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SC-Frauen schlagen Leverkusen mit 3:1

Auswärtsdreier festigt Rang 4

Mit einem verdienten 3:1-Auswärtssieg bei Bayer 04 Leverkusen festigen die Frauen des Sport-Clubs am 21. und vorletzten Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga den vierten Tabellenplatz. Dabei erzielte der Sport-Club alle vier Treffer selbst. Nachdem Lena Petermann für die Führung gesorgt hatte (22.), unterlief Jobina Lahr ein Eigentor zum 1:1 (71.). Kurz vor Schluss sorgten Clara Schöne (88.) und Sandra Starke (90.) mit einem Doppelschlag für den neunten Freiburger Saisonsieg.

Was war das für ein Jubel, der sich nach dem Spielende Bahn brach. Gerade hatten Clara Schöne mit ihrem zweiten und Sandra Starke mit ihrem vierten Saisontor den neunten Saisonsieg des Sport-Clubs gesichert und Schiedsrichterin Imke Lohmeyer das Spiel abgepfiffen, da gab es auf der SC-Bank kein Halten mehr. Ausgelassen bejubelte das gesamte Team den dritten Sieg gegen Bayer in der laufenden Saison und freute sich über die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes.


Dabei hatte es zu Spielbeginn nicht danach ausgesehen, als sollte die Scheuer-Elf erneut etwas zu feiern haben. „Wir sind nur schwer in die Partie gekommen, waren nicht so präsent wie in der Vorwoche gegen den SC Sand.", bemängelte der Freiburger Trainer den Auftakt seiner Elf. Wie erwartet musste der Sport-Club auf Lina Magull verzichten, deren Rippenprellung mehr als einen Kurzeinsatz in der Schlussphase nicht zuließ. Für sie startete Cinzia Zehnder. Die Schweizer Nationalspielerin durfte nach etwa 20 Minuten miterleben, wie sich ihre Mannschaft fing und immer besser ins Spiel fand. Bis dahin hatte Carolin Simon, die in der kommenden Saison für den Sport-Club auflaufen wird, zweimal mit ihren Querpässen in den Freiburger Strafraum keine Abnehmerin gefunden (3./8.). Besser machten es ihre zukünftigen Teamkolleginnen, die mit der ersten Chance direkt in Führung gingen. Anja-Maike Hegenauer fand mit ihrem Pass Lena Petermann, die nur noch zum 0:1 einschieben musste (22.). Für Petermann war es der vierte Treffer in den letzten drei Spielen. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Bayer dem SC-Tor jedoch kaum einmal gefährlich werden konnte. Jens Scheuer sprach nach dem Spiel von einer „nicht unverdienten Halbzeitführung." Dem 37-jährigen war jedoch klar, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit noch mehr würde investieren müssen, um die Punkte mit in den Breisgau zu nehmen.

 

Seine Mannschaft startete dann auch deutlich schwungvoller in die zweite Hälfte und drängte auf den zweiten Treffer. Dieser wollte jedoch trotz teils hochkarätiger Chancen weder der zur Halbzeit für Hasret Kayikci eingewechselten Selina Wagner (60.), noch Lena Petermann (62.) oder Carolin Schiewe (64.) gelingen. Und wie es dann eben so oft ist im Fußball, kassierst du hinten irgendwann ein Gegentor, wenn du vorne deine Chancen nicht nutzt. Aus SC-Sicht war es noch dazu einxtrem ärgerliches noch dazu. Jobina Lahr versuchte eine Flanke zu klären und bugsierte den Ball mit dem Oberschenkel unhaltbar für Laura Benkarth ins eigene Tor - 1:1 (71.). „Ein wenig sind wir da zurecht bestraft worden für die zuvor vergebenen Chancen.", erklärte Jens Scheuer. Wie in der Vorwoche bewies seine Elf aber erneut ihre Entwicklung und reagierte stark auf den Rückschlag. „Wir haben Charakter gezeigt und sind zurückgekommen." Drei Minuten vor dem Ende lief Clara Schöne in den Strafraum durch und brachte eine Flanke von Selina Wagner im Tor unter. „Das war eine absolute Willensleistung, dieses Tor wollte Clara unbedingt machen.", war Scheuer begeistert. Keine Minute später war das Spiel endgültig entschieden, als Sandra Starke einen Leverkusener Fehler eiskalt ausnutzte und zum 1:3 einnetzte (90.). Kurz darauf pfiff Imke Lohmeyer ab und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Ihren vorläufigen Höhepunkt sollten diese auf dem Heimweg nach Freiburg im Bus finden, als das Meisterstück der SC-Profis in der Zweiten Liga live miterlebt wurde.

 

Jens Scheuer sprach nach der Partie von einem sicherlich „etwas glücklichen" aber dennoch „in der Summe mehr als verdienten Sieg" seiner Mannschaft, die mit 32 Punkten nicht nur den vierten Tabellenplatz festigt sondern auch ihrem bisherigen Punkterekord aus der Saison 2001/02 (35 Punkte) immer näher kommt. Im letzten Saisonspiel gegen die Fünftplatzierte SGS Essen am Pfingstmontag, 16. Mai (14 Uhr), hofft Scheuer auf die „Krönung einer starken Saison." Voraussetzung dafür ist es, gegen einen „starken Gegner, der eine tolle Runde spielt", zu beweisen, „dass wir zurecht auf dem vierten Platz stehen." SC-Managerin Birgit Bauer zeigte sich ebenso wie ihr Cheftrainer begeistert von den „Leistungen, die unsere junge Mannschaft in der laufenden Saison gezeigt hat. Gegen Essen wollen wir uns mit der Einstellung des Punkterekordes und dem erstmaligen Erreichen von Platz vier selbst belohnen."

 

Felix Scharte