Energiewende für Alle

Seit Anfang 2011 sind wir nun dabei, die langjährige Kooperation mit unserem Premiumsponsor badenova zu einer umfassenden „Energie- und Ökologiepartnerschaft" auszubauen. Im Rahmen der badenova-Kampagne „Energiewende für alle" soll dabei langfristig eine CO2-Neutralstellung des Stadions erreicht werden und das badenova-Stadion für die Besucher zu einem Botschafter des Energiewende-Konzepts seines Namensgebers werden.
Das Zusammenspiel perfektionieren
Mit Energie arbeiten der SC Freiburg und die Badenova daran ihr ehrgeiziges Ziel umzusetzen: ein CO2-freies badenova-Stadion.

scfreiburg.com: Herr Röderer, Herr Franke, badenova und der SC spielen schon lange Doppelpass, jetzt wird das Zusammenspiel zu einer – wie es heißt – „umfassenden Energie– und Ökologiepartnerschaft“ ausgebaut. Was bedeutet das konkret?
Achim Röderer: Als Umwelt- und Energiedienstleister hat badenova sich die „Energiewende für alle" in der Region auf die Fahnen geschrieben. Dabei engagieren wir uns in vielfältiger Weise für den Klimaschutz, für einen effizienten und wirtschaftlichen Umgang mit Energie sowie für eine regionale Energieerzeugung, die sich auf regenerative Energien stützt.
scfreiburg.com: Da ist der SC Freiburg für badenova natürlich ein idealer Partner als Pionier in der Fußballbranche, was die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit angeht.
Hanno Franke: Das sehen wir ganz genauso. Genauer gesagt: Der SC und seine Fans sind beim Thema Energiewende ideale Partner für badenova.
scfreiburg.com: Warum die SC-Fans?
Franke: Denken Sie nur daran, wie viele mit öffentlichen Vekehrsmitteln und dem Rad zum Spiel kommen, oder dass schon die erste Photovoltaik-Anlage auf der Südtribüne als Beteiligungsmodell entstand. Rund 200 SC-Fans sind als Kommanditisten auch am Projekt „regionsonne“ beteiligt, das wir zusammen mit badenova 2004 angeschoben haben, und mit dem in der Region auf 8000 Quadratmetern mit neuen Solaranlagen ein Megawatt Sonnenstrom erzeugt wird.
Röderer: Der SC genießt mit gutem Grund nicht nur große Sympathien, sondern steht auch glaubwürdig für eine ökologische Ausrichtung. Deshalb bauen wir unser Sponsoringengagement jetzt gerne in Richtung einer umfassenden Energie- und Ökopartnerschaft aus.
scfreiburg.com: Womit wir wieder am Anfang sind: Was bedeutet das konkret?
Röderer: Langfristiges Ziel ist die CO2-Neutralstellung des Stadions. Dafür wird es einer systematischen und umfassenden Analyse unterzogen. badenova installiert ein Energiemanagementsystem, um den Energieeinsatz noch effizienter zu gestalten und mit dem SC zusammen im und am Stadion Maßnahmen umsetzen, die Umweltbewusstsein, Energieeffizienz und CO2-Einsparungen unterstützen. Wobei wir beim ersten zusammen Draufschauen gesehen haben, dass der SC so einiges bereits gemacht hat ...,
Franke: ... Wassersparduschköpfe sind installiert, wasserlose Urinale gebaut, den Rasen bewässern wir mit Grundwasser, die Heizungsrohre wurden gedämmt, der Mannschaftsbus ist ein echter Spritsparer und, und, und ...
scfreiburg.com: Wurde auch im Zuge der Energiewende-Kampagne schon was umgesetzt.
Röderer: Seit Januar wird das Stadion komplett mit Ökostrom beliefert. Informationen über ökologische Maßnahmen im und am Stadion werden an verschiedenen Stellen im Stadion kommuniziert.
scfreiburg.com: Wie sollen die Fans in die Energiewende-Kampagne rund ums Stadion eingebunden werden?
Röderer: Zunächst einmal, indem wir sie im Stadion oder auch immer wieder in Heimspiel oder auf www.scfreiburg.com darüber informieren, was wir machen, und welche Effekte damit erzielt werden. Nicht zuletzt wollen wir den Fans dabei immer wieder zeigen, dass Klimaschutz Spaß machen kann und sie so zum mitmachen anregen. Mehr dazu sehen und hören sie demnächst hier und im Stadion.
Franke: Der SC will übrigens auch seine Dienstleister ansprechen und für die Thematik sensibilisieren. Außerdem haben wir Heiko Butscher und Ömer Toprak im Rahmen der neuen badenova-Partnerschaft als Energiewendepaten gewonnen und werden demnächst einen Klimabeauftragten bestellen. Mit badenova zusammmen haben wir in der Sache nämlich noch sehr viel mehr vor, als wir hier erzählen können.
Interview: Uli Fuchs
Positive Beispiele setzen
Sport-Club Freiburg und badenova haben ein ehrgeiziges Ziel: Langfristig soll das badenova-Stadion CO2-neutral betrieben werden. Oliver Baumann und Heiko Butscher sind das neue Energiewendepaten-Duo des SC Freiburg und der badenova

