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Sport-Club siegt mit 3:1 gegen Mönchengladbach

Ein Fußballabend zum Einrahmen

Der SC Freiburg hat am neunten Bundesliga-Spieltag in einer packenden Begegnung mit einem begeisternden Auftritt den Tabellenzweiten Borussia Mönchengladbach 3:1 (1:1) geschlagen. Nils Petersen traf bereits in der ersten Minute mit einem Foulelfmeter, Thorgan Hazard (20.) glich ebenfalls per Strafstoß aus. In der zweiten Hälfte brachte Luca Waldschmidt (57.) den Sport-Club erneut in Führung, zum Endstand traf der kurz zuvor eingewechselte Lucas Höler (90.+4).

 

Fluchtlichtspiele seien immer auch etwas Besonderes, hatte Christian Streich vor der Begegnung gesagt. Wobei mit Borussia Mönchengladbach schon ein besonderer Gegner zum Freitagabendspiel zu Gast war. Die Elf vom Niederrhein hatte seit vier Spieltagen nicht mehr verloren, bei Bayern München (3:0) und gegen den FSV Mainz (4:0) zuletzt zweimal in Folge zu Null gespielt und sich in der Bundesliga-Tabelle auf den zweiten Platz vorgearbeitet.

 

Petersen trifft blitzschnell vom Punkt

 

Mutig spielen, den Gegner beschäftigen und eine gute Leistung zeigen, hatte der SC-Trainer nach dem Remis bei Hertha BSC die Zielsetzung für das nächste Heimspiel formuliert. Und bei diesem bekamen die Zuschauer im ausverkauften Schwarzwald-Stadion unmittelbar nach dem Anpfiff gleich etwas ganz Besonders zu sehen. Nach dem Anstoß des Sport-Club folgte ein Steilpass in den Strafraum auf Luca Waldschmidt, den Borussia-Torwart Yann Sommer nur durch ein Foulspiel bremsen konnte. Gerade 10 Sekunden waren gespielt, als Schiedsricher Robert Hartmann Elfmeter pfiff, und ebenfalls noch in der ersten Spielminute verwandelte Nils Petersen den Strafstoß sicher zur Blitzführung für den Sport-Club.

 

„Der Beginn war sehr gut für uns", sagte Christian Streich nach dem Spiel und insgesamt 94 spannenden und unterhaltsamen Minuten. „Dass Mönchengladbach das wegschüttelt und dann Druck macht, war klar. Aber ich muss sagen, was die vorderen Vier gearbeitet haben und wie die Innenverteidiger immer wieder rausgerückt sind: Viel besser geht es nicht gegen den Ball bei uns. Und auch mit dem Ball haben wir sehr vieles ordentlich gemacht."

 

Gegenüber der Partie in Berlin hatte das Trainerteam die Startelf auf zwei Positionen verändert. Petersen spielte wieder von Beginn an, und auch Kapitän Mike Frantz kehrte nach seiner Wadenverletzung im linken Mittelfeld ins Team zurück. Die rechte Seite besetzte Janik Haberer. Marco Terrazzino und Roland Sallai saßen dafür zunächst auf der Bank. Gästetrainer Dieter Hecking nahm nur einen Wechsel vor: Denis Zakaria erhielt den Vorzug vor Florian Neuhaus. Die Gäste zeigten sich von dem frühen Rückstand relativ unbeeindruckt. Eine erste Ausgleichschance (7.) resultierte aus einer Ecke von Thorgan Hazard, nach der Nico Elvedi den Ball an den Pfosten lenkte, von dem er ans Schienbein von Lukas Kübler und dann ins Toraus prallte.

 

Auch Ausgleich durch Hazard per Elfmeter

 

Fünf weitere Eckbälle hatten sich die nach vorne drängenden und hoch stehenden Mönchengladbacher nach einer Viertelstunde erarbeitet. Außer einem Schuss von Alassane Plea über das Tor ließ der SC zunächst aber keine weitere Abschlussmöglichkeit zu. Die nächste ergab sich, als Dominique Heintz im Strafraum Lars Stindl etwas zu ungestüm attackierte, der Gladbacher Kapitän zu Boden ging und Hartmann erneut zu Recht Elfmeter pfiff. Für die Gäste trat Hazard (20.) an und traf mit einem Schuss unter die Querlatte zum Ausgleich.

