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Derby am Sonntag gegen VfB Stuttgart

 

Gut verteidigen und effektiv abschließen

Nach der Länderspielpause folgt für den SC Freiburg in der Bundesliga das Baden-Württemberg-Derby: Zum Abschluss des dritten Spieltags erwartet der Sport-Club am Sonntag (18 Uhr, live bei Sky und im Live-Ticker auf scfreiburg.com) im Schwarzwald-Stadion den VfB Stuttgart.

 

Im dritten Punktspiel der Saison werden die Profis des Sport-Club auf dem Platz auch wieder die Anweisungen von Christian Streich hören. Nach einer zweiwöchigen Pause wegen eines Bandscheibenvorfalls leitete der SC-Coach, der bei den ersten beiden Saisonspielen von Co-Trainer Lars Voßler an der Seitenlinie und bei den Presseterminen wurde, seit Montag wieder das Training. Gegen den VfB Stuttgart kehrt er nun auch wieder auf die Bank zurück.

 

Streich kehrt auf die Trainerbank zurück

 

Es gehe ihm inzwischen „wesentlich besser", berichtete der Freiburger Trainer auf der Pressekonferenz zum nächsten Spiel am Freitag. Nach der DFB-Pokalpartie in Cottbus seien bereits vorhandene Rückenbeschwerden so akut geworden, „dass es aufgrund sehr starker Schmerzen einfach nicht mehr ging" und er sich in Behandlung begeben musste. Trotzdem habe er auch in der Zeit seiner Abwesenheit von der Mannschaft immer in Verbindung mit dem restlichen Trainerteam gestanden und sich jede Trainingseinheit hinterher per Videoaufzeichnung angesehen.

 

„Ich war dadurch im Bild wie die Jungs trainiert haben", sagte Christian Streich. „Wir haben immer miteinander kommuniziert, alles abgesprochen, was nötig war, und nach Rücksprache mit meinen Mittrainern haben wir, wie sonst auch, die Aufstellungen für die beiden Spiele gegen Frankfurt und in Hoffenheim besprochen." Beim Wiedersehen auf dem Trainingsplatz fehlten Anfang der Woche zunächst noch sechs Profis. Nils Petersen, der am letzten Sonntag gegen Peru zu seinem zweiten Einsatz für die deutsche A-Nationalmannschaft kam, Roland Sallai (Ungarn), Pascal Stenzel, Luca Waldschmidt beide U21), Philipp Lienhart (U21 Österreich) und Constantin Frommann (U20) waren auf Länderspielreisen unterwegs.

 

Lehren aus den beiden Auftaktspielen ziehen

 

Den Start des Sport-Club in die Bundesligasaison hatte Christian Streich auch von außerhalb des Stadions als „zu großen Teilen sehr ansehnlich" empfunden. Die Leistungen in beiden Spielen seien trotz der Niederlagen ansprechend gewesen. „Die Punktausbeute ist im Verhältnis dazu wie wir gespielt haben allerdings extremst ärgerlich", betonte er. Was auch für die Tatsache gelte, dass sich die Mannschaft zwar viele Chancen herausgespielt habe, bislang aber nur ein Tor erzielen konnte.

 

Die Punkte habe man jedoch in erster Linie aufgrund der Art und Weise verloren, in der die Mannschaft jeweils die Gegentore kassierte. „Das war für den Gegner viel zu einfach und ist besonders bitter, wenn du wie in Hoffenheim mit 1:0 führst", sagte Streich. Gleichzeitig bekräftigte er, worauf es in der bevorstehenden Begegnung besonders ankommen wird: „Wir müssen besser verteidigen und es in mancher Situation gegen den Ball besser machen, weil das von uns zuletzt nicht gut genug war. Und wenn wir wieder zu Chancen kommen, müssen wir die eine oder andere davon natürlich nutzen."

 

Auch Gäste starten mit zwei Niederlagen

 

Ebenfalls ohne Punkte blieb vor der Länderspielpause der VfB Stuttgart. Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut, die nach einem Jahr in der Zweiten Bundesliga und dem direkten Wiederaufstieg die vergangene Saison auf dem siebten Tabellenplatz beendete, unterlag beim FSV Mainz (0:1) und gegen Bayern München (0:3). Das Spiel gegen den Deutschen Meister, so Christian Streich, könne man nicht als Maßstab nehmen, da der FC Bayern bei den Schwaben „perfekt gespielt" habe. „In Mainz haben sie kein Tor geschossen und einen Fehler gemacht, der bestraft wurde." Am Sonntag erwartet er die Gäste deshalb zunächst abwartend: „Stuttgart wird auf eine gute Ordnung bedacht sein und auf Fehler von uns warten."

 

Klar sei aber auch, dass der Gegner über viel Qualität im Kader verfüge, was neben anderen Spielern besonders für Mario Gomez gelte. Der Stürmer, der nach der diesjährigen WM in Russland seine Karriere als Nationalspieler beendet hat, erzielte bei der Freiburger 1:2-Niederlage im Schwarzwald-Stadion beim letzten Vergleich im März beide Stuttgarter Treffer. „Wir werden alles dafür tun, dass er diesmal nicht trifft und wir am Sonntag ohne Gegentor bleiben", formulierte Streich als Zielsetzung.

 

Haberer und Ravet zurück, Kleindienst verletzt

 

Personell stehen dem SC vor dem baden-württembergischen Vergleich wieder mehr Spieler zur Verfügung als vor der Länderspielpause. Neben Robin Koch, der nach seiner Verletzungspause schon in Hoffenheim zu einem Kurzeinsatz gekommen war, standen beim 0:0 im Testspiel letzte Woche gegen den SV Sandhausen, das aufgrund eines Unwetters nur eine Stunde gedauert hatte, auch Yoric Ravet (nach Muskelfaserriss) und Janik Haberer (Innenbandanriss) erstmals wieder auf dem Platz. Alle drei sind somit auch gegen den VfB Stuttgart wieder Optionen.

 

Verletzt hat sich am Mittwoch dagegen der nach Rückenbeschwerden gerade ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Tim Kleindienst. Der Stürmer erlitt einen Innenbandanriss im Sprunggelenk und wird drei bis vier Wochen fehlen. Noch nicht im Teamtraining dabei waren zuletzt außerdem Caleb Stanko (Knieprobleme), Amir Abrashi und Brandon Borello (beide im Aufbautraining).

 

Sallai überzeugt und trifft im Länderspiel

 

Was die mögliche Aufstellung gegen Stuttgart angehe, gebe noch keine definitiven Entscheidungen, aber „einige Optionen", erklärte Christian Streich. Dazu zähle auch der Ende August verpflichtete Roland Sallai. Der ungarische Nationalspieler erzielte am Dienstag im Spiel der neuen Nations League gegen Griechenland beim 2:1-Sieg seinen ersten Länderspieltreffer. „Ich habe ihn bereits getroffen, bevor er zur Nationalmannschaft gereist ist", so der Trainer. "Er hat ordentlich gespielt und ein Tor gemacht. Er ist voll im Rennen."

 

Ein gutes Spiel zeigen und Tore erzielen will am Sonntagabend auch der Sport-Club. „Es ist ein Derby, was immer wieder schön ist", sagt Christian Streich vor seiner Rückkehr auf die Trainerbank. „Es wird sicher ein sehr umkämpftes Spiel werden, aber ich hoffe, dass wir genügend spielerische Elemente reinbringen."

 

Dirk Rohde