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Sport-Club schlägt Schalke mit 1:0

Mit Leidenschaft nächsten Erfolg erkämpft

Der SC Freiburg hat am Dienstagabend auch das zweite Spiel in der Englischen Woche gewonnen. Im ausverkauften Schwarzwald-Stadion entschied der Sport-Club am fünften Bundesliga-Spieltag eine intensive Partie gegen den FC Schalke 04 mit 1:0 (0:0) für sich. Das entscheidende Tor erzielte Florian Niederlechner (52.) mit seinem ersten Saisontreffer.

 

Flutlicht an zum Abendspiel hieß es drei Tage nach dem ersten Saisonsieg beim VfL Wolfsburg im Schwarzwald-Stadion. Dort empfing der Sport-Club zur zweiten Partie der Englischen Woche den überraschend noch punktlosen Vizemeister FC Schalke 04 - und konnte am Ende einer intensiven Begegnung auch den ersten Heimdreier in der laufenden Spielzeit feiern.

 

Gegen den Vizemeister ohne verletzten Kapitän Frantz

 

„Es war ein extrem schwieriges Spiel. Schalke hat es in der ersten Halbzeit fußballerisch sehr gut gemacht", sagte Christian Streich nach dem zweiten Sieg in Folge. „Wir mussten viel laufen und haben dann in der zweiten Halbzeit nach einer gewissen Zeit umgestellt", so der SC-Trainer. „Die Mannschaft hat ihre Führung leidenschaftlich verteidigt, aber es ist so, dass wir diesmal auch das nötige Glück auf unserer Seite hatten."

 

In der Freiburger Startelf fehlte mit Mike Frantz der Kapitän und Schütze des dritten SC-Tores in Wolfsburg. Der Mittelfeldspieler hatte in Niedersachen nach seinem Treffer einen Schlag auf die Wade abbekommen. An seiner Stelle kehrte Florian Niederlechner in die Anfangsformation und im Angriff an die Seite von Nils Petersen zurück. Es war der einzige Wechsel gegenüber der vorausgegangenen Partie. Was auch bedeutete, dass Roland Sallai, der in der Volkswagen-Arena nach seinem ersten Tor für den Sport-Club kurz vor der Pause angeschlagen ausgeschieden war, sein Heimdebüt geben konnte.

 

Gäste mit starker erster Hälfte und zwei Pfostentreffern

 

Ebenfalls weiterhin ohne Janik Haber und den nach einem Infekt aber wieder auf der Bank sitzenden Jerôme Gondorf hatte der Sport-Club zunächst Mühe, in die von Beginn an umkämpfte und vor der Pause von der Taktik geprägte Partie hineinzufinden. Die gut organisiert auftretenden Gäste wirkten präsent und verteidigten im vorgeschobenen Verbund kompakt. Erstmals gefährlich wurden die im grauen Auswärtsdress spielenden Königsblauen nach fünf Minuten. Einen Schuss von Suat Serdar wehrte Alexander Schwolow ab, noch einmal stark reagierte er beim Nachschuss von Breel Embolo, bevor Cedric Teuchert den Ball ins Tor beförderte und die Gäste zum Torjubel über die vermeintliche Führung abdrehten. Teuchert hatte allerdings bei Embolos Schuss im Abseits gestanden, worüber Video-Assistentin Bibiana Steinhaus Schiedsrichter Frank Willenborg informierte, der dem Treffer daraufhin zurecht die Anerkennung verweigerte.

 

Wenig später erarbeitete sich auch der SC erste Möglichkeiten. Florian Niederlechner verfehlte aus der Distanz, deutlich knapper strich ein Direktschuss von Marco Terrazzino (11.) über die Querlatte. Nachdem auch Nils Petersen bei seinem ersten Abschluss noch die nötige Präzision fehlte, musste der Sport-Club früh verletzungsbedingt wechseln. Lukas Kübler hatte einen Schlag ins Gesicht abbekommen, für ihn übernahm Pascal Stenzel (18.) die rechte Abwehrseite.

