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"Da erwartet uns eine große Herausforderung"

 

SC-Nordlicht Höler und seine Rückkehr in die Heimat

Eingewöhnungszeit? Bei Angreifer Lucas Höler Fehlanzeige! Vor der Partie in Hannover am Samstag ab 15.30 Uhr (live auf Sky und im Liveticker auf scfreiburg.com) spricht der Winterneuzugang aus Sandhausen im Interview der Woche über seinen Start beim Sport-Club. 

 

Lucas, seit etwa sechs Wochen bist Du jetzt in Freiburg. Wie steht es da um Deine Alemannisch-Kenntnisse?

 

Mit dem Dialekt habe ich überhaupt keine Probleme. Das liegt vielleicht daran, dass ich vorher bei Mainz und Sandhausen gespielt habe und deshalb schon etwas länger im Südwesten zu Hause bin. Doch, ich verstehe meine Kollegen und Christian Streich sehr gut.

 

Auch die fußballtaktische Kommunikation schien recht schnell zu funktionieren. Vier Spiele hatte der SC bisher im Jahr 2018, viermal warst Du in der Startelf. Ein Einstand nach Maß? 

 

Auf jeden Fall. Ich weiß, was der Trainer von mir will und kann das direkt umsetzen. Ich hätte es mir wirklich kaum besser vorstellen können. Noch schöner wäre es eigentlich nur gewesen, wenn meine Chance gegen Leipzig oder der Kopfball gegen Leverkusen reingegangen wären. Aber dass ich so schnell hier ankomme und der Trainer auf mich setzt, hätte ich nicht erwartet. Umso mehr freue ich mich.

 

Auch die SC-Bilanz in diesem Kalenderjahr ist durchaus achtbar. Was muss die Mannschaft tun, um den positiven Trend beizubehalten?

 

Sechs Punkte aus den ersten vier Spielen hat uns kaum einer zugetraut. Das war schon super. Vielleicht hätten wir gegen Leverkusen eine der Großchancen reinmachen müssen. Das wäre optimal gewesen. Ansonsten? Wir laufen jedes Mal mehr als der Gegner und wir hauen uns rein. Da kann man uns nichts vorwerfen. Spielerisch versuchen wir Akzente zu setzen, wenn uns der Gegner nicht zu sehr in die eigene Hälfte drückt. Wir müssen einfach irgendwie versuchen, Tore zu schießen. Wir hatten allerdings auch echt harte Brocken vor uns. Jetzt kommen Gegner, die eher auf Augenhöhe sind. 

 

Wie als nächstes Hannover an diesem Samstag. Zum 1:1 im Hinspiel kannst Du vermutlich nicht allzu viel sagen, die Niedersachsen kennst Du allerdings aus der Vorsaison in der 2. Liga ganz gut. Worauf sollte der SC sich einstellen?

 

Hannover ist ab- und gleich wieder aufgestiegen. Das ist eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern, die gerade eine sehr gute Saison spielen. Sie haben einen Plan, mit André Breitenreiter einen guten Trainer und ihr System ist sehr variabel: Sie können Dreier- und genauso gut Viererkette spielen und das im Spiel switchen. Sie sind spielerisch stark und das vor allem vor ihrem eigenen Publikum. Da erwartet uns also eine große Herausforderung. Aber warum sollen wir nicht auch da etwas mitnehmen?

 

Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen 2. und 1. Liga?

 

Ein Punkt ist sicherlich das Thema Erfahrung. Direkt bei meinem ersten Erstliga-Spiel in Frankfurt habe ich gemerkt, dass da sehr viele erfahrene Profis auf dem Platz stehen, die genau wissen, was sie zu tun haben. Wann sie in einen Zweikampf gehen und wann besser nicht. Außerdem ist natürlich das Tempo ein ganz anderes. Und hier sind nur gute Spieler, die alle auf einem top Niveau unterwegs sind. Das ist schon nochmal ein großer Sprung, aber ein sehr schöner. 

 

Hast Du noch Kontakt zu den ehemaligen Kollegen in Sandhausen?

 

Ja, nicht nur zu Trainer Kenan Kocak. Erst am Montag war ich in Sandhausen, um mich noch richtig von den ganzen Kollegen zu verabschieden. Das ging ja doch Anfang des Jahres ziemlich Schlag auf Schlag.

 

Wie hat Dein Umfeld auf Deinen Wechsel zum SC reagiert?

 

Da freuen sich auf jeden Fall alle. Das war ja auch eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Meine Familie ist richtig stolz. Meine Mutter war schon hier zu Besuch, hat sich am Samstag das Heimspiel gegen Leverkusen angeschaut - und war von der Stimmung im Stadion und dem ganzen Drumherum völlig aus dem Häuschen. Das hat sie richtig mitgezogen. 

 

Obwohl ihre Anreise weit war. Deine Heimat liegt immerhin sehr im Norden. 

 

Das stimmt. Aber wenn es dafür in der Karriereleiter weiter nach oben geht, ist es kein großes Problem, weiter weg zu sein. 

 

Hannover wiederum ist nur rund eine Autostunde von Deinem niedersächsischen Heimatort Achim entfernt. Haben sich Familie und Freunde fürs Wochenende schon angekündigt?

 

Ja, da haben sich auf jeden Fall ein paar Leute angemeldet. Das freut mich natürlich. Und: Sie wissen alle ganz genau, dass sie Freiburg anfeuern müssen (lacht). 

 

Interview: Sina Ojo