Jetzt den Newsletter abonnieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Sport-Club unterliegt 0:2 gegen Frankfurt

Kein Abschlussglück im Auftaktspiel

Der Sport-Club hat zum Bundesligastart mit 0:2 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt verloren. Im ausverkauften Schwarzwald-Stadion gingen die Gäste durch Nicolai Müller in Führung (10.), obwohl sich der SC deutlich mehr Chancen herausspielte. Für die Entscheidung sorgte Sébastien Haller (82.), dessen Tor nach einer umstrittenen Aktion fiel.

 

Ein ungewohntes Bild bot sich zum Saisonstart auf der Bank des Sport-Club. Im Trainerbereich fehlte SC-Coach Christian Streich. Wegen eines Bandscheibenvorfalls konnte der Freiburger Trainer, der bereits auf der Pressekonferenz vor der Partie von Co-Trainer Lars Voßler vertreten worden war, auch am ersten Spieltag nicht an der Seitenlinie sitzen. Voßler sowie Co-Trainer Florian Bruns waren stattdessen während der Begegnung am Spielfeldrand für das Team verantwortlich.

 

Drei SC-Debütanten und zwei Co-Trainer an der Linie

 

Nach der Begegnung übernahm Lars Voßler für Christian Streich dann auch wieder den Part auf dem Podium im Pressekonferenzraum. „Das Ergebnis ist schade, denn wir haben es phasenweise gut gemacht mit dem Ball und hatten auch einige Möglichkeiten", analysierte er nach der Niederlage am ersten Spieltag. „Verloren haben wir das Spiel gegen den Ball, da haben wir ein, zwei Fehler zu viel gemacht, was am Ende entscheidend war."

 

Bei im Vergleich zum Wochenbeginn deutlich abgekühlten Temperaturen startete der SC gegen Frankfurt mit der gleichen Anfangself wie beim Pokalsieg in Cottbus am letzten Montag. Jerôme Gondorf spielte anstelle des verletzten Janik Haberer erneut an der Seite von Nicolas Höfler im defensiven Mittelfeld. Neben dem ehemaligen Bremer erlebten auch Dominique Heintz und Luca Waldschmidt ihre Erstligapremiere im SC-Trikot. „25 Jahre und immer noch nicht weg vom Fenster", lautete dabei das Motto der großen Saisoneröffnungschoreografie auf der Nordtribüne - mit Bezug auf den Ersten Aufstieg in die Erste Bundesliga 1993.

 

Beim amtierenden Pokalsieger aus Hessen, der in der ersten Runde beim SSV Ulm ausgeschieden war, wechselte der neue Trainer Adi Hütter gegenüber dem ersten Pflichtspiel auf vier Positionen: Neben dem verletzten David Abraham fehlten Jonathan de Guzman, Luka Jovic (beide Bank) und Makoto Hasebe (Infekt). Neu in der Startelf waren Evan Ndicka, Taleb Tawatha, der frühere Freiburger Gelson Fernandes und Nicolai Müller.

 

Rückstand nach erstem Torschuss der Gäste

 

Der Sport-Club begann energisch, mit viel Tempo und vorwärtsorientiert. Es war ein beherzter Beginn, dem in den Anfangsminuten auch gleich mehrere gute Möglichkeiten entsprangen. Nach einem langen Pass kam Eintracht-Torwart Frederik Rönnov noch vor Florian Niederlechner an den Ball. Kurz darauf klärte der Keeper erneut gegen Niederlechner (5.) zur Ecke. Auch einen Distanzschuss von Pascal Stenzel wehrte der Däne ab, bevor noch einmal Nils Petersen (7.) mit einem Schrägschuss am Frankfurter Schlussmann scheiterte.

 

Auf der Gegenseite schlugen die Gäste bei ihrem ersten Angriff des Spiels eiskalt zu. Einen Ball durch die Mitte legte Sébastien Haller mit der Hacke in den Lauf von Müller (10.) und der Neuzugang traf flach und mit dem ersten Frankfurter Torschuss zur Führung. Anschließend brauchte der SC nach dem unvermittelten Rückstand eine Weile, um sich wieder zu sortieren und erneut anzugreifen. Die Frankfurter, die in einer 4-4-2-Grundformation agierten, waren vor allem auf defensive Kompaktheit bedacht und lauerten zugleich auf Freiburger Ballverluste.

