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"Wir müssen unbefangen nach vorne blicken"

 

Schwolow und das gute Omen

Nach nur zwölf Tagen Winterpause und elf Tagen Vorbereitung startet der Sport-Club bereits am Samstag (15:30 Uhr, live bei Sky und im Liveticker auf scfreiburg.com) in die Rückrunde. Vor der Partie bei Eintracht Frankfurt spricht der Schlussmann und gebürtige Wiesbadener Alexander Schwolow im Interview der Woche.

 

Alex, seit Montagabend ist der SC zurück aus Spanien. Wie fällt Dein Trainingslager-Fazit aus?

 

Positiv. Es war extrem kurz, aber intensiv. Hauptsächlich haben wir uns mit taktischer Disziplin und Viererkettenverhalten beschäftigt, wir haben gegen den 1. FC  Kaiserslautern und den Hamburger SV (2:0 und 1:1, d. Red.) zwei solide Tests und außerdem eine ziemlich ausführliche Statistikanalyse gemacht. 

 

Seid Ihr gut auf die Rückrunde eingestellt?

 

Ich denke schon. Wir haben in den letzten Spielen vor Weihnachten einen sehr großen Schritt nach vorne gemacht und konnten den Schwung daraus größtenteils mit in die Vorbereitung nehmen. Ich bin frohen Mutes, dass wir da eine ganz gute Basis gefunden haben, auf der wir aufbauen können - auch um auswärts stabiler aufzutreten.

 

Wie erklärst Du Dir die Diskrepanz zwischen den starken Heim- und den oft schwächeren Auswärtsauftritten und insgesamt 31 Gegentreffern?

 

Meist war es so, dass wir ein Tor bekommen haben und dann zerfallen sind. Weil wir entweder zu emotional oder zu wenig mutig waren. Und - so ehrlich müssen wir einfach zu uns sein - unsere Zweikampfführung war auswärts in einigen Spielen nicht auf dem Niveau, auf dem sie hätte sein sollen. Das haben wir klar angesprochen. Auch mit der Anzahl der Gegentore bin ich natürlich überhaupt nicht zufrieden. Das muss einfach besser werden. Das ist das Ziel für die Rückrunde. Wir müssen dem Gegner auch mal wehtun.

 

Wie kann man denn auch mental den Schalter umlegen?

 

Es gab die negativen Erlebnisse, an die wir uns natürlich noch erinnern. Trotzdem muss jeder versuchen, sich davon freizumachen, das Geschehene hinter sich zu lassen und unbefangen nach vorne zu blicken. Sobald sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen - und ich bin davon überzeugt, dass es die wie in Köln geben wird -, wird sich das ohnehin bessern. 

 

Als Torwart hast Du eine sehr gute Übersicht über das ganze Geschehen auf dem Feld. Wie kannst Du Deine Vorderleute vielleicht lenken?

 

Im Rahmen meiner Möglichkeiten versuche ich, die Jungs von hinten anzufeuern, zu motivieren oder richtig zu stellen. Die Jungs sagen mir oft: 'Toll, wie Du vom Tor aus coachst.' Das ist genau das, was ich hören will. Ich möchte den Jungs eine Hilfe sein.

 

Das erste Pflichtspiel 2018 führt den Sport-Club nach Frankfurt am Main. Wie groß ist für Dich als gebürtiger Hesse die Verbundenheit zur Eintracht?

 

Die Eintracht war die stärkste Mannschaft im Umkreis. Ich habe für Wehen Wiesbaden gespielt und auf das Spiel gegen Frankfurt haben wir tatsächlich immer am meisten hingefiebert. Das waren klasse Duelle und ich habe, soweit ich weiß, mit allen Jugend- und Profi-Teams überhaupt noch nie ein Spiel gegen Frankfurt verloren. Mit Statistiken ist das natürlich immer so eine Sache, aber diese möchte ich sehr gerne beibehalten (schmunzelt).

 

Interview: Sina Ojo