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SC erkämpft 1:1 bei Bayern München

Historischer Auswärtspunkt in der Allianz-Arena

Der SC Freiburg hat sich am zehnten Bundesliga-Spieltag nach einer starken Leistung mit einem 1:1 (0:0) einen Auswärtspunkt beim FC Bayern München erkämpft. Serge Gnabry hatte in der 80. Minute die Führung für den Deutschen Meister erzielt. Lucas Höler (89.) gelang kurz vor Schluss aber noch der umjubelte und verdiente Ausgleich.

 

Eins haben der Sport-Club und der FC Bayern gemeinsam: Bei Heimspielen ist das Stadion regelmäßig ausverkauft. Das galt auch am zehnten Bundesliga-Spieltag wieder für die Münchner Allianz-Arena, in der 75.000 Zuschauer das insgesamt 37. Erstligaduell zwischen den beiden Vereinen verfolgten.

 

Die 5.500 SC-Fans unter ihnen hatten am Ende Grund zum Feiern: Bislang hatte der SC in acht Gastspielen noch keinen Punkt aus der Arena mitnehmen können. Im neunten Duell in Fröttmaning war es endlich soweit. Entsprechend groß war der Jubel nach dem Schlusspfiff – auch über den ersten Auswärtszähler an der Isar seit 1997 und den erst dritten Punkt in jetzt 19 Bundesligaspielen beim FC Bayern.

 

Neues Angriffsduo gegen den Rekordmeister

 

Für Christian Streich war es im sechsten Anlauf der erste Punktgewinn bei Bayern München überhaupt. „Ich bin natürlich glücklich, dass wir hier mal Unentschieden gespielt haben, nach den ganzen Niederlagen der letzten Jahre. Wir haben uns nach der Englischen Woche und angesichts einiger angeschlagener Spieler entschieden tief zu stehen", so der SC-Trainer. “Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, haben aber gut verteidigt, auch auf den Seiten. Am Ende hatten wir auch das nötige Glück, obwohl es selbst für eine Mannschaft wie Bayern nicht einfach ist, uns zu bespielen."

 

Beim Sport-Club hatten sich die Personalsorgen nach der knapp verlorenen DFB-Pokalpartie in Kiel noch einmal vergrößert. Neben den bereits an der Ostsee fehlenden Spielern musste das Trainerteam um Christian Streich auch auf Nils Petersen (Muskelverhärtung) verzichten. Weiterhin keine Optionen waren Roland Sallai (Adduktorenprobleme) und Lukas Kübler (Muskelfaserriss). Der zuvor angeschlagene Luca Waldschmidt nahm zunächst auf der Bank Platz. Anstelle von Waldschmidt, Petersen und Philipp Lienhart, spielten in der Offensive Lucas Höler und Tim Kleindienst, sowie in der Innenverteidigung nach überstandenen muskulären Problemen wieder Manuel Gulde.

Wenig zugelassen in torloser erster Halbzeit

 

Der Münchner Trainer Nico Kovac hatte seine Startformation gegenüber dem 2:1-Pokalsieg beim SV Rödinghausen sogar auf sechs Positionen verändert. Anstelle von Javi Martinez, dem verletzten Thiago, Leon Goretzka, Thomas Müller, Sandro Wagner und Franck Ribery begannen Jérôme Boateng, Joshua Kimmich, James Rodriguez, Arjen Robben, Robert Lewandowski und Serge Gnabry. Manuel Neuer blickte auf eine besondere Bilanz zurück: Der Nationaltorhüter hatte zuletzt in der Bundesliga sieben Schüsse auf sein Tor bekommen, die allesamt drin waren - womit er seit 338 Minuten ohne Parade geblieben war.

 

Beim Pausenpfiff in München waren weitere 45 Minuten dazugekommen, was einerseits aus dem Mangel an Gelegenheiten resultierte, aber keinesfalls einen schwachen ersten Durchgang der Gäste wiederspiegelte. Ganz im Gegenteil. Neuers Gegenüber Alexander Schwolow hatte sich zwar bereits auszeichnen können, als er einen Seitfallzieher von Robben (34.) abwehrte. Viele weitere Abschlussmöglichkeiten hatte der im blauen Ausweichdress aufgelaufene und konzentriert verteidigende Sport-Club aber nicht zugelassen. Die Gastgeber dominierten das Spiel, nicht unerwartet, bis zur Pause klar. Das Übergewicht an Spielanteilen vermochte der Deutsche Meister aber kaum in Torchancen umzusetzen.

