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Julian Schuster wird Verbindungstrainer

 

Julian Schuster verstärkt das Trainerteam des SC Freiburg. Der 33-Jährige kümmert sich ab sofort als Verbindungstrainer um die Schnittstelle zwischen der U19, der U23 und dem Profibereich. Schuster beendete im Mai seine Profi-Karriere. Der Mittelfeldspieler bestritt von 2008 bis 2018 242 Pflichtspiele für den SC und war seit der Winterpause 2011/2012 Kapitän der Mannschaft. Im Interview gibt Schuster Einblicke in seine neuen Aufgaben.

 

 

Julian Schuster, am 12. Mai war Ihr letztes Spiel als Fußballprofi. Seit dem 02. Juli widmen Sie sich Ihrer neuen Aufgabe als Verbindungstrainer. Was steckt dahinter?

 

Wie es der Name sagt, der Verbindungstrainer verbindet die Bereiche U19, U23 und Profis. Es ist eine neue Stelle, die den Austausch zwischen Fußballschule und Profis noch weiter intensivieren soll. Unsere Philosophie ist es ja, möglichst viele Jungs aus dem eigenen Nachwuchs nach oben zu bringen. Als Verbindungstrainer kann ich für unsere Talente da sein und auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Jetzt muss ich die Spieler erstmal kennen lernen und mich intensiv mit ihnen zu beschäftigen. Mit dem ein oder anderen habe ich ja bereits als Spieler schon zusammen trainiert.

 


Das heißt, die Trainer-Trainingsanzüge mit den Initialien "JS" sind bereits bedruckt? Oder ist es eher ein Büro-Job?

 

Sowohl als auch. Es wird auf jeden Fall den Trainer-Flock JS geben und ich stehe in sehr engem Austausch mit Christian Preußer von der U23, Thomas Stamm von der U19 und dem sportlichen Leiter Martin Schweizer. Dazu natürlich mit dem Trainerstab der Profis. Die Begleitung der Spieler findet aber auch außerhalb des Platzes statt. Was wird von den Jungs erwartet? Was kommt auf sie zu? Solche Fragen werden wir gemeinsam besprechen. In der individuellen Arbeit wird es auch um Einzelvideos oder spezielle Trainingseinheiten gehen. Diese Einheiten haben keinen direkten Einfluss auf die Aufstellung am Wochenende, als Verbindungstrainer kann ich neutral an die Sache rangehen. So entsteht dann hoffentlich ein sehr offenes und vertrauensvolles Arbeitsklima mit dem Ziel, jeden einzelnen Spieler bestmöglich zu fördern.

 

 

Spielt der Sport-Club da eine Vorreiterrolle, oder gibt es bereits Erfahrungswerte aus anderen Vereinen mit entsprechender Fach-Lektüre?

 

Es gibt einige wenige Vereine, die eine Position mit ähnlichen Aufgaben haben. Ich habe bereits als Spieler großen Wert darauf gelegt, von anderen zu lernen. So möchte ich das auch bei meiner neuen Aufgabe handhaben. Wir in Freiburg sind aber schon ziemlich weit, spielen seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Ausbildung und Weiterbildung unserer jungen Spieler. Diesen Weg wollen wir fortsetzen und nochmals intensivieren. Wir können einfach noch mehr ins Detail gehen.

 


Wie groß wird "Ihre Mannschaft" sein?

 

Es gilt, sich jetzt einen Überblick zu verschaffen. Wir werden die Vorbereitungsphase dazu nutzen, die Spieler zu beobachten und zu schauen, wer in Frage kommt. Im Verlauf der Vorbereitung bewegt sich da erfahrungsgemäß sehr viel. Wir wollen gerade im jüngeren Bereich möglichst viele Spieler abdecken, beim einen geht es vielleicht nur um Gespräche, beim anderen kommen Trainingseinheiten hinzu. Die Betreuungszyklen werden individuell gestaltet. Wir wollen uns daher nicht auf eine bestimmte Anzahl an Spielern beschränken.

 

 

Mit Mo Dräger, Fabian Schleusener oder Jonas Föhrenbach haben wir auch ausgeliehene Spieler, die in der Zweiten Liga Spielpraxis sammeln sollen. Gehören die auch in Ihren Betreuungsbereich?

 

Die Jungs gehören natürlich auch dazu. Wir wollen mit ihnen Kontakt halten und ihnen die Sicherheit geben, weiter dazuzugehören..

 

 

Einige Vereine schaffen ihre U23-Mannschaften ab. Beim Sport-Club soll die Verzahnung noch enger werden. Im neuen Stadion werden Profis und Zweite Mannschaft gemeinsam eine Heimat finden. Ist Ihre Stelle auch ein Vorgriff auf diese noch engere Verbindung?

 

Natürlich gibt es Beispiele von Jungs, die es ohne den Zwischenschritt zur U23 zu den Profis geschafft haben. Erfahrungsgemäß sind das aber nicht allzu viele. Wir wollen, dass uns möglichst keiner verloren geht, deshalb hat die Zweite Mannschaft für uns eine große Bedeutung. Die Schnittstelle Junioren/U23/Profis spielt auch in den Plänen für das neue Stadion eine große Rolle.

 


Manche Kollegen verabschieden sich nach einer sehr langen Profikarriere erst einmal in einen sehr langen Urlaub. Der ist Ihnen jetzt halt nicht vergönnt...

 

Der Übergang ist knackig. Ich habe in den vergangenen Wochen in der Sportschule Kaiserau die DFB-Elite-Jugend-Lizenz gemacht. Das war intensiv aber auch lehrreich und spannend. Ich habe das Gefühl, dass es so richtig ist. Zeit für andere Dinge nehme ich mir dann später mal.

 

 

Interview: Sascha Glunk