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Keine Tore im Test gegen 1860 München

 

Weitere Erkenntnisse gewonnen

Keine Treffer sahen rund 2000 Zuschauer beim siebten Testspiel des SC Freiburg in der Vorbereitung. In Ravensburg trennte sich der Sport-Club auf der Rückreise vom Trainingslager in Schruns 0:0 vom TSV 1860 München.

 

Wie schon auf der Hinfahrt ins achttägige Trainingslager in Schruns legte der Sport-Club auch auf der Rückreise einen Testspiel-Zwischenstopp ein - erneut bei einem seiner Kooperationsvereine. Nach dem Gastspiel beim SV Zimmern vor dem Aufenthalt im Montafon traf die Mannschaft des Trainerteams um Christian Streich am Samstag beim FV Ravensburg im Stadion im Wiesental im siebten Vorbereitungsspiel auf den Zweitligisten TSV 1860 München.

 

SC noch einmal ohne Schwolow und Abrashi

 

Erstmals bekamen die rund 2000 Zuschauer dabei keine SC-Tore zu sehen, auf der anderen Seite ließ sich auch Patric Klandt, der weiterhin den an einer Knochenhautentzündung am Schienbein laborierenden Alexander Schwolow im Tor vertrat, nicht überwinden. Es dauerte allerdings auch bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit, bis Klandts Vorderleute den Gegner erstmals zu gefährlichen Möglichkeiten kommen ließen. Bis dahin agierte der Sport-Club trotz des gerade absolvierten und arbeitsintensiven Trainingslagers sehr konzentriert und kompakt. Wie zuletzt spielte der SC hinten mit einer Dreierkette, die bei Bedarf durch die zurückrückenden Außenbahnspieler - in der Startformation waren dies Aleksandar Ignjovski und Jonas Föhrenbach - gegen den Ball zu einer Fünferreihe ergänzt wurde.

 

Neben Schwolow, dem nach einer Prellung noch nicht einsatzfähigen Amir Abrashi, sowie Lukas Kübler und Håvard Nielsen, fehlten in Ravensburg die leicht angeschlagenen Manuel Gulde und Onur Bulut. Während Nils Petersen inzwischen mit der deutschen Fußball-Olympiamannschaft nach Rio de Janeiro abgereist ist. Für den seit dieser Saison von Trainer Kosta Runjaic betreuten Gegner TSV 1860 München war die Begegnung bereits die Generalprobe für das erste Punktspiel in der neuen Zweitliga-Saison am Sonntag in einer Woche bei der SpVgg Greuther Fürth. Etliche Neuzugänge tragen inzwischen das Trikot der „Löwen", gegen die der SC in der vergangenen Spielzeit beide Partien gewonnen hatte. Der vielleicht prominenteste unter ihnen, der frühere kroatische Nationalspieler und langjährige Bundesligaprofi Ivica Olic, gab gegen den Sport-Club sein Debüt für die Sechziger.

 

SC-Verteidiger Marc Torrejón konnte vor dem Anpfiff einen ehemaligen Mitspieler aus seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern begrüßen, der in früheren Jahren wiederum auch das Sport-Club-Trikot getragen hatte: Die neongelbe Kapitänsbinde bei den Münchnern hatte der inzwischen 31-jährige Karim Matmour übergestreift. Bevor dieser aber bei seiner ersten Gelegenheit unmittelbar vor der Pause knapp am langen Eck vorbeischoss, kam zunächst der Sport-Club zu ersten guten Möglichkeiten. Florian Niederlechner (4.) scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Torwart Jan Zimmermann, der auch den Nachschuss von Jonas Meffert reaktionsschnell noch über die Latte lenkte.

 

"Löwen"-Neuzugang Olic prüft Klandt

 

Janik Haberer, der in der Jugend selbst einmal für den FV Ravensburg gespielt hatte, verfehlte später mit einem Kopfball das Tor. Ebenso wie der frei stehende Karim Guédé (31.) mit einer Direktabnahme und nach einer Hereingabe von Föhrenbach. „Die erste Halbzeit war gut, da hätten wir ein oder zwei Tore machen können", sagte Christian Streich nach der Begegnung. Zumal Zimmermann nach einer schnellen Freiburger Umschaltbewegung und einem gut ausgespielten Angriff noch einmal einen Direktschuss von Niederlechner (38.) zur Ecke lenkte. Bei einem Kopfball und einem anschließenden Schuss von Olic zeigte sich kurz darauf wiederum Patric Klandt auf dem Posten. Bevor Matmour zur letzten Möglichkeit im ersten Durchgang kam.

 

Nach der Pause parierte Klandt ein weiteres Mal gegen Olic (54.). Der Sport-Club tat sich jetzt schwerer damit, weitere Chancen herauszuarbeiten. Nach einer guten Stunde wurde das SC-Personal neunfach aufgefrischt, lediglich Torwart Klandt und Julian Schuster spielten gegen die Münchner durch. Dem ebenfalls eingewechselten Stefan Mugosa (71.) bot sich mit einem Direktschuss noch eine gute Gelegenheit für den Zweitligisten. Für den Bundesliga-Aufsteiger, der vor allem versuchte, die neue System-Variante diszipliniert und konsequent im Positionsspiel umzusetzen, köpfte Torrejón bei einer der seltenen Möglichkeiten im zweiten Durchgang nach einer Ecke über das Tor. Und auch ein Flugkopfball kurz vor Schluss von Maximilian Philipp ging langen Pfosten vorbei.

 

„Das war ein ernsthafter Test und wichtig für uns", resümierte SC-Coach Christian Streich das Geschehen auf dem Platz am Ende der vierten Vorbereitungswoche. „1860 München ist kompakt und körperlich präsent aufgetreten. Ich habe wieder viele gute und interessante Dinge gesehen, die Mannschaft hat sich sportlich und körperlich gut präsentiert." Alle weiteren Erkenntnisse aus dem Test in Oberschwaben werde er der Mannschaft in der kommenden Woche mitteilen, denn, so Streich: „Jetzt heißt es Video machen und arbeiten."

 

Als „sehr gut und sehr schön" charakterisierte der Trainer zudem knapp die zurückliegen Arbeitstage im Trainingslager in Schruns. Auch von diesem dürfen sich die SC-Profis nach einem sonntäglichen Regenerationstraining anschließend an zwei freien Tagen erholen. Am kommenden Wochenende ist der SC dann erneut beim Kaiserstuhl-Cup in Bahlingen dabei.

 

Dirk Rohde

 

Stenogramm:

 

SC Freiburg: Klandt – Ignjovski (61. Stenzel), Mujdza (61. Torrejón), Schuster,  Söyüncü (61. Kempf), Föhrenbach (61. Günter) – Haberer (61. Frantz), Meffert (61. Höfler), Møller Dæhli (61. Grifo) – Guédé (61. Philipp), Niederlechner (61. Hufnagel)

1860 München: Zimmermann - Busch (84. Helmbrecht), Mauersberger (77. Wittek), Degenek (77. Sukalo), Stojkovic (69. Uduokhai) - Perdedaj (46. Liendl), Adlung (69. Bülow) - Matmour, Claasen (77. Neuhaus) - Olic (58. Andrade), Mölders (46. Mugosa)

Tore: -

Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf)

Zuschauer: 2000