SC unterliegt beim FC Zürich 2:4
Penalty-Schießen am Zürichsee
Erik Jendrisek im Vorwärtsgang beim Test gegen Zürich (Foto: Achim Keller).
Der SC Freiburg hat am Samstag sein drittes Testspiel in der Vorbereitung beim Schweizer Erstligisten FC Zürich 2:4 (1:3) verloren. Auf dem ausverkaufen Sportgelände Frohberg in Stäfa am Zürichsee gab es für beide Teams jeweils zwei Foulelfmeter. Für den FCZ, der durch Henrique Konzen (11.) vor 1.752 Zuschauern in Führung gegangen war, verwandelten Mario Gavranovic (42.) und Amine Chermiti (45.), für den SC Julian Schuster (16.) und Daniel Caligiuri (64.). Außerdem traf Mathieu Beda (71.) für den FC Zürich, der nächste Woche in die neue Saison der Schweizer Super League startet.
Vor 215 Jahren übernachtete in Stäfa der vielleicht berühmteste deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Im Gasthaus „Alte Krone" erinnert noch heute das „Goethebänkli" an den Besuch. Auf der heute mit 1.752 Zuschauern ausverkauften Sportanlage Frohberg über Stäfa, der größten Weinbaugemeinde im Kanton Zürich, war an diesem Samstag der Sport-Club Freiburg zu Gast, um im Rahmen der Saisonvorbereitung sein drittes Testspiel gegen den zwölffachen Schweizer Meister und letztjährigen Tabellensechsten FC Zürich auszutragen.
Anspruchsvoller Test beim FCZ
Auf dem Gästebänkli des Sportplatzes nahmen in der ersten Halbzeit neben dem SC-Trainerteam um Chefcoach Christian Streich wie in den ersten beiden Testspielen jene elf Spieler Platz, die nach der Pause das SC-Team der ersten Hälfte ablösen sollten, denn erneut spielte der Sport-Club gegen Zürich vor und nach der Pause mit zwei gänzlich unterschiedlichen Teams. Nach den Partien gegen die Landesligisten SV Zimmern und SC Wyhl war die Aufgabe für die Freiburger, die sich erst seit anderthalb Wochen in der Vorbereitung befinden und am Morgen noch eine Trainingseinheit absolviert hatten, diesmal eine ungleich anspruchsvollere. Denn für den von Rolf Fringer, den ehemaligen Coach des VfB Stuttgart betreuten FC Zürich war das Spiel bereits die Generalprobe für die in einer Woche beginnende neue Saison der Schweizer Super League.
Dazu hatte der Gegner, den auch Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre vier Jahre lang trainiert und zu zwei Meisterschaften geführt hatte, im vergangenen Jahr noch gegen Bayern München um die Qualifikation zur Champions League gespielt. Der ehemalige Stuttgarter Ludovic Magnin und Mario Gavranovic (zuletzt FSV Mainz) waren zwei von vier ehemaligen Bundesligaspielern im Kader der Schweizer. Entsprechend war es auch für die Freiburger ein von Beginn an intensiveres Spiel als zuletzt. Zwischendurch freilich aufgelockert von einer Art Elfmeterschießen beider Teams als Spiel im Spiel. Der erste Treffer resultierte jedoch aus einem regulären Spielzug, an dessen Ende Magnin vor das zunächst von Daniel Batz gehütete SC-Tor flankte und Petro Henrique Konzen (11.) aus schrägem Winkel im zweiten Versuch zur Führung traf.
Drei Elfer, vier Tore
Sicherer Elfmeterschütze für den SC: Julian Schuster (Foto: A. Keller).
Goalie, Referee und Penalty sagen die Schweizer im Fußballkontext zu Torwart, Schiedsrichter und Elfmeter. Entsprechend ging die erste Hälfte am Zürichsee vornehmlich mit Penalty-Schießen weiter. Nach einer schönen Aktion von Ivan Santini, der vor der Pause gemeinsam mit Garra Dembélé, Mounir Bouziane und Erik Jendrisek in der Offensive spielte, foulte Berat Djimsiti den Kroaten im Strafraum und Julian Schuster (16.) ließ Goalie Davide Da Costa beim Penalty keine Abwehrmöglichkeit. Anschließend bestimmten die Schweizer das Spielgeschehen, zeigten die flüssigeren Kombinationen, doch auch der SC präsentierte sich bereits wieder laufstark, vor allem bei der Defensivarbeit, hielt die Räume dicht und die Torchancen für den Gegner im sehr überschaubaren Rahmen. Nach einer Ecke klärte Mensur Mujdza eine gefährliche Situation, ein Aufsetzer von Maurice Brunner flog über das Tor. Jendrisek mit einem Schuss und nach einer halben Stunde Bouziane, dessen schöne Direktabnahme nach Pass von Santini um Zentimeter den langen Pfosten passierte, setzten Freiburger Offensivakzente.
