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Immer etwas weiter nach hinten

 

Philipp Lienhart und Marius Klein spielen den Doppelpass. Marius, 11, ist seit Sommer des vergangenen Jahres bei den D-Junioren des Sport-Club. Vorher spielte er beim FC Wittlingen und derzeit für die U12 des SC Freiburg. Philipp, 21, kam im Juli 2017 auf Leihbasis von Real Madrid zum SC. Der Innenverteidiger und österreichische Nationalspieler bestritt bislang zehn Bundesligaspiele.

 


Marius Klein: Hallo, ich heiße Marius und wollte erstmal wissen, wie es deinem Knie geht?

 

Philipp Lienhart: Zum Glück wieder gut nach der Verletzung beim Spiel in Köln. Ich trainiere jetzt wieder voll mit. Kommst du auch gerade vom Training?

 

Marius: Ja, ich habe heute bei der U13 mittrainiert. Sonst bin ich in der U12, der jüngsten Jugend beim SC, da spiele ich seit dem vergangenen Sommer.

 

Philipp: Bist du Stürmer?

 

Marius: Nein, meistens Sechser, oder ich spiele auf dem Flügel.

 

Philipp: Und bist du torgefährlich?


Marius: Doch, manchmal treffe ich schon. Wann hast du mit Fußballspielen angefangen?

 

Philipp: Ich glaube, so mit fünf Jahren. Begonnen habe ich beim SC Lilienfeld, in meinem Heimatort in Österreich. Da war mein Vater Trainer. Mit elf Jahren bin ich dann zu Rapid Wien gegangen und habe dort auch im Internat gewohnt. Und du?

 

Marius: Ich habe mit drei angefangen in meinem Dorfverein zu spielen, bei den Bambini des FC Wittlingen. Das ist bei Lörrach und dort wohne ich auch. Welche Position hast du früher gespielt?

 

Philipp: Ich habe eigentlich als zentraler offensiver Mittelfeldspieler begonnen und bin dann über die Jahre immer etwas weiter nach hinten gerutscht. Jetzt bin ich Innenverteidiger geblieben, Torwart wird es hoffentlich nicht mehr werden. (lacht)

 

Marius:Welche andere Position könntest du dir noch am ehesten vorstellen?

 

Philipp: Die Position, die ich noch spielen kann, ist sicherlich zentrales Mittelfeld. Das habe ich in der U21- Nationalmannschaft von Österreich ein paar Mal gespielt. Es ist auch eine ähnliche Position, nur eine Reihe weiter vorne, wo man sicher noch mehr Laufarbeit verrichten muss. Trotzdem ist man auch als Verteidiger mit für den Spielaufbau verantwortlich. Für mich passt das und ich fühle ich mich dort sehr wohl.


Marius: Wie alt warst du, als du das erste Mal in der Nationalmannschaft gespielt hast?

 

Philipp: In der A-Nationalmannschaft habe ich voriges Jahr debütiert. Ich habe aber schon vorher ab der U18 in allen Junioren-Nationalmannschaften gespielt.

 

Marius: Wie viele Vereinswechsel hattest du bisher?

 

Philipp: Nicht viele. Ich habe bei Lilienfeld begonnen und von Rapid Wien, wo ich nach der Jugendakademie zunächst für Rapid II gespielt habe, bin ich dann mit 18 Jahren in die A-Jugend von Real Madrid gewechselt. Dort war ich ein Jahr, dann habe ich zwei Jahre in der Zweiten Mannschaft von Real gespielt, und jetzt bin ich gerade bei meinem vierten Verein.


Marius: Und bist du schnell angekommen beim SC?

 

Philipp: Das war nicht schwer. In der Mannschaft herrscht ein super Klima, jeder versteht sich mit jedem gut, und der Zusammenhalt ist hier wirklich außergewöhnlich. Ich habe auch nicht erwartet, dass ich gleich in den ersten zehn Spielen zur Startelf gehöre, obwohl ich natürlich schon hergekommen bin, weil ich auf Bundesliganiveau spielen wollte. Deshalb war ich dann sehr froh, dass es so schnell geklappt hat. Könntest du dir eigentlich vorstellen, später mal Innenverteidiger zu werden?


Marius: Eigentlich nicht. Wenn Verteidiger, dann vielleicht Außenverteidiger. Aber zurzeit ist Sechser meine Lieblingsposition. Es macht mir am meisten Spaß dort, denn man ist mehr im Spielgeschehen drin. Hast du einen Lieblingsgegner in der Bundesliga?

 

Philipp: Ich habe ja leider wegen meiner beiden Knieverletzungen noch nicht alle Vereine durch, aber ich freue mich auf jedes Spiel. Es ist immer ein Highlight, wenn man hier zuhause im vollen Stadion spielt. Das macht gegen jeden Gegner Spaß. Das Niveau in der Liga ist auf jeden Fall sehr hoch, oft entscheiden Kleinigkeiten. Man muss im Spiel immer voll da sein, auch im Training immer Vollgas geben und schauen, dass man dazulernt.

 

 

Aufgezeichnet von Dirk Rohde