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Heintz: "Wir haben noch 30 Spiele vor uns"

 

Fünf Punkte aus vier Spielen sind ein solider Saisonstart für den SC Freiburg, acht Punkte aus fünf Spielen sollen es nach dem nächsten Wochenende bestenfalls sein. Vor dem Gastspiel am Samstag (ab 15.30 Uhr, live auf Sky und im Ticker auf scfreiburg.com und Twitter) bei Union Berlin spricht Abwehrmann Dominique Heintz im Interview der Woche. 

 

Heintzi, nach einer anstrengenden Spieltagswoche hatte die Mannschaft am Montag frei. Wie hast Du den Tag verbracht?

 

Direkt nach einem Spiel kann ich nicht so gut schlafen. Deshalb war ich von Sonntag auf Montag erstmal zu Hause, habe ein bisschen geschlafen und gut regeneriert. Danach war ich mit unserem Hund Mogli spazieren. Mir tut es immer gut, an die frische Luft zu kommen und das Wetter ist ja noch top. Das genießen wir auf jeden Fall.

 

Für uns alle gelten seit Montag wieder strengere Corona-Regeln, wie etwa eine verstärkte Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Welche Auswirkungen hat die Situation auf Dich?

 

Im Moment mache ich mir gar nicht so viele Gedanken, weil wir ja schon länger mit diesen besonderen Umständen leben. Ich halte mich einfach an die Regeln, die vorgeschrieben sind, damit ich meine Mitmenschen schütze. Wenn das jeder macht, denke ich, dass wir gut durch die Phase kommen. Wir müssen einfach alle sehr wachsam sein. Viel mehr kann und möchte ich dazu gar nicht sagen, weil wir hier in Deutschland Personen haben, die sich in dem Bereich viel besser auskennen als ich und einen guten Job machen. 

 

Deine Familie ist so ziemlich immer im Schwarzwald-Stadion, wenn es möglich ist. Hatte sie auch geplant, zum Spiel gegen Werder Bremen zu kommen?

 

Ja, klar. Es ist schade, dass das Spiel am Samstag am Ende doch ohne Zuschauer stattfinden musste, weil das Konzept mit 3.000 Zuschauern beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg aus meiner Sicht sehr gut funktioniert hat. Meine Familie war begeistert. Ich hoffe einfach, dass wir Corona in Deutschland in den nächsten Wochen gut in den Griff bekommen und dann auch wieder ein paar Zuschauer vor Ort sein können.

 

Gerade Du hast einen guten Draht zu den SC-Fans: Wie sehr fehlt Dir das volle Stadion?

 

Jedes Bundesliga-Spiel ohne Zuschauer ist schade. Ich bin ein Spieler, der die Fans braucht und auch dafür Fußball spielt. Das fehlt mir sehr, das kann ich ruhig ehrlich sagen. Aber natürlich geht die Gesundheit unserer Mitmenschen vor. Wir sind erst einmal froh, dass wir überhaupt spielen und damit weiter unserer Arbeit nachgehen dürfen.  

 

Neben der Enttäuschung über die Geisterkulisse war am Wochenende auch die Enttäuschung über das 1:1 groß. Was hat mit ein paar Tagen Abstand die Ursachenforschung ergeben?

 

Wir haben nach dem 0:4 in Dortmund gegen Bremen ein gutes Gesicht zu Hause gezeigt. Wir hatten viele Durchbrüche über die Außen, aber in der Mitte haben wir den letzten Fuß einfach nicht an den Ball gekriegt, um das Tor zu machen. Daran müssen wir weiter arbeiten. Und um noch einmal auf unsere Fans zurückzukommen: Wenn wir 3.000 oder 4.000 Fans im Stadion gehabt hätten, hätte uns das sicher in den letzten 20 Minuten, in denen wir drückend waren, noch mal richtig nach vorne gepusht. 

 

Der Saisonstart lief für Dich persönlich besser als im Vorjahr. Damals musstest Du erst auf der Bank Platz nehmen, dieses Mal standest Du in bisher jedem Spiel 90 Minuten auf dem Platz. Wie beurteilst Du Deinen Auftakt?

 

Ich habe eine gute Vorbereitung gespielt, mich gut gefühlt und ich versuche, der Mannschaft in jedem Spiel mit meinen Qualitäten zu helfen. Natürlich freue ich mich, dass ich mit Liga und Pokal fünf Spiele gemacht habe. So gerne spreche ich aber gar nicht über meine eigene Leistung, ich würde lieber über die gesamte Mannschaft sprechen. Wenn jeder aus unserer Mannschaft seine Leistung bringt, werden wir auch wieder Spiele gewinnen. 


Stichwort Mannschaft: Mit fünf Punkten nach vier Spieltagen liegen wir auf einem soliden zwölften Platz.

 

Nach vier Spieltagen schaue ich normalerweise noch nicht auf die Tabelle, weil die natürlich zu dem Zeitpunkt nicht viel aussagen kann. Vier Spiele, fünf Punkte, das ist schon okay. Trotzdem hätte ich gerne entweder im Spiel gegen Wolfsburg oder gegen Bremen (beide Male 1:1, d. Red.) einen Sieg geholt. Dann hätten wir jetzt sieben Punkte. Das wäre für mich richtig in Ordnung und auch verdient gewesen. Aber: Wir haben noch 30 Spiele vor uns, es gibt also noch viele Punkte zu holen. 

 

Die nächste Chance gibt's am Samstag bei Union Berlin. Zweimal haben wir uns im vorigen Jahr in DFB-Pokal und Liga schwer getan, im letzten Spiel vor dem Bundesliga-Lockdown im März dann 3:1 gewonnen. Was macht den Gegner so unangenehm?

 

Die Berliner spielen mit viel Leidenschaft, nehmen jeden Zweikampf an, sind eklig, stehen kompakt und haben gute Spieler in der Umschaltbewegung. Wir müssen die Zweikämpfe am Samstag unbedingt auch annehmen, voll da sein und unser Spiel durchziehen.

 

Interview: Marcel Burger, Sina Ojo