Auf dem Platz verteidigen sie das Tor des SC Freiburg, neben dem Platz unterstützen sie die Initiative „Energiewende für alle“. SC-Verteidiger Heiko Butscher geht in sein zweites Jahr als Energiewendepate und hat nun einen neuen Kollegen an seiner Seite: Torhüter Oliver Baumann. Der 21-Jährige weiß, dass der Sport-Club nicht nur auf dem Platz auf nachhaltige Arbeit setzt. „Ich stehe zu hundert Prozent hinter meiner Mannschaft, genauso stehe ich zu hundert Prozent für Umweltschutz. Deshalb bin ich Energiewendepate von badenova geworden“, sagt Baumann.
Als Energie- und Umweltdienstleister hat sich der SC-Premiumsponsor badenova die „Energiewende für alle“ auf die Fahnen geschrieben. In der vergangenen Saison sind der SC Freiburg und die badenova offiziell eine „umfassende Energie- und Ökologiepartnerschaft“ eingegangen. Als die beiden Partner einen Nachfolger für den zu Bayer 04 Leverkusen gewechselten Energiewendepaten Ömer Toprak gesucht haben, zögerte Baumann nicht lange. „Ich erwarte, dass es im Sport immer sauber abläuft. Das gleiche erwarte ich auch im Bezug auf unsere Umwelt“, erklärt der Torwart. Bei jedem Heimspiel des Sport-Club steht er auf dem Platz eines Stadions, das komplett mit Ökostrom beliefert wird. Baumann und Butscher wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Sie setzen sich für einen effizienten und wirtschaftlichen Umgang mit Energie sowie für eine regionale Energieerzeugung ein, die sich auf regenerative Energien stützt.
Für den Klimaschutz kann man nie genug tun
Verwaltungsdirektor Detlef Romeiko über das ECOfit-Programm als weiteren Schritt zum C02-neutralen Stadion.

