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Flutlichtpartie gegen den Tabellenzweiten

 

Wieder erfolgreich hineinarbeiten

Fünf Tage nach dem Remis in Berlin erwartet der Sport-Club zum nächsten Heimspiel im Schwarzwald-Stadion am Freitagabend (20.30 Uhr, live im Eurosport Player und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) Borussia Mönchengladbach.

 

„Ein Flutlichtspiel ist immer ein bisschen etwas Besonderes", sagte Christian Streich am Tag vor der Abendbegegnung gegen Borussia Mönchengladbach auf der Pressekonferenz zur Partie. Hinzu kommt, dass den Sport-Club gegen den bislang enorm starken Tabellenzweiten auch eine besondere Herausforderung erwartet. Und nicht zuletzt eröffnet das bereits ausverkaufte Heimspiel gegen die Elf vom Niederrhein auch eine Englische Woche.

 

Englische Woche zunächst nur im Hinterkopf

 

„Es ist alles im Kopf", erklärte der SC-Coach mit Blick auf die folgenden Aufgaben in der zweiten DFB-Pokalrunde beim Zweitligisten Holstein Kiel am Mittwoch (31.10., 20.45 Uhr) und das nächste Punktspiel am Samstag in einer Woche beim Deutschen Meister FC Bayern München (03.11., 15.30 Uhr). Gemeint waren damit aber vor allem seine Spieler, und wer von diesen zuletzt auch einmal länger oder kürzer verletzt oder angeschlagen war. Denn durch die letzte Englische Woche sei die Mannschaft „sehr gut durchgekommen", weil die Belastung ausgewogen gesteuert wurde und das Team „insgesamt fit" sei.

 

Mit sechs Punkten aus drei Bundesligaspielen fiel im September auch die sportliche Bilanz zufriedenstellend aus. Für die Begegnung am Freitag, so Streich, spielten die folgenden Partien personell aber keine Rolle. „Jetzt geht es nur um dieses Spiel und danach schauen wir dann weiter." Fest steht aber, dass Jerôme Gondorf, der sich vor dem letzten Spiel bei Hertha BSC einen Muskelfaserriss zugezogen hat, auch in den bevorstehenden drei Partien fehlt. Ebenso gilt dies weiterhin auch für Florian Niederlechner (Sprunggelenksverletzung), Amir Abrashi, Brandon Borrello (beide Aufbautraining) und Caleb Stanko (Knieprobleme).

 

Frantz, Kleindienst und Stenzel wieder Optionen

 

Darüber hinaus standen zuletzt Florian Kath (Bauchmuskelreizung) und Chima Okoroji (Infekt) nicht auf dem Trainingsplatz. Okoroji hatte beim 1:1 im Berliner Olympiastadion am vergangenen Sonntag als Einwechselspieler in der zweiten Halbzeit sein Debüt im Profiteam gegeben. Gleichzeitig sammelten die zuvor verletzten und nicht mit in die Hauptstadt gereisten Mike Frantz, Tim Kleindienst, der bei seinem einstündigen Einsatz einen Treffer erzielte sowie Pascal Stenzel Spielpraxis im Regionalligateam, das 2:0 gegen den SSV Ulm gewann.

 

Dies sei wertvoll gewesen im Hinblick auf die Englische Woche und auch auf das Spiel gegen Mönchengladbach, so Christian Streich. „Jetzt haben sie ein Spiel in den Beinen, alle drei haben es gut gemacht und sie haben die Zeit genutzt. Das ist Professionalität." Frantz, Kleindienst und Stenzel dürften somit im nächsten Bundesligaspiel wieder zu den Optionen für den Kader gehören. „Es ist gut, dass wir jetzt wieder mehr Spieler zur Verfügung haben, auch wenn einige noch fehlen", so der Coach. Die Mannschaft sei gegenüber dem letzten Jahr auf jeden Fall „in der Breite gewachsen und das war auch absolut notwendig."

 

Borussia kommt nach Sieg in Mainz als Zweiter

 

Die mögliche Startformation im ersten Spiel der Englischen Woche thematisierte Christian Streich allerdings nicht. Mit dem zuvor wegen einer Schulterprellung pausierenden Nils Petersen war in Berlin mit seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit bereits ein weiterer zuvor verletzter Spieler auf den Platz zurückgekehrt. Bei Hertha BSC, resümierte der SC-Trainer noch einmal kurz, habe sich die Mannschaft wie schon zuvor daheim gegen Leverkusen „in das Spiel hineingearbeitet" und die zweite Halbzeit ausgeglichen gestaltet. „Deshalb war ich am Ende natürlich zufrieden."

 

Mit Borussia Mönchengladbach, das vor der Länderspielpause 3:0 bei Bayern München gewonnen hatte und nach dem 4:0-Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 am letzten Sonntag auf den zweiten Platz vorrückte, warte nun der nächste hochkarätige Gegner. „Mönchengladbach ist eine Spitzenmannschaft, das muss man sagen", betonte Streich. „Und ich bin davon überzeugt, sie werden diese Saison auch eine Spitzenmannschaft bleiben." Nach Verletzungsproblemen in der vergangenen Saison, welche die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking auf dem neunten Platz beendete, sei das Gladbacher Team jetzt stärker, „auch weil sie mehr Möglichkeiten haben."

 

Ein alter Bekannter und eine erfreuliche Bilanz

 

Zu der zuvor schon stark besetzten Offensive mit Thorgan Hazard, Lars Stindl, Patrick Herrmann, Jonas Hofmann und Raffael, der nach einer Verletzung in Freiburg wohl noch einmal fehlen wird, gesellte sich im Sommer der französische Neuzugang Alassane Pléa. Der Stürmer, der von OGC Nizza an den Niederrhein wechselte, erzielte bislang fünf Saisontore und traf dabei in jedem Auswärtsspiel. Aber auch defensiv, so Christian Streich, sei Mönchengladbach „sehr stabil geworden", wozu auch der beim SC ausgebildete und zum Profi gewordene Weltmeister von 2014, Matthias Ginter beitrage. „Gintes wird immer besser", sagt der SC-Coach über seinen ehemaligen Schützling.

 

Der Serie von Alassane Pléa wiederum kann der Sport-Club die eigene positive Bilanz gegen Borussia Mönchengladbach entgegensetzen. Beim letzten Gastspiel im Schwarzwald-Stadion im vergangenen Dezember blieb die Fohlenelf ohne Treffer. Nils Petersen erzielte beim Freiburger 1:0-Sieg per Elfmeter das einzige Tor. Es war der achte SC-Sieg in den letzten zehn Bundesliga-Heimspielen gegen die Borussia, die beiden anderen Partien endeten mit einem Unentschieden.

 

„Das war eins unserer besten Spiele in der letzten Saison", so Christian Streich. Die Gäste hätten aber im Offensivbereich noch einmal an Tempo dazugelegt. Deshalb gehe es darum, „Mönchengladbach zu beschäftigen und es ihnen schwer zu machen", auch mit eigenem Ballbesitzspiel. „Und es ist wichtig, dass wir mutig spielen. Wir wollen ein richtig gutes Spiel zeigen, an dem unsere Zuschauer Freude haben."

 

Dirk Rohde