 

Mitte der ersten Hälfte und nachdem Manuel Gulde nach einem Freistoß von Gondorf knapp am Pfosten vorbeigeköpft hatte, lautete die Zwischenbilanz 7:1 Torschüsse für den Sport-Club. Ein Treffer wollte den Gastgebern aber auch in der verbleibenden Zeit vor der Pause nicht mehr gelingen. Noch einmal Gondorf (36.) und kurz vor der Halbzeit Stenzel versuchten es aus der Distanz vergeblich. Ansonsten hatte der SC auch Mühe, sich in die letzte Zone vor dem Frankfurter Tor durchzuspielen. Die Eintracht kam nur noch zu einer weiteren Möglichkeit, aber Mijat Gacinovic (38.) schob den Ball aus gefährlicher Position am langen Pfosten vorbei.

 

Vergebliche Bemühungen um den Ausgleich

 

Nur kurz nach dem Wiederbeginn bot sich Niederlechner (47.) nach einem Rückpass von Günter eine gute Ausgleichschance. Sein Direktschuss ging jedoch über das Tor. Auch der folgende SC-Angriff versprach Verheißungsvolles. Gondorf bediente den mitgelaufenen und frei stehenden Niederlechner, der den Ball diesmal auch ins Tor schoss. Leider stand er beim Zuspiel knapp im Abseits, weshalb Schiedsrichter Manuel Gräfe zurecht auf Freistoß für die Gäste entschied. Einige Minuten später war es Waldschmidt (55.), der in aussichtsreicher Position verzog.

 

Der Sport-Club kontrollierte das Spiel auch in der zweiten Hälfte weitgehend, tat sich allerdings gegen robuste Frankfurter nach wie vor schwer, klare Abschlusssituationen in Tornähe zu erarbeiten. Nach einer Flanke von Günter war es Petersen (67.), der mit einer Direktabnahme von der Strafraumgrenze aus das rechte Toreck und den Ausgleich erneut knapp verfehlte. Die Partie blieb intensiv und zweikampfbetont, der SC versuchte es nach vorne auch wiederholt mit langen Bällen, die aber oft zu unpräzise gerieten.

 

Mit Marco Terrazzino für Waldschmidt und wenig später Lucas Höler für Niederlechner versuchten die Trainer personell noch einmal neue Impulse zu setzen. Letztlich blieb es jedoch dabei, dass die konsequent fortgesetzten Angriffsbemühungen des SC zu selten in klaren Ausgleichsmöglichkeiten mündeten. Stattdessen entschieden in der Schlussphase die Gäste mit ihrem zweiten Treffer das Spiel endgültig zu ihren Gunsten, verhielten sich dabei zuvor jedoch nicht im Sinne des Fair Play.

 

Haller trifft nach umstrittenem Verhalten

 

Nachdem ein Frankfurter Spieler im eigenen Strafraum auf dem Boden lag, schlug Rönnow den Ball Richtung Seitenaus, allerdings nicht weit genug, sodass Stenzel ihn letztlich über die Linie beförderte, um eine Behandlungspause zu ermöglichen. Jetro Willems brachte den anschließenden Einwurf auf Höhe der Mittellinie aber nicht zurück in die Reihen der Freiburger, sondern zum eigenen Mann. De Guzman nutzte dies zu einer schnellen Kombination mit Haller und der Franzose traf aus zentraler Position zum zweiten Mal für Frankfurt (82.). „Wenn er zunächst zurück wirft, wäre das sicher okay gewesen", kommentierte Lars Voßler die Szene nach dem Abpfiff. „So entsteht daraus das 2:0, was sicher spielentscheidend war. Aber wir können die Situation trotzdem anders verteidigen."

 

Auch wenn sich an die reguläre Spielzeit am Ende noch insgesamt acht Minuten Nachspielzeit anschlossen, in denen Mike Frantz noch zwei gute Gelegenheiten auf den Anschlusstreffer besaß, klappte es im mittlerweile niedergehenden Regen nicht mehr mit einem Torerfolg für den SC. Und auch nicht mit einem Strafstoß: Als in der Schlussminute der eingewechselte Filip Kostic einen Schuss von Frantz im Strafraum abgeblockt hatte, überprüfte Gräfe die Szene zunächst in der Review-Area und entschied auf Spielfortsetzung.

