Sport-Club zum Saisonabschluss nach Leverkusen

"Keine Kaffeefahrt"

Am 22. und letzten Spieltag der Allianz-Frauen-Bundesliga reist der SC Freiburg zu Bayer 04 Leverkusen. Das Spiel des Tabellenvierten bei den als Absteiger feststehenden Bayer-Frauen wird am Sonntag, 21. Mai (14 Uhr) ausgetragen.

 

Noch einmal 90 Minuten, dann endet für den SC Freiburg die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Unabhängig vom Ausgang der Begegnung bei Bayer 04 Leverkusen hat der Sport-Club bereits jetzt mit 44 Punkten die beste Saison aller Zeiten gespielt. Entsprechend positiv gestimmt kann die Mannschaft von Trainer Jens Scheuer an den Rhein reisen. Entspannt ja, allerdings nicht ohne Ambitionen, wie Scheuer klarstellt. „Das wird definitiv keine Kaffeefahrt!“ Zwar geht es für beide Mannschaften im Prinzip um nichts mehr – der Sport-Club steht so gut wie als Vierter fest, ein Abrutschen auf Rang Fünf ist nicht mehr möglich, die Bayer-Frauen sind nach sieben Jahren aus der Liga abgestiegen. Scheuer sieht aber gerade in dieser Konstellation die Bedingung dafür, dass das Spiel nicht zu einem „Sommerkick“ verkommen werde. „Beide Mannschaften können befreit aufspielen.“ Während seine Mannschaft ihre Saisonziele bereits übererfüllt hat, könnten auch die Gastgeberinnen im letzten Heimspiel ohne Druck antreten. „Der Abstieg ist besiegelt, der ganz große Druck damit weg.“ Scheuer erwartet aber eine Bayer-Mannschaft, die sich im vorerst letzten Bundesligaspiel positiv von ihren Fans wird verabschieden wollen. „Einen positiven Abschluss dieser tollen Saison wollen wir aber auch“, stellt der 38-jährige klar.

 

Im letzten Saisonspiel muss der Sport-Club eventuell auf Clara Schöne und Cinzia Zehnder verzichten, die sich beide mit muskulären Beschwerden herumplagen. „Es sind generell einige Spielerinnen leicht angeschlagen, wir müssen das Abschlusstraining abwarten, um zu sehen, bei wem es reicht“, so Scheuer. Zum Einsatz werden in Leverkusen nur Spielerinnen kommen, die zu 100 Prozent fit sind. „Wir haben das in der ganzen Saison so gehalten und werden da auch im letzten Spiel überhaupt kein Risiko eingehen.“