Torwart-Tage in der Freibuger Fußballschule

Mit der richtigen Technik und gesunder Ruhe

Im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements unter dem Motto „SC Freiburg - mehr als Fußball" veranstaltete der SC Freiburg am Donnerstag und Freitag zum dritten Mal Torwart-Tage in der Freiburger Fußballschule. Insgesamt 200 Nachwuchskeeper der Jahrgänge 2004 bis 2007 trainierten dort mit den Torwarttrainern des SC und seiner Kooperationsvereine.

 

Außergewöhnlich viele Tore waren Ende der ersten Novemberwoche am und auf dem Kunstrasenplatz der Freiburger Fußballschule aufgestellt. Was einen einfachen Grund hatte: An zwei Tagen ging es auf dem Grün hauptsächlich darum, wie man es am besten verhindert, dass das Runde den Weg ins Eckige findet.

 

Ruhe zählt für einen Schlussmann dabei zu den Grundtugenden. „Ganz ruhig", erklärt Marco Preuß, Junioren-Torwart-Trainer beim SC. „Nur auf den Ball schauen, der Ball entscheidet, was ihr macht." Bei der Grundstellung gilt: „Ellenbogen zusammen", bevor gefangen, gehechtet oder schnell auf den Boden abgetaucht werden muss. An der nächsten Station bespricht und übt Michael Müller, der unter anderen die Keeper der U23 trainiert, Fangtechniken. „Wie gehe ich zum Ball? Wo geht der Körper hin?", will er von seinen Schützlingen wissen. „Eine Hand hinten dran, eine oben drauf" gilt bei flachen Bällen, „die Hände schieben zum Ball, der Körper geht mit."

 

Zum dritten Mal veranstaltete der Sport-Club in seinem Nachwuchsleistungszentrum Torwart-Tage, für die sich fußballbegeisterte Jungs, die bereits in einem Verein spielen, über die Internetseite des SC Freiburg bewerben konnten. Auch in diesem Jahr waren die 200 Plätze bei den Torwart-Tagen, die vom Förderverein Freiburger Fußballschule und der Achim-Stocker-Stiftung unterstützt werden, ausgebucht.

 

Am Donnerstag trainierten dort 100 Nachwuchskeeper der Jahrgänge 2004 und 2007, am Freitag waren die Jahrgänge 2005 und 2006 an der Reihe. Geübt wurde pro Jahrgang jeweils einen halben Tag, an dem die jungen Torhüter, aufgeteilt in Kleingruppen, an fünf Stationen von den Torwarttrainern der Freiburger Fußballschule, Trainern der Kooperationsvereine des Sport-Club und von SC-Jugendtorhütern Tipps und Anleitungen zu Grundstellungen und Grundtechniken sowie im Bereich Ballkoordination erhielten.

 

In erster Linie gehe es an den beiden Tagen darum, sagt David Wetzel, Torwarttrainer für den SC-Nachwuchs in der Freiburger Fußballschule und Koordinator der Veranstaltung, „den Spaß am Torwartspiel zu fördern und den Jungs ein paar grundsätzliche Tipps mitzugeben." Natürlich schauen die Trainer bei den Übungen auch darauf, wer sich eventuell für weitere Einladungen empfiehlt. Wie bei den Füchsletagen des SC Freiburg sei die Intention neben der Talentsichtung aber vor allem, dass die Teilnehmer, die aus ganz Südbaden und zum Teil von weiter weg kamen, einmal die Freiburger Fußballschule kennenlernen und dabei „Spaß und einen coolen Tag beim SC" erleben können.

 

Dazu trugen auch Andreas Kronenberg und Patric Klandt ihren Teil bei. Der Torwart-Trainer des Sport-Club und der Profi-Keeper schauten ebenfalls vorbei, gaben ihrerseits Tipps und schrieben dazu noch Autogramme. Das richtige Verhalten bei Distanzschüssen, Spielformen, um die fußballerischen Qualitäten zu schulen und das angemessene Verhalten in Eins-gegen-Eins-Situationen sind für jede Gruppe weitere Übungselemente. Bei letzterem kommt wieder der Faktor "Ruhe bewahren" ins Spiel: „Stehen bleiben und den Körper groß machen", lautet ein Ratschlag von A-Junioren-Torwart-Trainer Dominik Wohlfarth.

 

David Wetzel schaut bei jeder Gruppe einmal vorbei, bittet per Trillerpfeife zum Stationenwechsel und hat selbst genauso viel Spaß an den Torwart-Tagen wie die Teilnehmer. „Auch für uns ist das eine tolle Veranstaltung", betont er. „Wir können uns dabei mit den Kollegen von unseren Kooperationsvereinen austauschen, aber am schönsten ist es zu sehen, wie die Jungs hier mit Freude und Begeisterung bei der Sache sind." Wobei der eine oder andere von ihnen darüber hinaus vielleicht auch einen nachhaltigen Eindruck bei den Freiburger Torwart-Trainern hinterlassen konnte.

 

Dirk Rohde