Jetzt den Newsletter abbonieren!

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wir geben Ihre Daten selbstverständlich nicht an Dritte weiter. Abmelden jederzeit möglich.

  1. Newsletter
  2. Facebook
  3. Instagram
  4. Twitter

Wegweisend ins Familienleben

 

Das Projekt Babylotse gehört zu den Gewinnern des FAIR ways Förderpreises.  Das Angebot in der stationären Geburtshilfe im St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach unterstützt Familien mit psychosozialen Belastungen unmittelbar nach der Geburt und ist damit eine sehr frühe Hilfe an jede Familie - abseits von den FAIR ways Förderpreis kann diese Stelle weiter realisiert werden, sonst wäre sie ausgelaufen. Das Projekt setzt direkt bei den Familien an, bietet individuelle Unterstützung, Hilfe sowie Organisation und fördert einen nahtlosen Übergang vom Krankenhaus ins Leben als Familie zu Hause. Vera Stächelin, Sozialarbeiterin und Babylotsin, stellt das Projekt im Interview vor.

 

 

Frau Stächelin, was sind Ihre Aufgaben als Babylotsin?

 

Vera Stächelin: Als Babylotsin bin ich für alle Patienten zuständig, die rund um die Geburt im Krankenhaus betreut werden, also für die Schwangeren-Station und die Mutter- Kind-Station. Ich begleite junge Familienauf ihrem Weg ins Zusammensein als Familie. Als Sozialarbeiterin bin ich für den psychosozialen Bereich zuständig. Das heißt, ich kümmere mich darum, dass die Familie alles für das Baby zu Hause hat, helfe bei Anträgen und überprüfe, ob es zum Beispiel eine Hebamme benötigt.

 


Zu Ihrer Arbeit gehört auch die Vernetzung.

 

Ich arbeite abseits der medizinischen Themen und sorge deshalb auch dafür, dass die Familien nach dem Krankenhausaufenthalt Anschluss an Angebote der Frühen Hilfe erhalten, sprich: präventive Hilfe für Eltern mit Kindern. Durch diese verknüpfende Arbeit wird ein nahtloser Übergang zwischen Krankenhausaufenthalt und dem Zusammenleben der jungen Familie in der eigenen Wohnung sicher gestellt.

 

 

Wie ist das Projekt Babylotse entstanden?

 

Wir befassen uns schon lange präventiv mit den Frühen Hilfen. Außerdem haben wir damals schon bei akuten Fällen, die Unterstützung vom Sozialdienst benötigten, Sozialarbeit geleistet. Für diese spezielle Arbeit gab es allerdings kein Stellenkontingent, jedoch einen großen Bedarf. So entstand eine Kooperation mit einem Caritas-Projekt, gefolgt von dem jetzigen Angebot Babylotse. Das Projekt wurde von einem Hamburger Kinderarzt ins Leben gerufen, da viele Kinder auch schon in ganz jungen Jahren vernachlässigt werden. Mittlerweile gibt es deutschlandweit immer mehr Babylotsen. Und diese versuchen, den werdenden Familien zu einem Start in ein glückliches, gesundes Leben als Familie zu verhelfen.

 


Wie wird das Projekt von den Eltern angenommen?

 

Wir bekommen sehr positive Rückmeldung: Die Eltern freuen sich, dass ich vorbeikomme und Zeit für sie habe, Fragen abseits des medizinischen Bereichs beantworten oder bei Organisationsproblemen helfen kann.

 

 

Interview: Niklas Batsch

 

 

Seit der Saison 2011/2012 versammelt der SC Freiburg mit seinem Vermarktungspartner Infront unter der Dachmarke „FAIR ways" Partner, die sich wie der Sport-Club in den Bereichen Bildung, Bewegung, Umwelt und Solidarität nachhaltig engagieren. Mit dem FAIR ways Förderpreis fördern die FAIR ways-Partner SCHLEITH GmbH, Streck Transportges. mbH, J. Schneider Elektrotechnik GmbH, Kleenoil Panolin AG, NEOPERL GmbH, Natur- Energie, Zitzelsberger Gebäudereinigung GmbH, DAS HANDWERK, Franz Morat Group, Girsberger GmbH, itp Ingenieur GmbH, der SC und Infront zusammen gemeinnützige Institutionen und Projekte in der Region, die sich in oben genannten Bereichen engagieren. Der FAIR ways Förderpreis hat sich seit der ersten Vergabe im August 2012 zu einem der bedeutendsten Sozialpreise Südbadens entwickelt. Bisher konnte insgesamt eine Fördersumme von 235.000 Euro ausgeschüttet werden, wobei 62 Prozent dieser Summe im Sinne der Nachhaltigkeit an gemeinnützige Institutionen und Projekte gingen, die in den vergangenen Jahren mehrmals gefördert wurden. 2017 war der FAIR ways Förderpreis mit 55.000 Euro dotiert.