Die Schlussminuten vor der Pause standen dann wieder ganz im Zeichen des Elfmeterschießens. Immanuel Höhn touchierte Amine Chermiti, der bis vor zwei Jahren bei Hertha BSC spielte, Gavranovic (42.) verwandelte den zweiten Strafstoß. Die erneute Führung des FCZ hätte nach dem Anstoß beinahe Jendrisek postwendend wieder ausgeglichen, doch der Slowake verpasste einen Treffer knapp. Kurz vor der Pause stoppte Batz dann Gavranovic auf dem Weg zum Tor - leider auch diesmal per Foulspiel, so dass Chermiti (45.) den FC Zürich auch im Elfmeterschießen wieder in Führung brachte. Der zweite Durchgang, den die Gastgeber gegen die zweite SC-Elf dieses Nachmittags unverändert begannen, gestaltete sich zunächst wesentlich ausgeglichener und weniger dynamisch wie der erste. Daniel Caligiuri und Gavranovic gaben erste und einzige Torschüsse ab, bevor erneut Djimsiti im Strafraum einen Freiburger foulte. Diesmal war es Caligiuri (64.), der selbst zur erfolgreichen Ausführung des vierten und letzten Foulelfmeters in diesem Spiel anrat.
Noch ein Strafstoß, Caligiuri trifft auch
Der Sport-Club entwickelte bis zum Schluss, abgesehen von einem gefährlichen Schuss durch Caligiuri, nur noch wenig Torgefahr. Die Gastgeber setzten mit wenigen schnellen Kontern noch ein paar Akzente. So musste Oliver Baumann gegen Gavranovic aus kurzer Distanz eine glänzende Abwehraktion zeigen, um ein weiteres Gegentor zu verhindern. Nur eine Minute später fiel dieses dann doch, als der Freiburger Stammkeeper einen Freistoß von Magnin an den Pfosten gelenkt hatte, Mathieu Beda (71.), ein weiterer Bekannter aus dem deutschen Profifußball, jedoch per Kopf abstauben und noch ein Tor aus dem Spiel heraus erzielen konnte - allerdings ebenfalls nach einer Standardsituation. Insgesamt hatte sich der FCZ in seinem letzten Testspiel nach der Pause bei den wenigen Offensivaktion zielorientierter gezeigt.
„Es ist natürlich ein Unterschied, ob man erst anderthalb Wochen trainiert, oder in einer Woche in die Meisterschaft startet", sagte SC-Kapitän Julian Schuster. „Ich denke, Zürich war fitter, aber wir hätten uns bei den Gegentoren schon geschickter anstellen können, auch wenn zwei davon Elfmeter waren. Momentan absolvieren wir täglich zwei Trainingseinheiten mit dem Schwerpunkt Ausdauer. Aber gerade deswegen war es ein guter Test. Da kann jeder für sich überprüfen, wie weit er momentan ist."
Wahrscheinlich wieder etwas weniger gefordert sein wird die Mannschaft von Christian Streich im letzten Freundschaftsspiel vor dem Trainingslager in Schruns. Am kommenden Dienstag, den 10. Juli, tritt der Sport-Club zum vierten Vorbereitungsspiel beim Oberligisten, südbadischen Pokalsieger und SC-Kooperationsverein Offenburger FV an. Spielbeginn im Karl-Heitz-Stadion ist um 18.30 Uhr.
SC Freiburg (erste Halbzeit): Batz - Mujdza, Höhn, Ferati, Sorg - Schuster, Guédé, Jendrisek, Bouziane - Dembélé, Santini
Zweite Halbzeit: Baumann - Schmid, Diagne, Ginter, Günter - Flum, Makiadi, Putsila, Caligiuri - Rosenthal, Kruse
Dirk Rohde














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Timo Gebhart Info falsch
10.07.2012 - 13:33
Das ist ein Fehler bei Sportbild.de.
Ich habe mal auf Transfermarkt nachgesehen. TG ist ja bei Nürnberg ein Neuzugang.
hsv87 > An einen Freund senden
Vielleicht ist es ja Timo Gebhardt ?
10.07.2012 - 13:12
unter http://goo.gl/AAQiB
findet sich dieser Text.
"Die neuen Rückennummern der Bundesliga-Stars
Timo Gebhart soll nach seinem Wechsel von Stuttgart zum SC Freiburg mehr Verantwortung übernehmen – die Rückennummer 10 war allerdings auch schon dem einen oder anderen zu schwer."
Wenn es denn so kommt, freute mich dieser Wechsel; denn TG ist eine echte Kante ! Und an die Kante muss der SCF ja gehen laut CS.
Ich bin gespannt, ob etwas dran ist.
hsv87 > An einen Freund senden
Wer ersetzt Reisinger ?
09.07.2012 - 17:14
Reisinger war ein Charakter für die Mannschaft - ich hoffe, wir finden adäquat Ersatz.....nicht nur sportlich, sondern vor allem emotional und in seiner charakterlichen Reife.
Ich hoffe, der SC reagiert da noch personell....Willkommen Kruse!!! Schön, dass Du schon das Badnerlied auswendig kannst und die Sonne im Breisgau liebst.
Grubi > An einen Freund senden