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Sport-Club siegt 6:1 beim SC Wyhl

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Halbes Dutzend im zweiten Test

Karim Guédé muss Wyhler Gegenwehr überwinden (Foto: M. Heuberger).

Der SC Freiburg hat am Dienstag sein zweites Freundschaftsspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung beim SC Wyhl mit 6:1 (3:0) gewonnen. Rund 3.000 Zuschauer sahen im Fehrenwert-Stadion die Freiburger Tore durch Marco Terrazzino (15.), Julian Schuster (17., FE/41.), Erik Jendrisek (60.) und Ivan Santini (48., FE /62.), sowie den Ehrentreffer für die Gastgeber von Benjamin Rohrer (83.), der zugleich Co-Trainer des Landesligisten ist.

 

Dass der kleine Rückstau auf der Autobahnausfahrt Riegel Rückschlüsse auf das Zuschaueraufkommen beim zweiten Vorbereitungsspiel des SC Freiburg in Wyhl zulassen könnte, erwies sich als verfrühter Gedanke. Ein orientierungsloser LKW-Fahrer war der Grund für die Verkehrsstockung. Dennoch konnten sich die Gastgeber des SC Wyhl am Dienstagabend über eine stattliche Kulisse beim Freundschafsspiel gegen den benachbarten Bundesligisten freuen. Sicher auch, weil sich der trübe Regentag rechtzeitig dazu entschieden hatte, schon weit vor dem Anpfiff noch unerwartet sonnig warmes Fußballwetter aufzulegen.

 

Heimspiel für Uwe Vetter

 

Es hätte gar nicht so viel dazu gefehlt, dass der SC Wyhl den Sport-Club sogar als Sechstligist empfangen hätte. Zwei verlorene Partien kosteten am Ende der vergangenen Saison den zweiten Platz in der Landesliga-Staffel II. Den wiederum schnappte sich mit einem Punkt Vorsprung schließlich der Freiburger FC und schaffte bekanntlich in der Aufstiegsrelegation den Sprung in die Verbandsliga. Hatte der SC beim ersten Test am vergangenen Samstag in Zimmern mit Daniel Caligiuri bereits einen Heimkehrer für einen Tag in seinen Reihen, war dies auch heute der Fall. Uwe Vetter, der nun bereits im 17. Jahr als Masseur und Physiotherapeut beim Sport-Club arbeitet, wurde diesmal vom Stadionsprecher als gebürtiger Endinger und ehemaliger Spieler des SC Wyhl besonders begrüßt.

 

Genauso wie Hanne Stocker, die Frau des verstorbenen langjährigen SC-Präsidenten Achim Stocker, und der gesamte SC-Vorstand mit dem Ersten Vorsitzenden Fritz Keller und seinen Stellvertretern Dr. Heinrich Breit und Martin Weimer. Ob es auch psychologische Gründe haben mag, dass die Mannschaft von Trainer Christian Streich nach der Niederlage bei Borussia Dortmund zum Abschluss der vergangenen Bundesligasaison zu Beginn der Saisonvorbereitung ausschließlich auf Gegner in Gelb-Schwarz trifft? Nach dem 4:2 beim SV Zimmern am Samstag folgte jedenfalls mit dem heutigen 6:1 wieder ein Erfolgserlebnis gegen die erfolgreichste Bundesligafarbkombination.

 

Julian Schuster schnürt Doppelpack

 

Wie in Zimmern wollte das Freiburger Trainerteam auch im Fehrenwert-Stadion in jeder Halbzeit ein komplett variiertes SC-Team auf den Rasen schicken. Da jedoch Innenverteidiger Beg Ferati beim Aufwärmen Probleme bekam, kam Fallou Digane in den Genuss, als erster und einziger SC-Profi in der bisherigen Vorbereitung komplette 90 Testspielminuten zu absolvieren. Ansonsten waren die beiden Sport-Club-Mannschaften ein wenig anders gemischt als zuletzt in Zimmern. Im Tor pausierte diesmal Oliver Baumann, neben Ferati kamen außerdem Pavel Krmas (Achillessehnen-Probleme), Sebastian Freis (nach Nasen-OP), Mensur Mujdza und Neuzugang Max Kruse nicht zum Einsatz. Alle aufgrund nur "leichter Blessuren", wie Trainer Christian Streich mitteilte. Gut fügte sich mit Marco Terrazzino erneut ein weiterer Neuzugang ins Freiburger Kombinationsspiel ein. Der frühere Karlsruher erzielte nach einer Viertelstunde auf Zuspiel von Karim Guédé aus kurzer Distanz auch das Führungstor. Zuvor hatte bereits zweimal Garra Dembélé eine gute Möglichkeit, aber auch der SC Wyhl nach einem Missverständnis in der SC-Abwehr die Chance zur Führung besessen, die Alexander Schwolow jedoch vereitelte.

