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Sport-Club siegt spät gegen Hoffenheim

Der SC Freiburg hat am 6. Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga sein Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim mit 3:2 (0:0) gewonnen. Giulia Gwinn (46.), Verena Wieder (50.) und Sandra Starke (89.) trafen am Mittwochnachmittag für den Sport-Club. Tabea Waßmuth gelang mit einem Doppelpack (56., 75.) der zwischenzeitliche Ausgleich.

 

Im zweiten Spiel der Englischen Woche vollzog SC-Trainer Jens Scheuer in seiner Startelf zwei Wechsel. Im Vergleich zur 0:3-Niederlage beim VfL Wolfsburg spielten Sandra Starke und Verena Wieder für Desiree van Lunteren (Bank) und Rachel Rinast (nicht im Kader).

 

Das Badische Derby war von Anfang an taktisch geprägt. Sowohl der Sport-Club als auch die Gäste aus Hoffenheim zeigten sich in Sachen System äußerst variabel. Dies führte zu einer chancenarmen ersten Hälfte, in der die beiden Defensivreihen dominierten. Das Geschehen spielte sich meist im Mittelfeld ab, Torchancen waren Mangelware.

 

Abseitstreffer von Wieder

 

Wenn es einmal gefährlich wurde, dann nach schnellem Umschalten. Ein Doppelpass von Sandra Starke und Verena Wieder geriet zu ungenau, eine gute Möglichkeit war dahin (7.). Auch zwei Ballgewinne nach Hoffenheimer Ecken spielte der Sport-Club im anschließenden Konter zu unsauber aus (19., 43.). Dazwischen lag der Ball zwar im Tor, der Treffer von Verena Wieder fand aber keine Anerkennung, die 18-jährige stand beim Zuspiel von Giulia Gwinn im Abseits (39.). Von den Gästen war im ersten Durchgang offensiv nichts zu sehen, folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen.

 

Doppelschlag nach der Pause

 

Unmittelbar nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit durfte die Mehrzahl der 411 Zuschauer dann erstmals jubeln. Giulia Gwinn brachte den Ball zur Führung für den Sport-Club im Tor unter (46.). Vorausgegangen war eine Flanke von Verena Wieder, die Hoffenheims Luana Bühler vor die Füße von Sharon Beck klärte. Gegen ihre ehemaligen Teamkolleginnen spielte die israelische Nationalspielerin einen überlegten Chipball auf die am langen Pfosten lauernde Gwinn, die nur noch einschieben musste. Der Sport-Club drängte nun vehement nach vorne und legte direkt nach. Über die rechte Seite und Giulia Gwinn kam der Ball nach innen, wo Verena Wieder das Leder annahm, sich kurz drehte und dann den rechten Pfosten traf. Vom Rücken von TSG-Torfrau Friederike Abt kullerte der Ball anschließend zum 2:0 über die Linie (50.).

 

Waßmuth gleicht für Hoffenheim aus

 

Der Sport-Club hatte nun alle Trümpfe in der Hand, musste aber nur sechs Minuten nach dem zweiten Treffer den Hoffenheimer Anschluss hinnehmen. Mit ihrer ersten gefährlichen Aktion im gesamten Spiel kamen die Gäste durch Tabea Waßmuth, die einen von Merle Frohms nach vorne abgewehrten Schuss ihrer Teamkollegin Fabienne Dongus im Tor unterbrachte, zum 2:1 (56.). Der Anschlusstreffer machte den Gästen Mut, sie suchten nun häufiger den Abschluss und wären schon durch Lena Lattweins Freistoß beinahe zum Ausgleich gekommen, Frohms parierte jedoch stark (70.). Sechs Minuten später war die Nationalspielerin aber erneut geschlagen. Dabei war der zweite Hoffenheimer Treffer beinahe eine Kopie des ersten. Maximiliane Rall hielt aus der Distanz drauf, Frohms ließ prallen und Waßmuth staubte ab – 2:2 (75.).

 

Sport-Club zeigt Moral und belohnt sich

 

Es war nun ein völlig offenes Spiel, von den taktischen Zwängen der ersten Halbzeit war kaum noch etwas zu sehen. Im Gegenteil, beide Teams suchten den Weg nach vorne und drängten auf den Siegtreffer. Das bessere Ende durfte dabei der Sport-Club feiern. Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte sich Giulia Gwinn auf der rechten Seite stark durch, behielt im Strafraum die Übersicht und legte perfekt für die in der Mitte postierte Sandra Starke auf, die den Ball zum 3:2 ins Netz beförderte (89.). In der Nachspielzeit hielt Merle Frohms den Sieg mit einer sensationellen Parade gegen Maximiliane Rall fest (90.+3)

 

Mit dem dritten Saisonsieg erhöht der Sport-Club sein Punktekonto auf 10. Zum Ende der Englischen Woche ist die Elf von Jens Scheuer am Sonntag, 28. Oktober (14 Uhr) bei Turbine Potsdam zu Gast.

