standen in dieser Woche dafür Amir Abrashi (nach Kreuzbandriss) und Caleb Stanko (Knieprobleme). Für die nächste Partie sind beide allerdings noch keine Alternativen. Ob dies auch für Jerôme Gondorf gilt, der nach einem Muskelfaserriss Mitte der Woche erstmals wieder gemeinsam mit den Kollegen trainierte, bleibe abzuwarten, so Christian Streich. „Er war etwas länger weg, deshalb schauen wir noch, was die sinnvollste Lösung ist." Roland Sallai, der wegen Adduktorenproblemen das DFB-Pokalspiel bei Holstein Kiel Mitte letzter Woche und die Partie beim FC Bayern verpasst hatte, nahm am Donnerstag erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.

 

Der 1. FSV Mainz 05 steht nach dem zehnten Spieltag mit einem Punkt weniger als der Sport-Club auf Rang zwölf. Die Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz, unter dem auch Lucas Höler anderthalb Jahre lang für die U23 der Nullfünfer spielte, punktete am vergangenen Sonntag mit dem 2:1-Sieg gegen Werder Bremen nach zuvor sechs sieglosen Partien erstmals wieder dreifach. Diese Begegnung empfahl Christian Streich gleich als Anschauungsmaterial, wenn man wissen wolle, was den SC am Samstag erwarte.

 

Gäste mit neuem Personal und Rückenwind

 

So erbrachte der FSV Mainz gegen die Hanseaten mit 123,8 Kilometern die größte Laufleistung aller Mannschaften am letzten Spieltag. Grundsätzlich, betonte der SC-Coach habe Mainz trotz der Abgänge einiger wichtiger Spieler wie Abdou Diallo, Suat Serdar, Yoshinori Muto oder Pablo de Blasis im Sommer „richtig Qualität dazugeholt". Dazu zählten etwa der französische Stürmer Jean-Philippe Mateta (zuvor Olympique Lyon), der Kameruner Pierre Kunde Malong (Atlético Madrid), Innenverteidiger Moussa Niakhaté (FC Metz) und Angreifer Jean-Paul Boëtius (Feyenoord Rotterdam).

 

„Das ist insgesamt eine sehr gute, schnelle und bewegliche Mannschaft, in der viel Potenzial steckt", charakterisierte Christian Streich den kommenden Gegner. Man könne davon ausgehen, dass es ein intensiver Vergleich auf Augenhöhe werde.

 

SC-Trio kann eigene Bilanzen aufrunden

 

„Das Spiel in München und das gegen Mainz sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe", so der Coach. „Wir wissen, dass Mainz Qualität hat, aber auch wir haben Vertrauen in uns. Wir wollen ein gutes Spiel machen, die eine oder andere Umschaltsituation wieder besser ausspielen und Mainz besiegen, wenn es möglich ist."

 

Zu feiern gäbe es danach diesmal auch ein paar Jubilare: Christian Günter, der in der Allianz-Arena mit einer präzisen Flanke das Ausgleichtor vorbereitet hatte, könnte gegen den FSV Mainz sein 200. Pflichtspiel für den SC Freiburg bestreiten. Der wie Günter in der Freiburger Fußballschule ausgebildete Nicolas Höfler blickt seinem 100. Bundesligaspiel entgegen, und für Pascal Stenzel würde ein weiterer Einsatz der 50. für den SC in der Bundesliga sein.

 

Aber nicht nur für diese drei wäre ein weiterer Heimerfolg, wie er dem Sport-Club beim 2:1 im Schwarzwald-Stadion im November der vergangenen Saison gegen Mainz gelang, sicher eine runde Sache.

 

Dirk Rohde