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Remis im Test gegen Real Sociedad

 

Letzte Fingerzeige bei der Generalprobe

Mit einem Unentschieden gegen den spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastián endete das letzte Vorbereitungsspiel des Sport-Club und zugleich die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal am Montag in einer Woche. Beim 1:1 (1:1) vor 13.300 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion gingen die Gäste durch Juanmi (13.) in Führung. Der Ausgleich durch Nils Petersen (28.) per Foulelfmeter fiel ebenfalls noch vor der Pause.

 

Eine Viertelstunde vor dem Anpfiff applaudierten die SC-Fans noch einmal einem Spieler, der künftig nicht mehr für den Sport-Club am Ball ist. Çağlar Söyüncü, dessen Wechsel zum Premier-League-Klub Leicester City am Donnerstag bekannt wurde, war ins Schwarzwald-Stadion gekommen, um sich nach zwei Jahren im SC-Trikot von den Anhängern zu verabschieden. Gleichzeitig wurde der Verteidiger bei diesem Anlass auch vom Sport-Club offiziell verabschiedet. Die SC-Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier gaben ihm als Präsent noch eine Schwarzwälder Kuckucksuhr mit auf die Reise zu seinem neuen Klub in England.

 

Verabschiedung und Geschenk für Söyüncü

 

Eine letzte Umarmung gab es danach auch von Christian Streich. Der SC-Trainer war später nach den letzten 90 Testspielminuten der Saisonvorbereitung zwar nicht mit der Anfangsphase der Partie („Wir sind schwer reingekommen und haben ein paar leichte Bälle verloren"), dafür aber mit der anschließenden Reaktion der Mannschaft zufrieden: „Es war gut, wie wir uns ins Spiel hineingearbeitet und spielerisch gute Momente gezeigt haben. Von daher war die Leistung dann insgesamt okay."

 

Der letzte Test war zugleich das letzte Spiel auf dem aktuellen Rasen im Schwarzwald-Stadion. Nach einem Pilzbefall durch Hitzestress präsentierte sich der sonst sattgrüne und bestens bespielbare Untergrund zuletzt holprig und mit größeren braunen Flecken. In der kommenden Woche wird der Rasen deshalb komplett ausgetauscht. Etwas holprig startete auch der Sport-Club in die Partie gegen den zweifachen spanischen Meister. Die Basken, die bereits am kommenden Wochenende beim FC Villareal in die neue Saison der Primera División starten, zeigten anfangs die schnelleren Angriffszüge.

 

Petersen gleicht Rückstand vom Punkt aus

 

Bautista (3.) traf nach einem Abwehrfehler schon in der Anfangsphase den Pfosten. Capilla prüfte anschließend erstmals Alexander Schwolow. Vor dem Keeper spielten eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel Manuel Gulde und Dominique Heintz in der Innenverteidigung. Christian Günter auf der linken und Pascal Stenzel auf der rechten Seite komplettierten die Viererkette. Janik Haberer spielte mit Nicolas Höfler im zentralen Mittelfeld, das Angriffsduo Nils Petersen und Florian Niederlechner wurde von Mike Frantz (links) und Luca Waldschmidt (rechts) flankiert. Während der Sport-Club noch den Zugriff auf die Partie suchte, gingen die Gäste nach einem Eckball in Führung. Den noch verlängerten Standard von Real-Kapitän Parjo köpfte der am langen Pfosten postierte Juanmi (13.) ein.

 

Der SC brauchte rund 20 Minuten, um selbst zu ersten Gelegenheiten zu kommen. Ein noch abgefälschter Schuss von Waldschmidt (23.) war die zunächst beste. Torwart Zubiaurre lenkte den Ball reaktionsschnell noch über die Latte. Danach kamen die Gastgeber immer besser auf Touren. Die Kombinationen nach vorne wurden geradliniger, die Anzahl der eigenen Torchancen nahm zu. Als Frantz in den Strafraum eingedrungen war, stoppte ihn Innenverteidiger Gorosabel mit einem Foulspiel. Zum fälligen Strafstoß trat Nils Petersen (28.) an und verwandelte sicher zum Ausgleich. Eine weitere starke Parade von Schwolow, der nach einem verlängerten Freistoß in die lange Ecke abgetaucht war, verhinderte vor der Pause einen zweiten Treffer der Basken. Auf der Gegenseite parierte auch Zubiaurre noch einmal bei einem Flachschuss von Waldschmidt.