 

In der von Beginn an rasanten Partie suchte der SC weiter seine Chancen. Waldschmidt und Günter versuchten es aus der Distanz, bevor das hohe Spieltempo nach einer halben Stunde eine Zeit lang zugunsten der taktischen Disziplin zurücksteckte. Die Gäste liefen die SC-Defensive weiterhin hoch an und setzten den Freiburger Spielaufbau unter Druck, allerdings ohne dabei nennenswerte Möglichkeiten zu kreieren. Die nächste gute besaß in den Schlussminuten der ersten Hälfte wieder der SC. Sommer parierte nach einem von vielen sehenswerten Pässen von Haberer aber stark gegen den aufgerückten und frei gespielten Lukas Kübler. Auf der Gegenseite wehrte auch Schwolow einen Distanzschuss von Jonas Hofmann ab.

 

Waldschmidt gelingt erneute Führung

 

Den zweiten Durchgang eröffneten diesmal die Mönchengladbacher druckvoller. Doch nach vergeblichen Versuchen von Stindl und Michael Lang war es wieder der Sport-Club, der seine Fans in Jubelstimmung versetzte und erneut in Führung ging. Nach einem schnellen Konter und einem überlegten Rückpass von Haberer traf Luca Waldschmidt (57.) aus rund 15 Metern sehenswert mit einer Direktabnahme per Innenrist in die linke Ecke. Mönchengladbach versuchte mit weiterhin druckvollem Offensivspiel wieder zum Ausgleich zu kommen. Aber der SC besetzte gut gestaffelt die gefährlichen Räume vor dem eigenen Tor, verteidigte konsequnt und kopfballstark und hielt mit großem Kampfgeist dagegen.

 

Dazu gelangen den Gastgebern immer wieder gefährliche und geradlinig ausgespielte Konter. Vor allem in den letzten 20 Minuten der Partie, in denen Roland Sallai, der Frantz ersetzte, noch einmal für frischen Offensivwirbel sorgte. Nach einem weiteren schnellen Gegenstoß rutschte Sallai (73.) nur um Zentimeter an einer Hereingabe des nicht nur wegen seines Treffers stark agierenden Waldschmidt vorbei. Den nächsten Abschluss des ungarischen Nationalspielers wehrte Sommer gerade noch reaktionsschnell ab (73.), und auch vier Minuten vor dem Abpfiff war der Keeper mit einer Rettungstat gegen Sallai zur Stelle.

 

Höler setzt spektakulären Schlusspunkt

 

Kurz darauf löste Lucas Höler den unermüdlichen Haberer ab und durfte sich in der vierten Minute der Nachspielzeit noch für seinen zweiten Bundesligatreffer und das Tor zum Endstand feiern lassen. Diesmal war es der längst weit aufgerückte Yann Sommer, der unfreiwillig die Vorlage zum spektakulären Schlussakkord dieses außergewöhnlichen Abends gab. Den Fehlpass des Torhüters beförderte Höler mit einem Flachschuss aus knapp 48 Metern treffsicher ins verwaiste Borussia-Tor – womit der Heimsieg gegen den Tabellenzweiten endgültig gesichert war.

 

„Das war eine extrem leidenschaftliche und sehr gute Leistung, die die Mannschaft gegen diesen starken Gegner gezeigt hat", erklärte Christian Streich nach dem dritten Saisonsieg und dem vierten Heimspiel in Folge ohne Niederlage. „Dafür ziehe ich heute den Hut vor den Jungs. Mehr ging nicht und wir sind extrem glücklich."

 

Dass die Fans auf den Rängen zuvor auch noch den Gesang „Zieht den Bayern die Lederhosen aus ..." angestimmt hatten, war ein augenzwinkernder Vorgriff auf das nächste Auswärtsspiel beim FC Bayern München am Samstag in einer Woche (3. November, 15.30 Uhr). Das nächste Pflichtspiel folgt jedoch zunächst am anderen Ende der Fußballrepublik. Am Mittwoch (31. Oktober, 20.45 Uhr) wartet an der Ostsee die Auswärtspartie in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Zweitligisten Holstein Kiel.