 

„Wir hatten im Abschluss auch ein bisschen Pech. Ich hoffe, dass sich das schon nächste Woche ändert", so das letzte Fazit von Lars Voßler. Zur ersten Auswärtspartie der neuen Saison tritt der SC Freiburg am kommenden Samstag (1. September, 15.30 Uhr) bei der TSG Hoffenheim an. Spannend wird es aber bereits wieder am morgigen Sonntag. Dann wird in der ARD-Sportschau (ab 18 Uhr) die zweite Runde im DFB-Pokal ausgelost.

 

Dirk Rohde

 

 

2018/19 Interviews nach dem 1. Spieltag

Lars Voßler

SC Freiburg

"Schade, dass wir heute nichts geholt haben. Wir haben das ganz ordentlich gemacht. Wir hatten Torchancen, haben die Torchancen nicht genutzt, dann steht vorne die Null - und hinten haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht", kommentierte Co-Trainer Lars Voßler die 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt, bei der er den erkrankten Christian Streich auf der Bank ersetzte, im Gespräch mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm..

Mehr anzeigen

Adi Hütter

Trainer Eintracht Frankfurt

"Wir haben ein leidenschaftliches Bundesligaspiel gesehen, über dessen Ausgang ich mich natürlich freue. Das war ein Arbeitssieg heute, der uns nach der Kritik, die wir einstecken mussten, gut tut."

Mehr anzeigen

Christian Günter

SC Freiburg

"Wir waren heute das dominierende Team, hatten viele Chancen, haben diese aber nicht genutzt. Das ist natürlich bitter", sagte Christian Günter nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt im Gespräch mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

Mehr anzeigen

Nicolas Höfler

SC Freiburg

"Wir sind natürlich enttäuscht. Wir haben gut angefangen, hatten guten Ballbesitz und haben mit zwei Chancen gegen uns, zwei Gegentreffer gefangen", sagte Nicolas Höfler nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt im Gespräch mit Frank Rischmüller von unserem Medienpartner baden.fm.

Mehr anzeigen

24.08.-26.08.2018

1. Spieltag

alle Spieltage anzeigen
BegegnungTagUhrzeitErgebnis
FC Bayern – TSG HoffenheimFr, 24.08.201820:3020:303:1 (1:0)
Hertha BSC – 1. FC NürnbergSa, 25.08.201815:3015:301:0 (1:0)
SV Werder – Hannover 96Sa, 25.08.201815:3015:301:1 (0:0)
SC Freiburg – Eintracht FrankfurtSa, 25.08.201815:3015:300:2 (0:1)
VfL Wolfsburg – FC Schalke 04Sa, 25.08.201815:3015:302:1 (1:0)
Fortuna Düsseldorf – FC AugsburgSa, 25.08.201815:3015:301:2 (1:0)
Borussia Mönchengladbach – Bayer LeverkusenSa, 25.08.201818:3018:302:0 (0:0)
Mainz 05 – VfB StuttgartSo, 26.08.201815:3015:301:0 (0:0)
Borussia Dortmund – RB LeipzigSo, 26.08.201818:0018:004:1 (3:1)
Platz Pl. Mannschaft Spiele Sp. +/- S U N Tore Punkte Pkt.
1. Borussia Dortmund 1 3 1 0 0 4:1 3
2. FC Bayern 1 2 1 0 0 3:1 3
3. Eintracht Frankfurt 1 2 1 0 0 2:0 3
4. Borussia Mönchengladbach 1 2 1 0 0 2:0 3
5. VfL Wolfsburg 1 1 1 0 0 2:1 3
6. FC Augsburg 1 1 1 0 0 2:1 3
7. Hertha BSC 1 1 1 0 0 1:0 3
8. Mainz 05 1 1 1 0 0 1:0 3
9. SV Werder 1 0 0 1 0 1:1 1
10. Hannover 96 1 0 0 1 0 1:1 1
11. FC Schalke 04 1 -1 0 0 1 1:2 0
12. Fortuna Düsseldorf 1 -1 0 0 1 1:2 0
13. VfB Stuttgart 1 -1 0 0 1 0:1 0
14. 1. FC Nürnberg 1 -1 0 0 1 0:1 0
15. TSG Hoffenheim 1 -2 0 0 1 1:3 0
16. Bayer Leverkusen 1 -2 0 0 1 0:2 0
17. SC Freiburg 1 -2 0 0 1 0:2 0
18. RB Leipzig 1 -3 0 0 1 1:4 0