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"Wir müssen einfach weitermachen"

 

Ruhig, extrovertiert, Lukas Kübler

Das Reden überlässt Lukas Kübler eigentlich sehr gerne anderen. Vor dem Heimspiel an diesem Samstag ab 15.30 Uhr (live auf Sky und im Liveticker auf scfreiburg.com) gegen Werder Bremen nahm sich der 25-jährige Rechtsverteidiger trotzdem Zeit für unser Interview der Woche.

 

Lukas, für einen gebürtigen Rheinländer bist Du in diesen Tagen ziemlich fit. Hast Du Fasnet gut überstanden?

 

Auf jeden Fall. Von Freunden aus der Heimat habe ich zwar viele Fotos geschickt bekommen, aber ich selbst war nicht zu Hause. Immerhin haben wir eine ganz normale Arbeitswoche. Am 11.11. war das anders, da hatten wir das Wochenende über spielfrei. Also war ich als Krümelmonster unterwegs.

 

Du wirkst oft sehr ruhig. Bist Du denn überhaupt ein Karnevalstyp?

 

Ja, das ist voll mein Ding. Das war es schon immer, da geh ich richtig drin auf. In manchen Sachen bin ich schon eher extrovertiert und Karneval gehört definitiv dazu. Auch innerhalb der Mannschaft bin ich gar nicht so zurückhaltend.

 

Dann täuscht der Eindruck?

 

Vielleicht. Es ist nur nicht mein Ding, die lauten Parolen rauszuhauen und wöchentlich Interviews zu geben. Ich will einfach auf den Platz und Fußball spielen.

 

Wer nicht viel redet, hat mehr Zeit, die Dinge zu beobachten. Wie hast Du das 1:2 in Hannover erlebt?

 

Klar wollten wir unsere Serie von neun Spielen ohne Niederlage gerne fortsetzen. Es war uns aber auch klar, dass wir nicht noch 20 Spiele lang ungeschlagen bleiben werden. Nur der Zeitpunkt war unglücklich, weil Hannover ein Gegner war, den wir noch mit in den Abstiegskampf ziehen wollten. Wir haben es insgesamt als Mannschaft leider nicht so gut gemacht und es nicht geschafft, auf dem Feld zu reagieren. Deshalb waren wir danach natürlich sehr enttäuscht. Aber das ist abgehakt, denke ich. Jetzt müssen wir einfach weitermachen.

 

Dein Arbeitsschwerpunkt ist dabei das Verteidigen. In der Hinrunde hat oft Pascal Stenzel auf Deiner Position gespielt, in diesem Kalenderjahr standest meistens Du hinten rechts.

 

Das stimmt und das war in der ersten Saisonhälfte auch etwas hart für mich. Weil ich es auf meinen bisherigen Stationen nicht gewohnt war, fit zu sein und nicht zu spielen. Aber es hat mir gleichzeitig gezeigt: Wenn Du dranbleibst, bekommst Du wieder Deine Chance. Außerdem macht Konkurrenz einen stärker.

 

Mit Werder Bremen ist als nächstes eigentlich ein Verein auf Augenhöhe zu Gast im Schwarzwald-Stadion. Das Hinspiel ging 0:0 aus, das bis dato letzte Aufeinandertreffen kurz vor Weihnachten im Pokal allerdings 2:3.

 

Eben - und das heißt doch, dass es rein logisch am Samstag einen Sieg für uns geben muss (grinst). Das Pokalaus war am Ende bitter, aber auch selbst verschuldet. Wir sind wie schon öfters nicht wirklich gut ins Spiel gekommen und in Rückstand geraten. Und bei den Bremern hat sich zu der Zeit schon der Trainerwechsel bemerkbar gemacht, die waren richtig stark. Wir haben uns nach dem 0:2 immerhin gefangen, haben nicht aufgesteckt und sind ja nochmal rangekommen.

 

Zuletzt hat Werder (23 Punkte, Platz 15) Wolfsburg und Schalke besiegt sowie gegen Berlin einen Punkt geholt. Wie kann der Sport-Club (25 Punkte, Platz 12) diesen Trend stoppen?

 

Wir wissen alle, dass dieses Duell ein sehr wichtiges ist. Schließlich kann jeder die Tabelle lesen. Wir wissen aber auch, dass wir sehr heimstark sind. Wenn wir unsere Chancen nutzen, sollten schon ein paar Tore drin sein für uns.

 

Interview: Sina Ojo