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SC gewinnt 3:1 beim Hamburger SV

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Eiskalt an der Alster

Erfolgreich gegen die Raute gespielt: Julian Schuster (2.v.r.) gratuliert dem Torschützen Daniel Caligiuri (Foto: M. Heuberger).

Dem SC Freiburg ist am Samstag in seinem zweiten Auswärtsspiel in Folge der zweite Auswärtssieg in dieser Saison gelungen. Dank einer wieder äußerst starken Vorstellung gewann die Mannschaft von Trainer Christian Streich beim Hamburger SV verdient mit 3:1 (2:0). Johannes Flum (20.) und Daniel Caligiuri (43.) trafen vor der Pause für den Sport-Club. Vor 52.414 Zuschauern in der Imtech-Arena konnte Cedrick Makiadi (72.) nach der Pause noch erhöhen. Für die Gastgeber verkürzte Ivo Ilicevic (75.).

 

Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel hatte Christian Streich erzählt, wie er seinem Vater, ein Fan des Hamburger SV, vor vielen Jahren einmal ein HSV-Poster für dessen Büro geschenkt hat. „Ich glaube, es war ein Geschenk, über das er sich sehr gefreut hat", so der SC-Trainer. Heute hatten vor dem Spiel zunächst die Gastgeber Geschenke verteilt. Wer eine der letzten 9000 Karten für die Partie erwarb, bekam noch einen 10-Euro-Gutschein für den HSV-Fanshop dazu.

 

Sport-Club beginnt unverändert

 

Christian Streich hatte diesmal keine Hamburg-Geschenke zu verteilen. Er wollte vielmehr mit seinem Team den Aufwärtstrend der letzten Begegnungen fortsetzen und weiter Punkte für das Ziel Klassenerhalt sammeln. Dafür bot er die gleiche Startformation wie vor einer Woche beim 0:0 in Mönchengladbach auf. Kapitän Julian Schuster saß erneut zunächst auf der Bank. Verletzt fehlten Oliver Barth, Immanuel Höhn, Beg Ferati, Anton Putsila und Garra Dembélé. Pavel Krmas spielte nach seinem Muskelfaserriss am Samstag im Regionalligateam. Die einzige Änderung gegenüber der Vorwoche war, dass die Außenverteidiger Mensur Mujdza und Oliver Sorg die Seiten tauschten, Sorg wechselte auf links, Mujdza kehrte auf die rechte Bahn zurück. Bei den Gastgebern fehlten unter anderen die gesperrten Heiko Westermann und Paolo Guerrero, sowie der verletzte Dennis Aogo, Marcel Janssen kehre auf die Bank zurück.

 

Die Gastgeber, die bislang das heimschwächste Team in dieser Bundesligasaison stellen, begannen druckvoll. Bereits nach zwei Minuten bot sich Tolgay Arslan die riesige Chance zur Führung. Mladen Petric hatte ein Zuspiel von Ivo Ilicevic quer in den Strafraum gelegt, doch Arslans Direktabnahme trudelte am rechten Pfosten vorbei. Anschließend war es SC-Torhüter Oliver Baumann (10.), der mit einer starken Parade bei einem noch abgefälschten Freistoß von Petric die nächste Möglichkeit für den HSV zunichte machte. Der SC verteidigte diesmal tiefer stehend als in der vergangenen Begegnung, allerdings nicht weniger konzentriert und effektiv. Nur eine heikle Szene mussten die Gäste in der ersten Halbzeit noch überstehen. Außenverteidiger Dennis Diekmeier hatte über die rechte Seite einen gefährlichen Vorstoß gestartet, seine Hereingabe erreichte wieder Arslan (18.), dessen Schuss jedoch abgeblockt wurde.

 

Flum und Caligiuri treffen vor der Pause

 

Der Sport-Club war bis dahin vor allem defensiv beschäftigt, ein Distanzschuss von Cedrick Makiadi war der einzige Offensivakzent gewesen. Das änderte sich nach 20 Spielminuten, als die Mannschaft ihre erste klare Chance zur Führung nutzte. Nach einem von David Jarolim unfreiwillig verlängerten Freistoß aus dem linken Halbfeld durch Jonathan Schmid, traf der frei stehende Johannes Flum (20.) mit einem wuchtigen Aufsetzer, den auch Petric beim Rettungsversuch nur weiter ins Tor verlängern konnte. Mit dem Führungstor war der SC dann richtig drin im Spiel. Bei den Gastgebern sorgte der Rückstand zudem für Verunsicherung. Nach einer guten halben Stunde musste Torschütze Johannes Flum angeschlagen den Platz verlassen, für ihn kam Julian Schuster. Der SC spielte weiter kompakt und erarbeitete sich allmählich auch immer mehr Spielkontrolle.

