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Sport-Club schlägt Nürnberg

Griffig und kreativ zum Dreier

Am 10. Spieltag des Bundesliga Süd/Südwest hat die U19 des Sport-Club mit 4:1 (3:0) gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Im Möslestadion trafen Matteo di Giusto, Jonas Fritschi, Falko Michel und Sascha Risch für die Hausherren.

 

Straffes Programm, muss man sagen. Zwei englischen Wochen hintereinander, jeweils mit einer Partie im Südbadischen Verbandspokal am Mittwochabend und einem Bundesligaspiel am Wochenende, gingen an diesem Samstagnachmittag für die A-Junioren des Sport-Club zu Ende. „Die Jungs haben jetzt erstmal zwei Tage frei", sagte Trainer Thomas Stamm nach der letzten Partie dieses ambitionierten Programms gegen den 1.FC Nürnberg. Das Spiel war zugleich das einzige, das im heimischen Möslestadion ausgespielt wurde. „Das hat uns nochmals besonders motiviert und Freude gemacht", sagt der Trainer. „Endlich mal wieder vor dem eigenen Publikum kicken."

 

Drei Tore innerhalb von zwölf Minuten

 

Und die 250 Zuschauer in der Freiburger Fußballschule hatten ebenso ihre Freude an dem, was sie von der U19 des Sport-Club über weite Strecken der Partie geboten bekamen. Seit Anfang September ist die Mannschaft von Trainerteam Thomas Stamm, Ewald Beskid und Ali Gasmi ungeschlagen - und blieb es auch in der Partie gegen den Drittletzten der Liga, den 1.FC Nürnberg. Den Club, der zuletzt einen Aufwärtstrend erlebt hatte, wollten sie nicht unterschätzen. „Wir wussten, dass das eine Mannschaft ist, die mitspielen will und die viele Spiele nur knapp verloren hat", sagte Stamm, und gerade in den ersten Minuten war das durchaus eine offene Partie, die sich bei bestem Herbstwetter entfaltete. In der 23. Minute zeigte der Sport-Club dann seine Klasse, in Person von Matteo Di Giusto, der sich auf der linken Angriffseite durchsetzte, und als sich alle auf eine Hereingabe einstellten, den Ball per Außenrist ins lange Eck zirkelte.

 

Durchaus verdient war der Sport-Club in Führung gegangen, welch große Bedeutung aber auch Kleinigkeiten im Fußball haben zeigte sich zehn Minuten später. Die Gäste hatte einen Freistoß aus sehr aussichtsreicher Position zugesprochen bekommen, der jedoch an die Latte klatschte. Der Ball fiel wieder vor die Füße eines Nürnbergers, dessen Schuss wurde jedoch kurz vor der Linie geblockt, und dann lief der Konter des Sport-Club, den nun wiederum der Club nur durch die Inkaufnahme eines Freistoßes aus sehr aussichtsreicher Position stoppen konnten. Sascha Rischs freche Variante konnte Jonas Wendlinger im Club-Tor zwar reflexstark vor die Füße von Enzo Leopold klären, dessen Pass fand dann jedoch den freistehenden Jonas Fritschi. Aus zwei Metern hatte der Innenverteidiger keine Probleme eine Minute nach dem Lattentreffer der Nürnberger zum 2:0 einzuschieben. Zwei Minuten nach dem Lattentreffer stand es dann 3:0. Eine punktgenaue Flanke aus dem Halbfeld auf Lucas Hermes köpfte dieser punktgenau auf den heranlaufenden Falko Michel, der problemlos einnickte. Zehn Minuten später pfiff Schiedsrichter Christoph Busch zur Pause.

 

Rischs früher Deckel, Schmidts späte Kosmetik

 

Nun mag so eine 3:0-Pausenführung durchaus trügerisches an sich haben - und auch Nürnberg hatte, wenngleich mit Ausnahme des Lattentreffers ohne die ganz großen Gelegenheiten, keineswegs einen miserablen Tag erwischt. Doch der Sport-Club kam druckvoll aus der Kabine und ließ keinen Zweifel daran, dass er nicht gewillt war, die Punkte noch aus der Hand zu geben. Keine drei Minuten dauerte es, da setzte Risch, nach schönen Zusammenspiel von Yannik Keitel und Noah Weißhaupt den Ball von halblinks in die lange Ecke - und damit quasi den Deckel auf den Topf. In der Folge kam es zu Chancen auf beiden Seiten, beide Teams testen nochmals das Gebälk der Tore - ein attraktives Spiel das eben schon entschieden war. Durch die vielen Wechsel auf beiden Seiten gestaltete sich die unmittelbare Schlussphase dann nochmals sehr offen, der eingewechselte Thomas Schmidt kam für die Gäste kurz vor dem Schlusspfiff noch zum kosmetischen Ehrentreffer.

 

„Wir haben heute 60 sehr gute Minuten gezeigt, damit können wir zufrieden sein", sagte Stamm nach dem Spiel. „Das war griffig und kreativ, auch wenn die Schlussphase den Eindruck ein bisschen trübt." Völlig unbetrübt dürfte der Coach der A-Junioren aber auf die Tabelle schauen, in der der Sport-Club weiter klettert. Und mit Freude schaut er auch zum nächsten Wochenende, an dem es gegen den VfB Stuttgart geht. „Wir wollen uns nun auch gegen ein Team von der Tabellenspitze beweisen", kommentiert Stamm die anstehende Aufgabe. Jetzt gibt es aber erstmal, nach einem derart straffen Programm, zwei verdiente Tage der Erholung.