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U19 gewinnt 2:1 bei Bayern München

Erfolgreiche Risikofreunde

Die U19 des SC Freiburg bleibt im Rennen um den zweiten Platz der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest. Beim FC Bayern München gewann der SC-Nachwuchs mit 2:1 (0:0).

Die Ausgangslage war klar. Nur ein Sieg beim Tabellenzweiten FC Bayern München würde die U19 des Sport-Club im Rennen um Platz zwei in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest halten. Dementsprechend wollte die Mannschaft von Martin Schweizer, Bernhard Weis und Ali Gasmi, die auf die Angeschlagenen und Verletzten Mohamed Dräger, Pedro Manolo Rodas Steeg, Maximilian Faller, Fabian Rüdlin, Severin Buchta und Andreas Fischbach sowie den rotgesperrten Kolja Herrmann verzichten mussten, auch auftreten. Nach der ersten Halbzeit schauten sich Team und Trainertrio in der Kabine in die Augen - und stellten fest: „Wir brauchen mehr Mut, um hier richtig etwas zu reißen", brachte Schweizer die Mischung aus Selbstkritik und Aufbruchstimmung aus der Pause auf den Punkt.

 

Dabei hatte der SC gut - und eben mutig - begonnen. Die erste Viertelstunde der Partie bestimmte der Sport-Club: Emsige und aufmerksame Verteidigungsarbeit auf der einen, flexibles Kombinationsspiel auf der anderen Seite. Aber Marcony Pimentel verpasste es, frühzeitig für die Freiburger Führung zu sorgen (2. Minute). Nach 15 Minuten schnappte sich die Mannschaft von Heiko Vogel die Spielkontrolle und beschäftigte die SC-Defensive mit gutem Umschaltspiel sowie einigen gefährlichen Torchancen. „Bayern hat es richtig gut gemacht, sie hatten einige Chancen zur Führung. Trotzdem haben wir gut gegen den Ball gearbeitet. Mit dem Ball sah es bei uns aber zuerst nicht so gut aus", fasste Schweizer die Münchener Überlegenheit im ersten Abschnitt zusammen, die sich trotz vier hochkarätiger Chancen (26., 30., 32. und 37.) nicht im Ergebnis ausdrückte. Auch der SC vergab noch eine gute Gelegenheit, als Erdogan Aldemir nach schöner Vorarbeit von Hendrik Hofgärtner drüber schoss (23.).

 

Mutiger und kreativer nach dem Seitenwechsel

 

Nach dem Seitenwechsel brachte der SC-Nachwuchs sein Vorhaben schnell auf den Platz: Weiterhin aggressiv und engagiert im Spiel gegen den Ball, aber eben auch mutig und kreativ mit dem Ball. So wurden die Gastgeber - vor allem im Spielaufbau - vor größere Probleme gestellt und der Sport-Club schaffte es immer häufiger sich in den torgefährlichen Räumen in Position zu bringen. Bayern-Torhüter David Hundertmark parierte Pius Krätschmers Schuss von der Strafraumgrenze (60.), eine Minute später schoss Krätschmer aus 16 Metern ans Außennetz. Die größte Freiburger Chance auf den Führungstreffer hatte Pascal Sattelberger kurz nach seiner Einwechslung, aber erneut war Hundertmark reaktionsschnell zur Stelle (67.).

 

Zwei Minuten später verhinderte SC-Torhüter Niklas Schindler einen Rückstand, als er einen Kopfball von Milos Pantovic mit einem starken Reflex abwehrte (69.). In der 71. Spielminute hatte der Torschrei schon fast einige Freiburger Lippen verlassen, aber Aldemirs Schuss aus sechs Metern wurde von einem Münchener Abwehrspieler noch mit dem Rücken über das Bayern-Tor gelenkt. „Man hat der Mannschaft in der zweiten Halbzeit angemerkt, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Was die Jungs wieder marschiert sind - unglaublich!", lobte Schweizer und spielte auf den vergangenen Spieltag an, als der Sport-Club beim 1:2 gegen Karlsruher SC - trotz 60-minütiger Unterzahl - erbitterten, aber vergeblichen Widerstand leistete.

 

Am Ende wirft der SC nochmal alles rein

 

Dieses Mal kam es anders. Sattelberger, der bereits im Hinspiel in der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand getroffen hatte, zog nach einer schönen Spielverlagerung von der linken Außenbahn in die Mitte und schloss mit einem präzisen Flachschuss zur 1:0-Führung ab (79.). Die Reaktion der Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten. Zwei Minuten später wähnten einige Zuschauer den Ball im Freiburger Tor, aber nach Michael Eberweins Schuss aus zehn Metern lag das Leder am und nicht im Netz - dorthin hatte ihn Schindler mit einer starken Parade befördert (81.).

 

Fünf Minuten später lag keine optische Täuschung vor, dieses Mal war der Ball wirklich ins Freiburger Gehäuse befördert worden. Nach einem Angriff über die linke Seite landete das Leder beim vier Minuten zuvor eingewechselten Dominik Martinovic, der aus der Drehung zum 1:1-Ausgleich für die Bayern einschoss (86.).

 

Anschließend wogte das Spiel hin und her, vor allem weil der SC alles rein und vieles nach vorne warf. Der verdiente Lohn für die mutigen Freiburger Risikofreunde: Sattelberger knallte den Ball von der linken Seite auf den ersten Pfosten, Alessandro Fiore Tapia rauschte heran und grätschte den Ball zum 2:1-Siegtreffer ins Tor (90.). In der Nachspielzeit kam ein Bayern-Spieler im Freiburger Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Patrick Hartmann ließ aber weiterspielen. „Da hätte man durchaus einen Elfmeter für die Bayern geben können", gab Schweizer nach Spielschluss zu. Hartmann gab ihn aber nicht und somit rangiert die U19 des Sport-Club drei Spieltage vor Saisonende als Tabellenvierter - punktgleich mit den drittplatzierten Bayern - drei Punkte hinter dem Zweiten Karlsruher SC, der momentan auf dem Rang steht, der zur Teilnahme am Halbfinale um die A-Junioren-Meisterschaft berechtigt. „Wir alle sind unglaublich froh, dass wir durch den Sieg oben drangeblieben sind. Das haben sich die Jungs durch ihre engagierte Mannschaftsleistung aber auch redlich verdient", konstatierte Schweizer.

 

Am kommenden Wochenende steht die nächste spannende Etappe im Rennen um Platz zwei an. Der Sport-Club empfängt am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr den Tabellendreizehnten FC Augsburg in der Freiburger Fußballschule. Einen Tag zuvor gastiert der Karlsruher SC beim FC Bayern München.

 

Niklas Ziegler