1:2 gegen Racing

Der SC hat die Liga-Pause für ein Testspiel genutzt. In der Freiburger Fußballschule absolvierte der Sport-Club am Donnerstag ein Freundschaftsspiel gegen den Nachbarn aus dem Elsass, Racing Strasbourg. Der französische Erstligist konnte das abwechslungsreiche Spiel durch einen Treffer in der letzten Minute mit 2:1 für sich entscheiden.

 

Erwartungsgemäß legten beide Mannschaften in der Anfangsphase Wert darauf, stabil und kompakt in der Grundordnung zu agieren. Der SC, der in dieser Zusammenstellung vorher noch nicht zusammengespielt hatte, fand dennoch zügig einen guten Spielrhythmus. Nach einer flüssigen Kombination, an deren Ende eine Flanke von Lukas Kübler stand, köpfte Nils Petersen ein wenig zu hoch, die rund 500 Zuschauer im Möslestadion honorierten diese - wie auch zahlreiche weitere gelungene Aktionen - mit fachkundigem Applaus (18.).

Führung durch Koch

 

Wie schon in der Bundesliga, war der SC nach einer Standardsituation erfolgreich. Eine von der linken Seite scharf von Julian Schuster geschlagene Freistoßflanke wurde leicht abgefälscht und landete drei Meter vor der Torlinie vor den Füßen Robin Kochs, der den Ball lediglich über die Linie drücken musste (21.).

 

Freiburg blieb offensiv gefälliger und ließ gegen den französischen Meister von 1979 in der ersten Halbzeit nahezu nichts anbrennen. Einzig ein verunglücktes Abspiel von SC-Torhüter Rafal Gikiewicz hätte beinahe einen Gegentreffer zur Folge gehabt, doch der Torwart des Sport-Club bügelte die Ungenauigkeit selbst aus und klärte gegen Racing-Kapitän Jérémy Blayac (39.).

 

Racing in der zweiten Hälfte agiler

 

Blayac, der offensiv zu den auffälligsten Spielern des RCS zählte, hatte die erste Möglichkeit nach Wiederbeginn. Sein Kopfball war jedoch leichte Beute für Gikiewicz (49.). Yoric Ravet, der insgesamt viele Akzente setzen konnte, verpasste auf der Gegenseite das 2:0 knapp, als er nach Doppelpass mit Petersen aus der Distanz am Tor der „Blauen" vorbei schoss (50.).

 

Ein dynamischer Antritt Benjamin Corgnets, den der SC nicht zu stoppen im Stande war, bildete die Grundlage des Ausgleiches: Corgnets Flanke vom rechten Flügel verwertete Stéphane Bahoken per Direktabnahme zum 1:1 (55.). Eine präzise Flanke Ryan Kents gab Petersen einige Minuten später die Gelegenheit zur erneuten Freiburger Führung, doch der SC-Angreifer setze seinen Volleyschuss aus rund zehn Metern über das Tor (63.).

 

Während der SC in der ersten Halbzeit dominant aufgetreten war, kam Strasbourg in der zweiten Hälfte, in der Freiburg insgesamt sechs Mal wechselte, besser ins Spiel. So verpasste Jonas Martin die Führung der Franzosen nur knapp (70.), kurz darauf rettete Gikiewicz zwei Mal gegen Anthony Goncalves (75., 78.).

 

1:2 in der Schlussminute

 

Die Schlussphase blieb abwechslungsreich: Marco Terrazzino hatte den Sieg auf dem Fuß, doch er wurde zwei Mal geblockt (85.). Dass das Freundschaftsspiel nicht mit einem Remis endete, war die Folge einer kuriosen Szene. Wenige Sekunden vor Schluss sah sich Gikiewicz gezwungen, den Strafraum zu verlassen, um einen Angriff der Gäste per Kopfball zu unterbinden. Seine Abwehr wurde jedoch zur unfreiwilligen Vorlage für Nuno da Costa, der ebenfalls per Kopf aus ca. 20 Metern zum Sieg für Strasbourg traf (90.).

 

Christian Streichs Fazit viel denn auch „durchwachsen" aus: „Wir haben 1:0 geführt und 1:2 verloren. Das ist ärgerlich. Aber Tests wie diese sind sehr sinnvoll für uns. Wir haben gute Dinge von den Spielern gesehen und Dinge, die sie verbessern müssen. Es ist auch wichtig für die Spieler, die sonst nicht so viel Einsatzzeit bekommen, das realistisch einzuordnen."

 

Der SC spielte mit:

Gikiewicz - Kübler, Koch, Schuster (64. Haberer), Stanko, Bulut (ab 46. Kath) - Ravet (ab 79. Terrazzino), Höfler (64. Günter), Kent - Guédé (ab 56. Kleindienst), Petersen (ab 79. Niederlechner)

 

Tore: 1:0 Koch (21.), 1:1 Bahoken (55.), 1:2 da Costa (90.)

 

Zuschauer: 500