Sport-Club reist nach Potsdam

Am 17. Spieltag in der Allianz-Frauen-Bundesliga tritt der SC Freiburg am Sonntag, 23. April (14 Uhr) im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Turbine Potsdam an.


Eine Woche nach dem unglücklichen Halbfinal-Aus im DFB-Pokal steht für die Frauen des SC Freiburg die nächste schwere Aufgabe an. Am Sonntag gastiert das Team von Trainer Jens Scheuer beim Tabellenzweiten und Meisterschaftsanwärter Turbine Potsdam. Ans Hinspiel haben die Freiburgerinnen dabei gute Erinnerungen, konnte man doch dem damaligen Tabellenführer beim 2:1 Heimsieg durch einen Doppelpack von Lina Magull, die erste und bis heute einzige Saisonniederlage beibringen.

 

Nun liegt dieser Erfolg aber bereits fast ein halbes Jahr zurück und die Gedanken der Freiburgerinnen drehten sich Anfang der Woche ohnehin noch eher um das Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg. „Das Spiel hat natürlich einige Nachwehen verursacht“, bestätigt Jens Scheuer. „Die Mannschaft war sehr enttäuscht, wir alle waren und sind immer noch extrem enttäuscht über das Ausscheiden. Das schüttelt man nicht so einfach aus den Beinen.“ Seit der zweiten Trainingseinheit am Dienstag kann der 38-jährige aber auch wieder über lachende Gesichter bei seinen Spielerinnen berichten. „Wir nehmen die Sache an, so schwer sie auch ist. Etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig“, so Scheuer vor den anstehenden Aufgaben in der Allianz-Frauen-Bundesliga. „Wir gehen positiv in den Schlussspurt!“

 

Den Auftakt zu den letzten sechs Spielen stellt die Partie beim Tabellenzweiten Turbine Potsdam dar. Bei der Reise nach Brandenburg muss der Freiburger Trainer auf Sylvia Arnold (Muskelfaserriss) und Klara Bühl (Bänderriss) verzichten. Der Einsatz von Selina Wagner (Krankheit) steht auf der Kippe. Bei den Turbinen erwartet Scheuer ein „enges Spiel gegen einen physisch starken Gegner. Wir müssen wie gegen den VfL Wolfsburg alles reinlegen, um erfolgreich sein zu können.“ Das Auswärtsspiel bei Turbine ist eines der Spiele, auf die sich der Freiburger Trainer immer freut. „Der Zuschauerzuspruch ist in Potsdam hoch, dort herrscht eine tolle Stimmung. Wir freuen uns, dort spielen zu können.“ Man nehme die weite Reise nach Brandenburg aber nicht nur auf sich, um die Stimmung dort genießen zu können. „Wir wollen dort natürlich etwas Zählbares mitnehmen“, stellt Scheuer klar. „Am liebsten drei Punkte, wenn es am Ende aber einer werden sollte, könnten wir damit auch leben.“


Felix Scharte