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SC gewinnt ersten Test mit 4:0

 

Mit Debütanten und vielen Bekannten

Der SC Freiburg hat sein erstes Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung erfolgreich bestritten. In Ottersweier gewann der Sport-Club gegen eine Regioauswahl, die sich letztlich aus Spielern des Oberligisten SV Oberachern zusammensetzte, mit 4:0 (3:0).

 

Das Spannungsmonopol musste der Sport-Club an diesem Donnerstag natürlich der deutschen Nationalmannschaft überlassen, die am Abend in Marseille zum EM-Halbfinale gegen Frankreich antrat. Aber als für alle SC-Fans bestens geeignetes Vorspiel taugte die erste Testpartie im Rahmen der Saisonvorbereitung allemal. Mindestens. Denn Spannendes gab es schließlich auch auf der Sportanlage in Otterweier zu begutachten. Zum Beispiel: Wie macht sich das neue tannengrün-rote Ausweichtrikot des SC Freiburg im ersten Einsatz unter Echtbedingungen? Perfekt, konnte man nur konstatieren, angesichts der optisch gebotenen Symbiose aus dem Freiburger Team auf dem grünen Rasen und der farblich ebenso angelegten Hintergrundkulisse des Nordschwarzwalds.

 

Fünf Neuzugänge erstmals im SC-Dress

 

Neugierig machte dazu auch die Frage, welche der Neuzugänge man erstmals für den Sport-Club im Einsatz sehen würde? Aleksandar Ignjovski (Muskelverhärtung) und der aus der U23 aufgerückte Torhüter Zackary Steffen fehlten diesmal noch. Wie ansonsten auch der nach seiner EM-Teilnahme noch im Urlaub befindliche Amir Abrashi oder Håvard Nielsen, der nach Bauchmuskelproblemen und einem Infekt aber mit in die Ortenau gereist war. Dort entpuppte sich die als Gegner angekündigte Regioauswahl zunächst als ausschließlich aus Spielern des Oberligisten und südbadischen Pokalfinalisten SV Oberachern bestehende Mannschaft - was letztendlich auch nur eine spezielle Interpretation des Regioauswahl-Begriffes bedeutete.

 

Nach bislang sieben Trainingseinheiten seit dem Vorbereitungsstart am vergangenen Montag - die letzte hatte das SC-Team noch am Vormittag am Schwarzwald-Stadion absolviert - startete der Sport-Club vor den rund 1200 Zuschauern im Hägenichstadion schließlich erstmals mit Innenverteidiger Çağlar Söyüncü und Janik Haberer, der im zentralen Mittelfeld spielte. Im zweiten Durchgang gaben außerdem noch Manuel Gulde und Jonas Meffert, die in der letzten Saison noch gemeinsam für den Karlsruher SC am Ball waren, sowie Offensivspieler Onur Bulut ihr Debüt im SC-Trikot. Söyüncü musste noch vor der Pause angeschlagen den Platz verlassen. Der 20-jährige Türke hatte einen Schlag auf das Schienbein abbekommen, was Marc Oliver Kempf an diesem Spätnachmittag die längste Einsatzzeit aller SC-Akteure bescherte.

 

Florian Niederlechner (25.) hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zur Führung für den SC getroffen. SV-Torwart Logan Kleffer hatte Maximilian Philipp im Strafraum gestoppt, doch bevor der Unparteiische zum Elfmeterpfiff ansetzen konnte, versenkte Niederlechner den abgeprallten Ball im Netz. Aber auch Alexander Schwolow war da bereits ernsthaft geprüft worden. Einen gefährlichen Freistoß von Cedric Krebs lenkte der SC-Keeper gekonnt über die Latte. Krebs überrraschte Schwolow dagegen einige Minuten später mit einem Schlenzer von der linken Seite, der Innenpfosten verhinderte jedoch einen Treffer für den Oberligisten, der nach der Pause gegen den nun im Tor stehenden Patric Klandt zu keinen klaren Chancen mehr kam. Dafür erarbeitete sich der Sport-Club noch in der ersten Hälfte weitere.

 

Niederlechner trifft doppelt, Grifo mit Präzision

 

So als Maximilian Philipp demonstrierte, dass auch er ein exzellenter Freistoßschütze ist. Seinen schön über die Mauer gezogenen Ball lenkte der SV-Keeper zwar noch an die Lattenunterkante, doch Caleb Stanko (41.) war zur Stelle und erhöhte im zweiten Versuch per Kopf für den Sport-Club. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff war Lucas Hufnagel im Strafraum nur durch ein Foulspiel zu stoppen. Florian Niederlechner (44.) trat zum Elfmeter an und verwandelte platziert zum Halbzeitstand.

 

Noch einmal auf acht Positionen verändert startete der SC in die zweite Halbzeit. Deren Höhepunkte bildeten bei sommerlichen Temperaturen und einem trotzdem passablen Spieltempo vor allem zwei Szenen. Für die erste zeichnete wie so häufig in der vergangenen Spielzeit Vincenzo Grifo verantwortlich, gleich als er sich erstmals den Ball zum Freistoß zurechtlegte. Als hätte es die mehrwöchige Pause zuletzt nie gegeben, zirkelte der Standardspezialist (51.) den Ball kunstvoll wie maßgerecht über die Abwehrmauer in den linken Winkel.

 

Dass es am Ende bei den vier SC-Toren blieb, lag daran, dass Julian Schuster mit einer Direktabnahme an der Latte scheiterte, und Karim Guédé und zweimal Christian Günter mit ihren Schüssen nur knapp am Tor vorbei zielten. Sportlich mochte SC-Trainer Christian Streich im anschließenden Interview mit Hans-Reinhard Scheu, dem früheren SWR-Sportreporter und Stadionmoderator in Ottersweier, den ersten Test in der Vorbereitung noch nicht näher bewerten. „Es hat Spaß gemacht, hier zu spielen, wir hatten lange keine Spiele. Es war ein super Rahmen, wunderbar", lautete sein Fazit.

 

Nächster Gastgeber und zweiter Vorbereitungsgegner für den Sport-Club ist am kommenden Sonntag, 10. Juli, der SC March. Anpfiff im Waldstadion Neuershausen ist um 16.30 Uhr. Diesmal wird dort dann das Vorspiel zum EM-Finale ausgetragen - welches nun zwar ohne deutsche Beteiligung steigt, für Fußballfans aber trotzdem wieder eine spannende Angelegenheit werden dürfte.

 

Dirk Rohde

 

SC Freiburg: Schwolow (46. Klandt) - Mujdza (46. Stenzel), Torrejón (46. Gulde), Söyüncü (40. Kempf), Föhrenbach (46. Günter) - Höfler (33. Stanko, 60. Meffert), Haberer (46. Schuster), Frantz (33. Møller Dæhli, 60. Bulut), Hufnagel (46. Grifo) - Philipp (46. Guédé), Niederlechner (46. Petersen)
Tore: 1:0 Niederlechner (25.), 2:0 Stanko (41.), 3:0 Niederlechner (44., FE),  4:0 Grifo (51.)

Zuschauer: 1200