Füchsletage 2017 in der Freiburger Fußballschule

Training und Austausch mit den SC-Profis

340 Nachwuchskicker waren am Dienstag und Mittwoch bei den diesjährigen Füchsletagen des SC Freiburg in der Freiburger Fußballschule zu Gast. Die Spieler der Jahrgänge 2006 bis 2008 wurden dort beim Stationentraining von Jugendtrainern und Jugendspielern des Sport-Club angeleitet - und darüber hinaus auch von den SC-Profis begleitet.

 

Christian Streich war am Dienstagmorgen schon ein bisschen früher als seine Spieler in der Freiburger Fußballschule eingetroffen. Der SC-Trainer schrieb fleißig Autogramme auf die weißen Trikots und stand für Erinnerungsfotos mit den Teilnehmern des ersten der beiden diesjährigen Füchsletage des SC Freiburg zur Verfügung. Angeführt von Torwart Alexander Schwolow und Angreifer Tim Kleindienst trafen auf Fahrrädern wenig später auch die SC-Profis im Nachwuchsleistungszentrum im Möslepark ein.

 

Sonnige Rahmenbedingungen für 340 Nachwuchskicker

 

Angesichts der bereits hohen Temperaturen am Morgen passte es, dass die Begrüßung und die Gruppeneinteilung im Schatten auf der Tribüne stattfand. Bevor mit dem Song „SC Freiburg vor" der offizielle Teil des Trainingstages eingeleitet wurde, gab es dort zunächst noch eine inoffizielle Station: Autogramme sammeln und schreiben auf engem Raum, je nachdem, ob man das weiße Füchsletagetrikot trug oder das rote Trainingsdress der Profis.

 

Im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements unter dem Motto „SC Freiburg - mehr als Fußball" veranstaltete der Sport-Club dieses Jahr zum 15. Mal die Füchsletage in der Freiburger Fußballschule. Die Füchsletage werden vom Förderverein Freiburger Fußballschule und der Achim-Stocker-Stiftung unterstützt. Rafi als Hauptsponsor und Lexware als Co-Sponsor der Freiburger Fußballschule sowie die AOK, Gesundheitspartner der Freiburger Fußballschule, präsentieren die Talentsichtungstage des SC Freiburg.

 

„Wir sind sehr froh, dass das Wetter mitspielt. Das war auch schon anders und das wollen wir nutzen", sagte Martin Schweizer, der Sportliche Leiter der Freiburger Fußballschule, zur Begrüßung. Vor allem, so Schweizer, für einen interessanten Tag, bei dem der Spaß mit dem Ball im Vordergrund stehen solle und der die Gelegenheit biete, „Zeit mit den Profis die hier sind zu verbringen." Im Namen der Mannschaft begrüßte auch Julian Schuster die Teilnehmer. „Wir werden hier sicher ein paar tolle Stunden zusammen haben, auf die wir uns genauso freuen", sagte der SC-Kapitän. „Und wir können euch sicher auch den einen oder anderen Tipp geben."

 

Vier Doppelstationen mit erstklassiger Begleitung


Insgesamt vier Doppelstationen über 40 Minuten standen für die Teilnehmergruppen an jedem der beiden Füchsletage auf dem Kunstrasenplatz und dem Rasenplatz im Stadion auf dem Programm, zwei davon am Morgen und zwei am Nachmittag. Jede Station ist unterteilt in eine Spielform und eine Übung mit technischem oder koordinativem Schwerpunkt. Begleitet und angeleitet werden die Nachwuchskicker dabei in Gruppen von den Jugendtrainern, Jugendspielern und vormittags von den Profis des Sport-Club.

 

Darüber hinaus gibt es noch eine eigene Torhütergruppe, welche die Tribüne als erste Richtung Rasen verließ und sich unten zunächst mit den Torwarttrainern aus der Fußballschule, David Wetzel und Michael Müller aufwärmte. Anschließend stieß mit Alexander Schwolow, Rafal Gikiewicz und Patric Klandt das SC-Torwarttrio dazu, um nützliche Tipps zu Fang- und Fausttechniken oder Ratschläge zum richtigen Stellungsspiel zu geben.