Heimspiel: Der Sport-Club hat sich zusammen mit badenova ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Das badenova-Stadion soll Vorzeigeort für das Energiewendekonzept seines Namensgebers werden. Wunschziel ist sogar ein CO2-neutrales Stadion. Da haben Sie sich viel vorgenommen ...
Detlev Romeiko: Mag sein, aber es ist die logische Konsequenz aus dem, was wir in der Vergangenheit bereits begonnen haben. Wir waren eines der ersten Stadien überhaupt, das Schritte in Richtung Umweltbewusstsein und Klimaschutz unternommen hat. Man vergisst das ja leicht, aber wir waren 2006 bei der Fußball-WM im eigenen Land immerhin genau dafür Vorzeigestadion.
Heimspiel: Das ist nun allerdings schon fünf Jahre her.
Romeiko: Richtig. Und die anderen Vereine haben in letzter Zeit mit ihren Neubauten, die, wie zum Beispiel in Mainz, auf Klimaneutralität getrimmt werden, deutlich aufgeholt. Da möchten wir natürlich auch weiter am Ball bleiben und unsere Vorreiterrolle nicht so einfach aufgeben.
Heimspiel: Und wie tun Sie das konkret?
Romeiko: Wir haben uns mit unserem Energie- und Ökologiepartner badenova intensiv darüber beraten, und ein Ergebnis ist, dass wir am Kooperationsprogramm ECOfit der Stadt Freiburg und des Landes teilnehmen, und mithilfe der Spezialisten für Umweltmanagement von Arqum unseren gesamten Betrieb auf Einsparmöglichkeiten durchleuchten lassen und entsprechende Mitarbeiterschulungen durchführen werden.
Heimspiel: Gibt es schon erste Ergebnisse?
Romeiko: Sogar ein sehr erfreuliches: Wir sind weiter, als uns bewusst war. Das beginnt bei der Energiegewinnung durch unsere Solaranlagen und die Holzhackschnitzel-Verbrennungsanlage in der Fußballschule und geht bis zu Spar-Duschköpfen. Allein das neu installiertes Blockheizkraftwerk unseres Partners badenova für die Haupt- und Südtribüne spart jährlich ca. 25 Tonnen CO2.
Heimspiel: Alle Hausaufgaben schon gemacht?
Romeiko: Für den Klimaschutz kann man nie genug tun. Klar gibt es bei uns noch eine Menge zu verbessern. Darum nehmen wir gern die Hilfe von ECOfit in Anspruch. Wir möchten damit auch bewusst über unseren eigenen Tellerrand hinausblicken und zusammen mit den anderen teilnehmenden Unternehmen auch die übrige regionale Wirtschaft ermutigen, Schritte in diese Richtung zu unternehmen. Das schont übrigens nicht nur das Klima sondern spart auch Geld.
Der Klima-Agent mit der Lizenz zum Sparen
Der Sport-Club Freiburg rüstet das badenova-Stadion mit neuester Gebäudeleittechnik aus

Gestatten, Agent. Klima Agent. Kein Witz. Das neue Programm für Energiemonitoring und Energiemanagement, das der Sport-Club Freiburg im Rahmen der Energiewende-Kooperation mit der badenova für seine Gebäudeleittechnik installieren wird, heißt tatsächlich „Klima Agent“. Was die Überwachung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß durch Gebäudeleittechnik betrifft war der Sport-Club auch bisher bestens aufgestellt. „Aber mit dem Klima-Agenten bekommen wir nun so etwas wie den Rolls-Royce der Energiemonitoringsysteme“, freut sich SC-Klimabeauftragter Stefan Spohn.
Der Sport-Club ist das erste Unternehmen, das die badenova mit dieser avancierten Form des Energiemanagements ausstattet. Daran, dass das badenova Stadion der Pionierrolle bei der Anwendung modernsten Energiemonitorings gerecht wird, hat Spohn keinen Zweifel. „Schon mit unserer jetzigen Gebäudeleitechnik kann ich Wasser-, Strom- und sonstigen Energieverbrauch - von der Raumtemperatur in der Umkleide über den Wasserverbrauch in der Fußballschule bis zur Graswurzeltemperatur für die Rasenheizung - per Computer ablesen und steuern. Mit der neuen Technik wird alles etwas komfortabler. Sämtliche Zählerstände und Verbrauchswerte werden alle 120 Sekunden abgerufen und stehen als Daten überall und jederzeit zur Verfügung“, erläutert Spohn. Und wie hilft das beim Energiesparen? Wenn beispielsweise während der Winterpause irgendwo Wasser läuft, sei es durch Rohrbruch oder weil jemand den Hahn nicht zugedreht hat, erkennt der Klima-Agent innerhalb kürzester Zeit, dass der Wasserverbrauch ungewöhnlich hoch ist, und der Klimabeauftragte erhält umgehend eine SMS, die über den außergewöhnlichen Verbrauch informiert, so dass für Abhilfe gesorgt werden kann.
Also eine Anschaffung, die sich lohnt? „Durch die detailgenaue Datenerfassung und -aufbereitung ermöglicht das System die ständige Überwachung und kontinuierliche Optimierung der Energieflüsse“, sagt Kai Sametinger, der bei badenova den „Klima-Agenten“ betreut. Das kann Spohn bestätigen: „Nur wenn wir sämtliche Energiearten einer systematischen Analyse unterziehen, können wir bezüglich unserer Öko-Bilanz noch besser werden“.









