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Sport-Club verliert mit 1:3 in Sinsheim

Führungstor reicht nicht zum Punktgewinn

Der SC Freiburg hat sein Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim mit 1:3 (1:0) verloren. Im Sinsheimer Stadion ging der Sport-Club am zweiten Spieltag durch Dominique Heintz (36.) in Führung, ehe Adam Szalai (50., 63.) die Partie zugunsten des Champions-League-Teilnehmers drehte. Mit dem Schlusspfiff traf Andrej Kramarić zum Endstand (90.+4). Ein frühes Hoffenheimer Tor von Leonardo Bittencourt (6.) war nach Heranziehen des Videobeweises aberkannt worden.

 

"Es war ein intensives Spiel von beiden Mannschaften", sagte Freiburgs Co-Trainer Lars Voßler im Anschluss. "Wir wollten Hoffenheim früh und aggressiv anlaufen, das ist uns phasenweise gut gelungen. Wenn man dann aber so einfache Gegentore bekommt, ist es schwierig, hier zu punkten." Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann ergänzte: "Insgesamt haben wir nicht unverdient gewonnen."

 

Höler für Waldschmidt in der Anfangself

 

Wie der Sport-Club bereits im Rahmen der Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag mitgeteilt hatte, befindet sich Christian Streich nach seinem leichten Bandscheibenvorfall auf dem Weg der Besserung. Weil der SC-Trainer jedoch auch tags darauf noch nicht wieder schmerzfrei und in seinem Bewegungsumfang weiterhin eingeschränkt war, trat er die Reise der Mannschaft ins 200 Kilometer entfernte Sinsheim am Freitagnachmittag nicht mit an.

 

Als sein Stellvertreter tauchte auf dem Spielberichtsbogen wie schon zum Bundesligaauftakt gegen Eintracht Frankfurt auch an diesem Samstag Lars Voßler auf. Nach engem und täglich mehrmaligem Austausch mit Christian Streich schickten der Co-Trainer und seine Kollegen Florian Bruns, Patrick Baier, Andreas Kronenberg und Daniel Wolf ihre Schützlinge im Vergleich zur Vorwoche personell fast unverändert auf den Rasen.

 

Lediglich Stürmer Lucas Höler rückte für Offensivmann Luca Waldschmidt, der zunächst auf der Bank Platz nahm, in die erste Elf. Neuzugang Roland Sallai vom griechischen Europa-League-Klub APOEL Nikosia, der am Freitag in Freiburg unterschrieben hatte, war noch nicht im Kader. Die Hoffenheimer wechselten nach dem 1:3 in München auf einer Position: Für den ehemaligen Freiburger Vincenzo Grifo begann Steven Zuber. 

 

Gegentor, Videobeweis, kein Gegentor

 

Die gänzlich in Rot auflaufenden Gäste erwischten einen denkbar schlechten Beginn: Nach einem erfolglosen Klärungsversuch der Freiburger Defensive köpfte Hoffenheims Leonardo Bittencourt den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus er hinter die Torlinie sprang (6. Minute).

 

Glück im Unglück für den Sport-Club: Wegen einer möglichen Abseitsstellung zog Schiedsrichter Robert Hartmann zunächst seine Video-Kollegen in Köln zurate und dann den Treffer zurück. Zeit zum Durchatmen oder zum eigenen Spielaufbau bekamen die Südbadener dennoch kaum. Priorität hatte die Verteidigung. Kurz darauf war es einzig dem Reflex und dem Fuß von SC-Schlussmann Alexander Schwolow zu verdanken, dass Bittencourt in bester Abschlussposition nicht im zweiten Anlauf erfolgreich war (9.).   

 

Erst mit Verzögerung fand auch Freiburg in die temporeiche Partie und zu eigenen Chancen: Bei einem Weitschuss von Rechtsverteidiger Pascal Stenzel (13.) und bei zwei Abschlüssen aus rund 16 Metern von Angreifer Florian Niederlechner (14.) fehlte zur Führung jeweils nicht viel. Doch bis sich der Sport-Club belohnte, dauerte es noch weitere 20 zumeist kurzweilige und von sehenswerten Aktionen, jedoch auch verletzungsbedingten Unterbrechungen geprägte Minuten.

 

Vorlage von Gondorf, Treffer von Heintz

 

Dann aber brachte Mittelfeldmann Jerôme Gondorf einen Ball per Freistoß von halbrechts aus etwa 22 Metern in den Strafraum. Dort gelangte er über Umwege zu Abwehrmann Dominique Heintz, der auf Höhe der Torraumbegrenzung am Hoffenheimer Keeper Oliver Baumann vorbei zum 1:0 einschob (36.). Damit nicht genug. 

 

All die Zuschauer, die sich in dieser Phase der Partie noch nicht auf den Weg zur Halbzeit-Wurst machten, wurden mit feinstem Fußball belohnt. Eine "offene und für Zuschauer attraktive Begegnung zweier Mannschaften, die Fußball spielen wollen", hatte Stenzel im Vorfeld angekündigt. Und er sollte recht behalten.

 

Unter dem Raunen von einigen der etwa 2.800 Freiburger Anhänger lief Niederlechner alleine auf Baumann zu, scheiterte im Eins-gegen-Eins jedoch am ehemaligen SC-Keeper (45.+1). Auf der Gegenseite konnte sich wenig später erneut Schwolow auszeichnen, der Adam Szalais Kopfball gerade noch entschärfte (45.+5) – und seinem Team damit den knappen Vorsprung in den zweiten Durchgang rettete.