 

Abseitstor, Videobeweis und weiter gut verteidigt

 

Bei 7:0 stand zwar nach einer halben Stunde das Eckenverhältnis. Bis auf einen weiteren Gefahrenmoment durch Lewandowski (26.), der nach einem SC-Abspielfehler im Mittelfeld und auf Vorlage von Gnabry ebenfalls an Schwolow scheiterte, ließ der meist tief und äußerst diszipliniert verteidigende SC aber keine Möglichkeiten zu. Die Abstände zwischen den beiden Viererketten und zu den mit verteidigenden Angreifern Kleindienst und Höler blieben stets klein, was den Münchnern wenig Räume bot. Auch nach vorne versuchte der Sport-Club ab und an vorzustoßen, eine eigene Torchance fehlte aber in der ersten Hälfte noch.

 

Den zweiten Durchgang begann der SC nochmal etwas mutiger. Nachdem Schwolow einen Schuss von James pariert hatte, folgten zunächst die ersten beiden Freiburger Eckbälle der Partie – und kurz nach dem zweiten sogar Torjubel beim Sport-Club: Nach einem Freistoß von Günter hatte Kleindienst (54.) Neuer mit einem Kopfball überwunden, sich vorher aber knapp im Abseits befunden. Wenig später folgte auf der Gegenseite Aufregendes: Der Videoassistent überprüfte eine Szene, in der Gulde im Strafraum der Ball an die Hand gesprungen war. Schiedsrichter Felix Zwayer nahm die Bilder am Spielfeldrand in Augenschein, entschied aber zu Recht nicht auf Strafstoß (57.).

 

Höler gleicht Bayern-Führung kurz vor Schluss aus

 

Anschließend blieb es dabei, dass der Sport-Club den Gastgebern kaum Chancen gestattete. Stattdessen sprang Frantz (64.) noch einmal knapp an einer Flanke von Haberer vorbei, bevor Marco Terrazzino für den SC-Kapitän in die Partie kam. Der FC Bayern bespielte das Freiburger Tor weiter, die Gäste hielten mit Leidenschaft und Kampf dagegen. Erst in der Schlussphase ergab sich die nächste Gelegenheit für den Deutschen Meister. Kimmich hatte einen Freistoß flach zurückgelegt, aber der Schuss von Gnabry (78.) ging knapp am Tor vorbei. Als ein überraschender Punktgewinn für den SC immer näher zu rücken schien, gelang Gnabry (80.) aber doch das Führungstor für Bayern: Nach einem Antritt bis in den Strafraum überwand der Nationalspieler Schwolow mit einem Schuss in die kurz Ecke.

 

Der Sport-Club versuchte trotzdem noch einmal zu einem eigenen Treffer zu kommen. Waldschmidt kam für Kleindienst ins Spiel und eine erste gute Möglichkeit nach einer Balleroberung von Höfler verpuffte nach einem ungenauen Querpass. Doch sie sollte noch kommen, die erste ernsthafte Prüfung für Manuel Neuer in dieser Begegnung. Es lief die vorletzte Spielminute und ein Angriff über die linke Seite, Christian Günter zog den Ball in die Mitte vor das Tor, wo Lucas Höler (89.) zur Stelle war und zum Ausgleich einschoss.

 

Streich sichert sich ein besonderes Souvenir

 

Ein letztlich historischer SC-Treffer in der Allianz-Arena durch den Stürmer, der schon im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach erfolgreich gewesen war. Auch satte fünf Nachspielminuten und am Ende 14:2 Ecken änderten nichts am umjubelten Punktgewinn für den SC, der nach vier ungeschlagenen Bundesligaspielen und mit jetzt 13 Punkten auf den zehnten Tabellenplatz rückte.

 

Mit zurück nach Freiburg reiste übrigens auch das Trikot des weiterhin glücklosen Manuel Neuer. Um das hatte Christian Streich den mehrfachen Welttorhüter des Jahres gebeten, um es seinem Sohn mitzubringen. Das nächste Heimspiel im Schwarzwald-Stadion folgt in einer Woche (Samstag, 10. November, 15.30 Uhr) gegen den 1. FSV Mainz 05. Man kann damit rechnen, dass auch diese Begegnung ausverkauft sein wird.