Füchsletagpremiere für zwei Neuzugänge


Ihren ersten Füchsletag erlebten in der Freiburger Fußballschule auch die letzten beiden Neuzugänge des Sport-Club, Robin Koch und Yoric Ravet. Ersterer beobachtete zusammen mit Caleb Stanko und Georg Niedermeier die Fertigkeiten der jungen Kicker seiner Gruppe beim Spiel auf dem Kleinfeld im Stadion. Yoric Ravet, von Young Boys Bern gekommen und seit dem vergangenen Samstag beim SC, war zusammen mit dem Schweizer Vincent Sierro auf dem Kunstrasen beim Torschusstraining dabei.

 

Dort galt es für die Spieler aus dem jungen Teilnehmer-Jahrgang, nacheinander in alle sechs durch Plastikbänder markierten Quadrate ins Tor zu treffen. „Schade", ruft der 27-jährige Franzose, als ein platzierter Schuss nur an der Latte landet. Nach der Übung bleibt Zeit für eine kurze Fragerunde an die beiden Profis. „Was war dein schönstes Tor?", lautet eine an Vincent Sierro. „Bist du stark?", wird Yoric Ravet gefragt, der seinen ersten Einsatz für den SC noch vor sich hat. Und von beiden wollen die schwitzenden Jungs noch wissen: „Wer von euch ist schneller?"

 

Passen, tricksen, schießen und wertvolle Tipps

 

Gegenüber auf der anderen Seite genießen Mike Frantz und Marc Oliver Kempf derweil die Vorzüge der einzigen Trainingsstation, die im Schatten liegt. Die Passübungen mit dem Innenrist scheinen auch dadurch deutlich weniger schweißtreibend. Ganz anders verhält es sich gleich nebenan. „Passen, tricksen, schießen" lautet eine Anweisung von Lars Hermel, früher selbst SC-Profi und seit vielen Jahren D-Jugendtrainer beim Sport-Club. Das Spiel „Fünf gegen Fünf" auf vier kleine Tore beobachten außerdem U17-Trainer Matthias Brosamer und U23-Coach Christian Preußer sowie die SC-Abschlussspezialisten Nils Petersen und Tim Kleindienst.

 

Anmelden konnte man sich für die Füchsletage wieder auf der Internetseite des SC Freiburg. Am ersten Tag waren in der Freiburger Fußballschule 180 Teilnehmer der Jahrgänge 2006 und 2008 am Ball, am Mittwoch folgten 160 Kickerinnen und Kicker des Jahrgangs 2007. Zwar beobachte man bei den Füchsletagen auch die spezifischen fußballerischen Stärken der Teilnehmer, erläutert Martin Schweizer, im Vordergrund stehe aber das Erlebnis für jeden einzelnen, der Spaß bei den Trainingsstationen und „die Möglichkeit zur Begegnung mit den Profis". Außerdem seien die Füchsletage als Angebot auch wichtig für die gesamte Region, denn die Teilnehmer kommen aus ganz Südbaden und sogar darüber hinaus.

 

Mit großem Spaß und nah dran am Lieblingsspieler

 

Dass die Profis des SC bei den Füchsletagen dabei sind, findet auch Noah Hill etwas „ganz Besonderes". Dem Elfjährigen, der beim SC-Kooperationsverein FV Ravensburg zuletzt in der E-Jugend und „meistens Rechtsaußen" spielte, haben an diesem Vormittag außerdem die Koordinationsübungen großen Spaß gemacht. Paul Gerhardt, ebenfalls elf Jahre alt und aus Ravensburg, freute sich dazu darüber, dass seine Gruppe nicht nur von Mike Frantz, sondern auch von seinem Lieblingsspieler Nils Petersen begleitet wurde. „Das Training hier macht richtig Spaß", sagt er. „Und man bekommt auch mal ein Lob von den Profis."

 

Bevor der junge Abwehrspieler davon zuhause erzählen konnte, folgte am Nachmittag noch die zweite Doppelstation. Dafür hieß es zunächst in der Mittagspause mit dem ausgegebenen Lunchpaket und viel Flüssigkeitszufuhr wieder Kräfte zu sammeln. Ein paar Körner weniger dürften die SC-Profis in der Freiburger Fußballschule gelassen haben. Dafür erwartete sie im zweiten Tagesabschnitt noch die eigene Trainingseinheit am Schwarzwald-Stadion.

 

Dirk Rohde