 

Ausgleich und Rückstand binnen 13 Minuten

 

Dieser gehörte den Nordbadenern. Die waren mit Wiederanpfiff bereits zum dritten Wechsel gezwungen, ließen sich davon aber nicht sichtbar beirren. Im Gegenteil. Als sich Höler und Schwolow in "Nimm-Du-ihn-ich-hab-ihn-sicher"-Manier gegenseitig behinderten und dabei den Ball unabsichtlich Szalai vor die Füße legten, war dieser hellwach.

 

Der TSG-Angreifer nahm die Einladung dankend an, traf zum Ausgleich (50.) und bald darauf sogar zur Führung für den Champions-League-Teilnehmer (63.).

 

Zwar kämpfte der SC auch danach aufopferungsvoll und blieb gefährlich – die besten Möglichkeiten im letzten Viertel hatten Niederlechner, dessen Schuss den rechten Pfosten nur knapp verfehlte (70.) und Nils Petersen, der einen Ball von Kapitän Mike Frantz an den Querbalken köpfte (73.) –, Tore fielen auf SC-Seite aber keine mehr. Dafür auf der Gegenseite. Mit der letzten Aktion des Spiels traf Adam Kramarić zum Endstand ins leere Gehäuse (90.+4). 

 

Der Sport-Club steht somit auch am zweiten Spieltag ohne Punkte da. Ehe es am dritten Spieltag im heimischen Schwarzwald-Stadion gegen den VfB Stuttgart (16. September, 18 Uhr) und um den ersten Sieg in dieser jungen Bundesliga-Saison geht, pausiert die Liga aufgrund von Länderspielen eine Woche.

 

Sina Ojo

 

Interviews nach dem 2. Spieltag 2018/19

Lars Voßler

SC Freiburg

„Das erste Gegentor fühlt sich ganz ganz schlimm an. Vor allem, weil du grade aus der Halbzeit kommst mit einer 1:0-Führung und du dir vornimmst, aggressiv anzulaufen, Hoffenheim unter Druck zu setzen und vielleicht die nächste Chance zum 2:0 zu nutzen: und dann ist dieser Plan relativ schnell kaputt gewesen“, sagte Co-Trainer Lars Voßler nach der 1:3-Auswärtsniederlage gegen die TSG Hoffenheim im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Julian Nagelsmann

Trainer TSG 1899 Hoffenheim

"Wir sind super ins Spiel gekommen und haben in den ersten Minuten unheimlich viele Chancen gehabt. Mit der ersten Verletzung war ein kleiner Bruch im Spiel. Wir haben uns in der Pause entschlossen, sehr mutig umzustellen, und haben dann eine unheimlich gute Spielkontrolle gehabt. Wir haben uns das zweite Tor erarbeitet. Am Ende haben wir sicherlich nicht unverdient gewonnen."

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Pascal Stenzel

SC Freiburg

„Wenn man mit einem 1:0 in die Halbzeit geht und sich dann vornimmt, es so weiter zu machen, ist das bitter. Und dann kriegt man ein so unglückliches Tor und ist einmal nicht wach hinten“, sagte Pascal Stenzel nach der 1:3-Auswärtsniederlage gegen die TSG Hoffenheim im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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Christian Günter

SC Freiburg

„Wir kriegen zwei unglaublich bittere Tore. Wenn man solche Tore bekommt, ist es schwierig, in Hoffenheim zu bestehen. Wir hätten aber trotzdem noch den Ausgleich machen können“, sagte Christian Günter nach der 1:3-Auswärtsniederlage gegen die TSG Hoffenheim im Interview mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

 

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31.08.-02.09.2018

2. Spieltag

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BegegnungTagUhrzeitErgebnis
Hannover 96 – Borussia DortmundFr, 31.08.201820:3020:300:0 (0:0)
TSG Hoffenheim – SC FreiburgSa, 01.09.201815:3015:303:1 (0:1)
Bayer Leverkusen – VfL WolfsburgSa, 01.09.201815:3015:301:3 (1:1)
Eintracht Frankfurt – SV WerderSa, 01.09.201815:3015:301:2 (0:1)
FC Augsburg – Borussia MönchengladbachSa, 01.09.201815:3015:301:1 (1:0)
1. FC Nürnberg – Mainz 05Sa, 01.09.201815:3015:301:1 (0:1)
VfB Stuttgart – FC BayernSa, 01.09.201818:3018:300:3 (0:1)
RB Leipzig – Fortuna DüsseldorfSo, 02.09.201815:3015:301:1 (0:0)
FC Schalke 04 – Hertha BSCSo, 02.09.201818:0018:000:2 (0:1)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. FC Bayern 2 5 2 0 0 6:1 6
2. VfL Wolfsburg 2 3 2 0 0 5:2 6
3. Hertha BSC 2 3 2 0 0 3:0 6
4. Borussia Dortmund 2 3 1 1 0 4:1 4
5. Borussia Mönchengladbach 2 2 1 1 0 3:1 4
6. SV Werder 2 1 1 1 0 3:2 4
7. FC Augsburg 2 1 1 1 0 3:2 4
8. Mainz 05 2 1 1 1 0 2:1 4
9. Eintracht Frankfurt 2 1 1 0 1 3:2 3
10. TSG Hoffenheim 2 0 1 0 1 4:4 3
11. Hannover 96 2 0 0 2 0 1:1 2
12. Fortuna Düsseldorf 2 -1 0 1 1 2:3 1
13. 1. FC Nürnberg 2 -1 0 1 1 1:2 1
14. RB Leipzig 2 -3 0 1 1 2:5 1
15. FC Schalke 04 2 -3 0 0 2 1:4 0
16. Bayer Leverkusen 2 -4 0 0 2 1:5 0
17. SC Freiburg 2 -4 0 0 2 1:5 0
18. VfB Stuttgart 2 -4 0 0 2 0:4 0