Heute mit Elfmeter-Scorerpunkt: Angreifer Mounir Bouziane (Foto: M. Heuberger).

Zwei Minuten nach der Führung erhöhte dann Julian Schuster per Elfmeter, nachdem Mounir Bouziane im Strafraum gefoult worden war. Noch einmal Dembélé und Anton Putsila scheiterten danach am vor allem vor der Pause starken Wyhler Keeper Steffen Hanselmann. Der Landesligist kämpfte leidenschaftlich, der Erstligist ließ den Ball mit wenig Kontakten laufen, die Taktzahl an Chancen nahm aber zunächst wieder ab. Eine schnelle Kombination brachte dennoch kurz vor der Pause den dritten SC-Treffer, als nach einer Hereingabe von Christian Günter Kapitän Julian Schuster (41.) aus kürzerer Distanz als elf Metern erfolgreich war.

 

Auch Ivan Santini trifft zweifach

 

Verletzungsbedingt also nur mit einer neuen Zehn und einem bisherigen Innenverteidiger ging der Sport-Club den zweiten Durchgang an. Und der heutige SC Freiburg II, bei dem tatsächlich auch Tobias Klein aus der Zweiten Mannschaft links verteidigte, stockte die Torausbeute innerhalb einer guten Viertelstunde auf ein halbes Dutzend auf. Zunächst zum zweiten Mal per Strafstoß, als Daniel Caligiuri gefoult worden war und Ivan Santini (48.) verwandelte. Erik Jendrisek erhöhte nach einer Stunde mit einem wunderschönen Tor aus der Distanz. Schließlich legte der Slowake auch das 0:6 durch Santini (62.) auf. Der Kroate traf wenig später den Pfosten, Jendrisek verfehlte im Nachschuss, einige Zeit daruf parierte der Wyhler Torwart glänzend einen Schuss von Jonathan Schmid und Cedrick Makiadi köpfte nach einer Ecke von Schmid an die Latte. All diese Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, waren in der recht einseitigen zweiten Halbzeit, die vor allem durch Freiburger Ballbesitz gekennzeichnet war, ein Grund dafür, dass der nach der Pause im SC-Tor stehende Daniel Batz noch weitgehend beschäftigungslos geblieben war.

 

Was sich in der Schlussphase noch ändern sollte. Zunächst verhinderte der 21-Jährige bei einem Wyhler Konter den Gegentreffer und wehrte zur Ecke ab. Diesen nutze der Landesligist jedoch in Person von Benjamin Rohrer (83.), der gleichzeitig Co-Trainer von Wyhls Coach Simon Ehret ist, mit einem Kopfball zum umjubelten Ehrentreffer. Ivan Santini mochte sich in der Schlussminute noch über ein zu Unrecht nicht gegebenes Abseitstor ärgern, dann beendete Schiedsrichter Andreas Klopfer aus Mundingen das zweite Testspiel innerhalb der ersten Vorbereitungswoche, über das Christian Streich sagte: "Alle haben sich ordentlich bewegt, die Spieler haben viel probiert und es war ein toller Rahmen."

 

Nach den zwei Gastspielen bei Landesliga-Mannschaften folgt für den SC Freiburg am kommenden Samstag, den 7. Juli, der erste echte Härtetest in der Vorbereitung. Dann tritt das Team von Trainer Christian Streich um 17 Uhr auf dem Sportgelände Frohberg in Stäfa (CH) am Zürichsee gegen den Schweizer Erstligisten FC Zürich an. Der letztjährige Tabellensechste der Schweiz steht bereits am Ende seiner Saisonvorbereitung und startet eine Woche später in die neue Punkterunde der Super League.

 

SC Freiburg (erste Halbzeit): Schwolow - Sorg, Diagne, Ginter, Günter - Schuster, Guédé - Putsila, Dembélé, Terrazzino - Bouziane
Zweite Halbzeit: Batz - Schmid, Diagne, Höhn, Klein - Flum, Makiadi - Jendrisek, Rosenthal, Caligiuri - Santini

 

Dirk Rohde

 


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Autogramme

04.07.2012 - 06:34

Das war ein toller Abend.
Danke SC für die vielen Autogramme.
Nicolai, 8 Jahre

Nicolai Jessen

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