 

Dirk Rohde

 

 

Interviews nach dem 10. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

„Wir mussten tief stehen, denn sonst spielen sie die Flügel an und rasen vorbei. Wir hatten in gewissen Phasen Glück, aber wir haben es extrem gut verteidigt auf der Seite, wie auch in der Mitte: Und haben nicht so viel zugelassen“, sagte SC-Trainer Christian Streich nach dem 1:1-Unentschieden in München im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Nico Kovac

Trainer FC Bayern München

"Wir haben gut begonnen, wir haben variabel gespielt, wir haben den Ball sehr gut laufen lassen. Wenn wir das 1:0 durch Lewandowski machen, ist es sehr viel leichter. Die zweite Halbzeit war ein Anrennen. Wir sind natürlich enttäuscht. Dortmund ist weit, wir haben jetzt erst mal Athen."

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Alexander Schwolow

SC Freiburg

„Heute haben wir eine sehr selbstbewusste Leistung gezeigt. Wir hatten vor allem die Momente mit dem Ball, die du einfach brauchst gegen so eine starke Mannschaft wie Bayern. Da musst du deine eigenen fußballerischen Momente haben, um Entlastung zu schaffen“, sagte Alexander Schwolow nach dem 1:1-Unentschieden in München im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Lucas Höler

SC Freiburg

„Es war richtig geil, ein sehr gutes Gefühl. In der 80. das 1:0 zu kriegen und dann so zurückzukommen, ist natürlich überragend. Ich wusste, dass der Günni solche guten Bälle hinter die Abwehr spielen kann und da musste ich ihn nur noch irgendwie reindrücken. Und dann war es natürlich pure Freude“, sagte Matchwinner Lucas Höler nach dem 1:1-Unentschieden in München im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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02.11.-04.11.2018

10. Spieltag

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BegegnungTagUhrzeitErgebnis
VfB Stuttgart – Eintracht FrankfurtFr, 02.11.201820:3020:300:3 (0:2)
FC Bayern – SC FreiburgSa, 03.11.201815:3015:301:1 (0:0)
FC Schalke 04 – Hannover 96Sa, 03.11.201815:3015:303:1 (0:0)
Bayer Leverkusen – TSG HoffenheimSa, 03.11.201815:3015:301:4 (1:2)
FC Augsburg – 1. FC NürnbergSa, 03.11.201815:3015:302:2 (1:0)
VfL Wolfsburg – Borussia DortmundSa, 03.11.201815:3015:300:1 (0:1)
Hertha BSC – RB LeipzigSa, 03.11.201818:3018:300:3 (0:1)
Borussia Mönchengladbach – Fortuna DüsseldorfSo, 04.11.201815:3015:303:0 (0:0)
Mainz 05 – SV WerderSo, 04.11.201818:0018:002:1 (1:0)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 10 20 7 3 0 30:10 24
2. Borussia Mönchengladbach 10 11 6 2 2 23:12 20
3. FC Bayern 10 7 6 2 2 18:11 20
4. RB Leipzig 10 10 5 4 1 19:9 19
5. Eintracht Frankfurt 10 10 5 2 3 23:13 17
6. SV Werder 10 2 5 2 3 18:16 17
7. TSG Hoffenheim 10 8 5 1 4 22:14 16
8. Hertha BSC 10 2 4 4 2 15:13 16
9. FC Augsburg 10 2 3 4 3 18:16 13
10. SC Freiburg 10 -2 3 4 3 14:16 13
11. VfL Wolfsburg 10 -1 3 3 4 14:15 12
12. Mainz 05 10 -4 3 3 4 7:11 12
13. Bayer Leverkusen 10 -5 3 2 5 16:21 11
14. FC Schalke 04 10 -4 3 1 6 8:12 10
15. 1. FC Nürnberg 10 -11 2 4 4 11:22 10
16. Hannover 96 10 -9 1 3 6 12:21 6
17. VfB Stuttgart 10 -18 1 2 7 6:24 5
18. Fortuna Düsseldorf 10 -18 1 2 7 6:24 5