 

Stimmen zum Spiel:

 

Jens Scheuer (Trainer SC Freiburg): „Wir wussten, dass wir gegen Hoffenheim, die sehr diszipliniert und gut organisiert auftreten, nicht viele Chancen bekommen würden. Das hat sich vor allem in der ersten Halbzeit bestätigt. Das 0:0 war zu diesem Zeitpunkt absolut gerecht. Wir kommen dann aus der Pause, erzielen ein wunderbar herausgespieltes Tor und legen verdient das 2:0 nach. Danach laden wir den Gegner durch individuelle Fehler ein, zurückzukommen und auszugleichen. Als Trainer sagt man immer, dass solche Fehler nicht passieren dürfen, sie sind aber normal, wenn man bedenkt, dass bei uns 17-,18- oder 19-jährige Spielerinnen auf dem Feld stehen. In gewissen Phasen treffen diese eben manchmal noch falsche Entscheidungen. In der Summe waren wir aber über 90 Minuten die aktivere Mannschaft und gehen aufgrund dessen sowie dank unseres Einsatzes und des Willens verdient als Sieger vom Platz.“

 

Jürgen Ehrmann (Trainer TSG Hoffenheim): „Heute war absolut nicht unser Tag. Wir standen auf der Hinfahrt schon im Stau. Auf dem Platz hat uns dann die Frische gefehlt. Freiburg hat in der ersten Halbzeit einen Tick frischer gewirkt. Wir wollten besser in die zweite Hälfte kommen und mehr Zweikämpfe gewinnen, das ist uns komplett misslungen und wir lagen schnell 0:2 zurück. Danach haben wir uns berappelt und mit viel Aufwand und Engagement ausgeglichen. Mit ein wenig Glück machen wir sogar noch das 3:2. Mit dem Punkt wäre ich aber durchaus zufrieden gewesen. So lassen wir wie letztes Jahr in der Schlussphase einen Punkt liegen. Das ärgert uns. Es gibt aber nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, am Sonntag geht es schon weiter.“

 

Sandra Starke: „Es fühlt sich immer gut an, den Siegtreffer zu erzielen. Wir müssen trotzdem analysieren, wieso wir das Spiel bei einer 2:0-Führung noch so aus der Hand geben. Entscheidend ist aber, dass wir die drei Punkte geholt haben, das Ende des Spiels spricht für den Charakter der Mannschaft.“

 

Tabea Waßmuth: „Es ist sehr ärgerlich, dass wir hier wie schon letzte Saison kurz vor Schluss den Punkt aus der Hand geben. Positiv ist, wie wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind, darauf können wir aufbauen. Am Sonntag wollen wir es direkt besser machen. Meine zwei Tore freuen mich natürlich, sie rücken aber in den Hintergrund, wenn man sich nicht mit einem Sieg belohnen kann.“

 

Felix Scharte

 

24.10.-24.10.2018

6. Spieltag

alle Spieltage anzeigen
BegegnungTagUhrzeitErgebnis
SC Freiburg – 1899 HoffenheimMi, 24.10.201815:0015:003:2
FC Bayern München – 1. FFC FrankfurtMi, 24.10.201818:1518:153:1
Borussia Mönchengladbach – VfL WolfsburgMi, 24.10.201819:0019:000:7
SGS Essen – SC SandMi, 24.10.201819:0019:001:0
SV Werder Bremen – 1.FFC Turbine PotsdamMi, 24.10.201819:0019:000:4
Bayer 04 Leverkusen – MSV DuisburgMi, 24.10.201819:3019:304:1
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. VfL Wolfsburg 6 27 6 0 0 27:0 18
2. FC Bayern München 6 10 4 1 1 20:10 13
3. SGS Essen 6 2 4 1 1 11:9 13
4. 1.FFC Turbine Potsdam 6 6 3 1 2 12:6 10
5. SC Freiburg 6 3 3 1 2 10:7 10
6. 1899 Hoffenheim 6 5 3 0 3 13:8 9
7. MSV Duisburg 6 -4 3 0 3 9:13 9
8. SC Sand 6 4 2 1 3 8:4 7
9. Bayer 04 Leverkusen 6 -11 2 1 3 10:21 7
10. 1. FFC Frankfurt 6 -9 1 1 4 5:14 4
11. SV Werder Bremen 6 -12 1 0 5 3:15 3
12. Borussia Mönchengladbach 6 -21 0 1 5 5:26 1