 

Niederlechner gelingt nach der Pause die Führung

 

Die Gäste erarbeiteten sich weiterhin mehr Spielanteile, lauerten bei Freiburger Ballbesitz auf Fehler, kamen aber nur selten in die gefährliche Zone vor dem Tor von Schwolow. Zweimal stand dem SC-Keeper und dem Sport-Club Ende des ersten Durchgangs auch das Glück zur Seite. Nach einem Vorstoß über den linken Flügel traf Außenverteidiger Hamza Mendyl (41.) mit einem Flachschuss den rechten Innenpfosten. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit landete ein von Daniel Caligiuri in den Strafraum gezogener Freistoß ebenfalls am Pfosten.

 

Zu Beginn des zweiten Durchgangs wirkte der SC entschlossener und agierte mit mehr Zug nach vorne. Ein Schuss von Terrazzino wurde nach einem schönen Dribbling noch zur Ecke geblockt. Wenige Minuten später bewies der Sport-Club dann wie im letzten Spiel die größere Effizienz als der Gegner. Einen Schuss von Christian Günter wehrte Torwart Ralf Fährmann zwar ab, doch Florian Niederlechner (52.) stand genau an der richtigen Stelle und schoss aus kurzer Distanz zur Führung ein. Für den Stürmer war es nicht nur das erste Tor in dieser Saison, sondern auch der erste Treffer nach seiner langen Verletzungspause in der vergangenen Spielzeit.

 

Vorsprung mit großer Entschlossenheit verteidigt

 

Schalke 04 versuchte in der Folge die drohende fünfte Niederlage in Serie noch abzuwenden. Die Gäste, bei denen mit Mark Uth und Guido Burgstaller frische Stürmer ins Spiel kamen, drängten mit ungebrochener Moral auf den Ausgleich. Zwingend gerieten die Offensivaktionen jedoch nur selten, auch weil der SC den Vorsprung mit einer starken Defensivleistung und großer Leidenschaft verteidigte. Gleichzeitig startete der Sport-Club seinerseits Vorstöße in die sich bietenden Räume und erspielte sich Möglichkeiten, um die Führung auszubauen.

 

Einen Kopfball von Terrazzino (58.) nach Flanke von Sallai wehrte Fährmann ab. Später zielte Günter (74.) nach einem Konter zu hoch, und auch Dominique Heintz (79.) scheiterte nach einem Freistoß des eingewechselten Gondorf am stark reagierenden Schalker Keeper. Gut zehn Minuten zuvor hatte der SC mit der Hereinnahme von Philipp Lienhart für Niederlechner in der Defensive auf eine Dreier- beziehungsweise Fünferkette umgestellt. „Freiburg hat es dann clever und gut gemacht", sagte Gästecoach Domenico Tedesco nach dem Schlusspfiff. „Sie haben entschlossen und mit viel Leidenschaft verteidigt."

 

Nach zwei Siegen in Folge wartet der FC Augsburg

 

Dabei überzeugte die SC-Abwehr bei etlichen hohen Bällen und Flanken in den Strafraum erneut auch mit Kopfballstärke. Ein Versuch von Uth und eine Direktabnahme durch Burgstaller blieben für die Gäste in den Schlussminuten die einzigen Gelegenheiten. „Schalke war fußballerisch bärenstark und hat sehr gut gespielt", so Christian Streich und bestätigte die Einschätzung seines Trainerkollegen: „Es hat einiges an Leidenschaft bedurft, um dieses Spiel am Ende für uns zu entscheiden."

 

Damit stockte der Sport-Club sein Punktekonto nach fünf Partien auf jetzt sieben Zähler auf, blieb erstmals in dieser Saison ohne Gegentor und erzielte bislang die maximale Ausbeute in der Englischen Woche. Fünf Tage Zeit bleiben nach dem Erfolg gegen Königsblau, bis sie am Sonntag (30. September, 18 Uhr) beim FC Augsburg, der zeitgleich einen Punkt beim Tabellenführer Bayern München entführte, mit einem weiteren Abendspiel abgeschlossen wird.

 

Dirk Rohde