 

Große Rotation in der Schlussphase

 

„Es fühlt sich gut an im Nachhinein", bewertete Alexander Schwolow hinterher die Partie. „Es war ein ordentlicher Auftritt, auch wenn vieles sicher noch verbesserungswürdig ist", so der Keeper. „Aber ich denke, wir haben den Zuschauern ein gutes Spiel geboten und ich hatte das Gefühl, sie haben sich gefreut, uns wiederzusehen." Die über 13.000 Besucher sahen bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen nach der Pause zunächst den vermeintlich zweiten Treffer von Petersen. Doch bei dessen Direktabnahme aus der Distanz hatte der im Abseits stehende Florian Niederlechner den Torwart der Gäste irritiert und Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck das Tor deshalb nicht gegeben.

 

Der Sport-Club entwickelte auch in der zweiten Hälfte den größeren Vorwärtsdrang. Torchancen erspielten sich die Gastgeber dabei aber nur noch wenige. Auf der anderen Seite verteidigte der SC stabil und ließ für den letztjährigen Tabellenzwölften in Spanien kaum weitere Gelegenheiten zu. „Wir haben die eine oder andere Stafette drin gehabt, die gut war", sagte Christian Günter. „Wir sind schwer ins Spiel gekommen, vielleicht auch wegen der Temperaturen und weil wir noch einmal eine intensive Trainingswoche hinter uns hatten. Dann haben wir es gut gemacht, hatten einige gelungene Balleroberungen und sind auch zu Chancen gekommen."

 

Finale Trainingwoche vor DFB-Pokalpartie

 

Dem wieder mit großem Einsatz arbeitenden Petersen blieb dabei aber ein weiterer Treffer verwehrt. Und auch nachdem der nach einer Stunde für den angeschlagenen Luca Waldschmidt ins Spiel gekommene Marco Terrazzino Niederlechner mit einem schönen Pass bedient hatte, war Torwart Zubiaurre einen Schritt vor dem SC-Angreifer am Ball. Nach 80 Minuten wechselte der Sport-Club dann acht weitere Male. Allein Alexander Schwolow und Christian Günter spielten die Begegnung zu Ende. Auch das fast komplett neue SC-Team kontrollierte die Partie weitgehend und erarbeitete sich noch eine gute Gelegenheit. Doch an der Hereingabe von Günter rutschten gleich mehrere Spieler knapp vorbei.

 

Die Frage, ob die Anfangself gegen Real Sociedad auch die im DFB-Pokalspiel beim FC Energie Cottbus sein könnte, beantwortete Christian Streich nach dem Abpfiff nicht ganz unerwartet: „Das ist möglich, mir fallen aber auch noch zehn andere Startformationen ein, die möglich sind." Zu früh dürfte das Pokalspiel beim Drittligisten wohl für die gegen die Basken fehlenden Yoric Ravet und Keven Schlotterbeck kommen, die seit dieser Woche wieder individuell auf dem Platz trainieren. Noch länger fehlen Amir Abrashi und Brandon Borello (beide Aufbau nach Kreuzbandriss).

 

Bis es im Cottbuser Stadion der Freundschaft am Montag in einer Woche (20. August, 18.30 Uhr) für den Sport-Club um das Erreichen der zweiten DFB-Pokalrunde geht, wartet noch einmal eine lange Trainingswoche. „Die werden wir nutzen, um weiter taktisch zu arbeiten", so Christian Streich. „Dann schauen wir wie Cottbus spielt und entscheiden am Ende, wie wir spielen werden. Von daher wird es eine ganze normale Woche, die uns jetzt erwartet."

 

Dirk Rohde

 

 

Stenogramm:

SC Freiburg: Schwolow - Stenzel (80. Kübler), Gulde (80. Lienhart), Heintz (80. Koch), Günter - Höfler (80. Gondorf), Haberer (80. Kammerbauer), Frantz (80. Kath), Waldschmidt (60. Terrazzino) - Niederlechner (80. Kleindienst), Petersen (80. Höler)

Real Sociedad San Sebastián: Zubiaurre - Gorosabel (64. Theo), Aritz, Navas, De La Bella (64. Le Normand) - Guevara, Merino - Capilla, Parjo, Juanmi (23. Merquelanz, Agirretxe) - Bautista

Tore: 0:1 Juanmi (13.), 1:1 Petersen (28., FE)

Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Weilertal)

Zuschauer: 13.300