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SC Freiburg verpasst das Achtelfinale

 

Pokal-Aus an der Kieler Förde

Der SC Freiburg hat das Achtelfinale des DFB-Pokals verpasst. In einer temporeichen und druckvollen Begegnung unterlag der Erstligist am Mittwochabend bei Zweitligist KSV Holstein mit 1:2 (1:1). Nils Petersen hatte den SC unmittelbar nach Anpfiff (1.) in Führung gebracht, Janni Serra (26.) und David Kinsombi (79.) drehten die Partie.

 

"Wir sind gut reingekommen und haben danach nicht gut gespielt. In der zweiten Halbzeit hatten wir genügend Möglichkeiten, aber die letzte Genauigkeit hat gefehlt. Dann reicht es halt nicht mehr", sagte SC-Trainer Christian Streich im Anschluss. Sein Amtskollege Tim Walter ergänzte: "Ich sehe es ähnlich wie Christian. Es spricht für meine Mannschaft, dass sie mutig weitergespielt hat. In der zweiten Halbzeit standen wir tiefer und Freiburg hatte gute Umschaltsituationen. Zum Glück haben sie die nicht genutzt."

 

Frühes Tor, wieder Petersen

 

Temperaturen noch um die sechs Grad und eine nur schwache Brise empfingen die Freiburger, als sie am Mittwochabend den Rasen des Kieler Holstein-Stadions betraten. Aus der Heimat hatten sie nach dem 3:1 zuletzt in der Liga gegen Borussia Mönchengladbach zudem etwas Rückenwind mitgebracht – und erlebten schnell ein Déjà-vu.

 

Gerade 43 Sekunden waren gespielt, als Rechtsverteidiger und Rückkehrer Pascal Stenzel ein gutes Auge für den Kopf von Nils Petersen hatte und der Stürmer gedankenschnell einnetzte. Genau wie gegen die Fohlen hieß es also begleitet vom Beifall der SC-Anhänger nach nicht einmal einer Minute: 1:0 für den Sport-Club.  

 

Leicht verändert präsentierte sich hingegen die Anfangsformation der Gäste. In der Viererkette der Abwehr ersetzte ebenjener Stenzel seinen Kollegen Lukas Kübler (muskuläre Probleme), Philipp Lienhart rückte für den pausierenden Manuel Gulde in die Innenverteidigung.

 

Ausgleich für die Störche

 

Bei den Kielern stand im Vergleich zum respektablen 1:0-Sieg vergangenes Wochenende bei St. Pauli mit Abwehrmann Stefan Thesker für Johannes van den Bergh ein neuer Spieler in der ersten Elf. Der ehemalige Freiburger Jonas Meffert zählte erneut zum Aufgebot und ließ sich von dem frühen Rückstand ebenso wenig wie seine Kollegen beeindrucken.

 

Gleich mehrfach prüften KSV-Kapitän David Kinsombi (9., 20.) und Kingsley Schindler (10., 18.) die Freiburger Hintermänner, bei einem Schuss von Masaya Okugawa (25.) aus rund 16 Metern rettete ein toller Reflex von SC-Schlussmann Alexander Schwolow den Spielstand zugunsten des Sport-Club.

 

Allerdings nur kurzzeitig. Eine Minute später bediente Kiels Alexander Mühling nach einer Ecke den mitgeeilten Janni Serra, der sein Team kaum bedrängt zum Ausgleich köpfte (26.). Für den SC war es an diesem Abend schon das zweite Déjà-vu in einer dynamischen und kurzweiligen Begegnung. Und: Wie gegen Gladbach ging es auch diesmal mit einem 1:1 in den Kabinentrakt.

 

Erneute Führung knapp verpasst

 

Ein gutes Omen also? Zumindest sorgten die Freiburger mit zwei gefährlichen Strafraumszenen auch nach Wiederanpfiff für den deutlich stürmischeren Beginn. Ein satter Schuss von Petersen, der den Querbalken nur knapp verfehlte (46.) und ein zumindest umstrittenes, aber nicht geahndetes Foul an Luca Waldschmidt (47.) schienen den Ehrgeiz der Gäste noch zu erhöhen. Aber auch den der Kieler.

 

In einem qualitativ weiter ansprechenden Nord-Süd-Duell lieferten sich die Teams einen für den neutralen Fan äußerst unterhaltsamen Schlagabtausch. Ein Fernschuss von Robin Koch (60.), ein Zusammenspiel von Christian Günter und Petersen (63.) und eine Koproduktion von Waldschmidt und Kapitän Mike Frantz (67.) hatten allesamt das Potenzial für eine erneute Führung.

 

"Wir müssen die letzten Bälle durchstecken, das haben wir nicht geschafft", sagte Christian Streich. "Kiel war gut und uns hat die Präzision gefehlt."

 

Später Gegentreffer

 

Folglich wurde auch beim Gegner gejubelt. Okugawa (65.), Kinsombi (71.) und Serra (75.) verpassten das SC-Gehäuse noch knapp. Bei einem Freiburger Ballverlust war Kinsombi dann aber hellwach und drehte die Partie (79.). An diesem Spielstand änderte auch eine hochklassige Chance von Höler (90.+3) nichts mehr. Sehr zum Leidwesen des Sport-Club, der sich damit trotz großen Einsatzes aus dem Wettbewerb verabschieden musste.


Über Nacht blieb der Tross nun in Kiel und reist am Donnerstag direkt weiter nach München. Dort steht an diesem Samstag schon wieder der Bundesliga-Alltag an. Um 15.30 Uhr (live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com) geht es in der Allianz Arena gegen den FC Bayern München.

 

Sina Ojo

 

Interviews nach dem Spiel

 

Stenogramm:

 

Holstein Kiel: Kronholm - Dehm, Schmidt, Wahl, Thesker (87. Herrmann) - Meffert, Mühling, Kinsombi - Schindler, Serra (90. Karazor), Okugawa (89. Honsak)
Ersatzbank: Reimann, Lewerenz, Mörschel, Girth
Trainer: Tim Walter

SC Freiburg: Schwolow - Stenzel, Lienhart (87. Höler), Heintz, Günter - Haberer (85. Kleindienst), Koch, Höfler, Frantz (82. Ravet) - Waldschmidt, Petersen
Ersatzbank: Flekken, Terrazzino, Kammerbauer, Okoroji
Trainer: Christian Streich

Gelbe Karten: Dehm / Petersen

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)

Zuschauer: 10.400 (ausverkauft)