 

Dirk Rohde

 

 

 

 

Interviews nach dem 9. Spieltag 2018/19

Christian Streich

SC Freiburg

„Wir haben die Woche noch überlegt, ob Dreier- oder Viererkette. Wir haben uns dann für die offensivere Variante entschieden. Und wenn dann die Vier vorne so anlaufen und so leidenschaftlich arbeiten, dann kann es gehen. Heute muss ich echt den Hut ziehen“, sagte SC-Trainer Christian Streich nach dem 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach am 9. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Dieter Hecking

Trainer Borussia Mönchengladbach

"Wenn man ein Spiel verliert, ist es natürlich erstmal ein Rückschlag. Wir wussten aber, dass es wieder Spiele geben wird, bei denen wir nicht als Sieger vom Platz gehen. Wichtig ist, dass wir jetzt die richtigen Lehren ziehen. Wir hatten im letzten Drittel nicht die Konsequenz und waren leicht zu verteidigen."

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Mike Frantz

SC Freiburg

"Ich glaube, dass wir insgesamt echt ein top Spiel gemacht haben, was nicht einfach ist gegen diese Mannschaft. Sie gibt dir immer das Gefühl, dass sie zu jeder Zeit gefährlich werden kann. Ich glaube, über die neunzig Minuten gesehen sind wir der verdiente Sieger heute“, sagte Mike Frantz nach dem 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach am 9. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Dominique Heintz

SC Freiburg

"Wir haben gut Fußball gespielt. Man kann auf jeden Fall sagen, dass wir heute als verdienter Sieger vom Platz gegangen sind, weil wir mehr Ballbesitz hatten als in den letzten Spielen, gut gestanden sind und gefährlich nach vorne gespielt haben“, sagte Dominique Heintz nach dem 3:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach am 9. Spieltag im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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26.10.-28.10.2018

9. Spieltag

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BegegnungTagUhrzeitErgebnis
SC Freiburg – Borussia MönchengladbachFr, 26.10.201820:3020:303:1 (1:1)
Borussia Dortmund – Hertha BSCSa, 27.10.201815:3015:302:2 (1:1)
Hannover 96 – FC AugsburgSa, 27.10.201815:3015:301:2 (0:1)
Mainz 05 – FC BayernSa, 27.10.201815:3015:301:2 (0:1)
Fortuna Düsseldorf – VfL WolfsburgSa, 27.10.201815:3015:300:3 (0:1)
TSG Hoffenheim – VfB StuttgartSa, 27.10.201818:3018:304:0 (0:0)
1. FC Nürnberg – Eintracht FrankfurtSo, 28.10.201813:3013:301:1 (0:0)
RB Leipzig – FC Schalke 04So, 28.10.201815:3015:300:0 (0:0)
SV Werder – Bayer LeverkusenSo, 28.10.201818:0018:002:6 (0:3)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 9 19 6 3 0 29:10 21
2. FC Bayern 9 7 6 1 2 17:10 19
3. Borussia Mönchengladbach 9 8 5 2 2 20:12 17
4. SV Werder 9 3 5 2 2 17:14 17
5. RB Leipzig 9 7 4 4 1 16:9 16
6. Hertha BSC 9 5 4 4 1 15:10 16
7. Eintracht Frankfurt 9 7 4 2 3 20:13 14
8. TSG Hoffenheim 9 5 4 1 4 18:13 13
9. FC Augsburg 9 2 3 3 3 16:14 12
10. VfL Wolfsburg 9 0 3 3 3 14:14 12
11. SC Freiburg 9 -2 3 3 3 13:15 12
12. Bayer Leverkusen 9 -2 3 2 4 15:17 11
13. Mainz 05 9 -5 2 3 4 5:10 9
14. 1. FC Nürnberg 9 -11 2 3 4 9:20 9
15. FC Schalke 04 9 -6 2 1 6 5:11 7
16. Hannover 96 9 -7 1 3 5 11:18 6
17. Fortuna Düsseldorf 9 -15 1 2 6 6:21 5
18. VfB Stuttgart 9 -15 1 2 6 6:21 5