 

Jan Rosenthal (37.) verpasste eine weitere gute Möglichkeit, als er einen schönen Pass von Sebastian Freis in den Strafraum per Direktabnahme am langen Pfosten vorbei platzierte. Dennoch traf das Team von Christian Streich noch vor de Pause erneut. Nach einer schönen Flanke aus dem rechten Halbfeld von Mensur Mujdza versenkte Daniel Caliguri (43.) den Ball mit einer tollen Direktabnahme im Hamburger Tor. Es war die erste Freiburger 2:0-Führung seit dem vierten Spieltag beim 3:0 gegen den VfL Wolfsburg. Auswärts hatte das Team in dieser Saison noch nie einen solchen Vorsprung herausgearbeitet. HSV-Coach Thorsten Fink brachte mit Heung-Min Son und Marcus Berg zur zweiten Hälfte zwei weitere Offensivkräfte. Und wie im ersten Durchgang enwickelten die Gastgeber auch nach dem Wiederanpfiff eine Viertelstunde lang den größeren Druck. Einen Direktschuss von Slobodan Rajkovic (50.) wehrte Baumann ab, Son zielte vorbei und schließlich vergab Petric (59.) nach einer Hereingabe von Son die beste Möglichkeit zum Anschluss, als er den Ball direkt und aus vier Metern am rechten Pfosten vorbei schoss. Nach einer guten Stunde erlebte Karim Guédé, der für Rosenthal kam, in seiner Geburtsstadt seinen zweiten Einsatz für den SC, der jetzt auch wieder nachhaltiger für Entlastung zu sorgen vermochte. Ein Schuss von Schuster (66.) zischte am rechten Torwinkel vorbei, kurz darauf zielte Schmid aus der Drehung knapp drüber.

 

Makiadi erhöht, Ilicevic verkürzt

 

Die Freiburger hielten trotz des Hamburger Bemühens weiter kampfstark und leidenschaftlich dagegen - und schlugen schließlich wie schon vor der Pause eiskalt zu. Schuster zog einen Freistoß flach und überraschend quer in den Strafraum, wo Cedrick Makiadi (72.) heranrauschte und den Ball aus zehn Metern unhaltbar im HSV-Tor versenkte. Die Gastgeber verkürzten drei Minuten später durch Ivo Ilicevic (75.) schließlich doch noch. Dem Kroaten war ein über die Freiburger Abwehr abgefälschter Schuss von Jarolim vor die Füße gefallen und er traf frei vor Baumann aus elf Metern. Das bemerkenswerteste am Hamburger Treffer war jedoch, dass er beim Team des Sport-Club nahezu keine Wirkung hinterlassen hatte. Die Gäste spielten, kämpften und arbeiteten unbeeindruckt und konsequent weiter - auch nach vorne. Dort scheiterte Guédé nach einem Antritt an Schlussmann Jaroslav Drobny. Auf der Gegenseite sorgte Rajkovic (84.) mit einem Distanzschuss, der knapp das SC-Tor passierte, noch einmal für eine Schrecksekunde.

 

Dann kämpfte sich die Mannschaft auch erfolgreich durch die Schlussminuten und durfte schließlich den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison und den dritten Sieg in der Rückrunde feiern. „Man hat schon in den letzten Spielen gesehen, dass wir wieder an uns glauben und dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten", sagte Cedrick Makiadi. „Wir wollten nach dem Punktgewinn in Mönchengladbach weitermachen. Das ist uns gut gelungen. Wir standen hinten bis auf ein paar Ausnahmen sicher. Und vorne waren wir heute eiskalt. Der Sieg ist eine schöne Momentaufnahme. Aber die Reise ist noch lange nicht zu Ende."

 

Vor dem nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern in einer Woche kletterte der Sport-Club auf den 16. Rang, den Relegationsplatz. Was auch der Teampsyche noch einmal einen weiteren kleinen Kick geben dürfte. Schließlich stand der SC Freiburg in den vergangenen 17 Spielen immer auf einem der beiden Plätze dahinter. Dazu verkürzte der SC den Abstand auf den Hamburger SV auf zwei Punkte. Und selbst der Vater von Christian Streich dürfte seinem Sohn diesen wichtigen Sieg gegen seinen HSV heute von Herzen gegönnt haben. Mit vier Punkten aus zwei Auswärtsspielen in Folge im Gepäck dürfte sich auch die nächste kniffelige Aufgabe im Abstiegskampf gegen die „Roten Teufel" mit dem nötigen Selbstvertrauen in Angriff nehmen lassen.

 

Dirk Rohde

 

Stenogramm:

Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Bruma, Mancienne, Rajkovic - Tesche (46. Berg), Jarolim - Töre (46. Son), Ilicevic - Arslan - Petric

SC Freiburg: Baumann - Sorg, Diagné, Ginter, Mujdza - Flum (34. Schuster), Makiadi (89. Santini) - Schmid, D. Caligiuri - Rosenthal (63. Guédé) - Freis

Schiedsrichter: Stieler (Obertshausen)

Tore: 0:1 Flum (20.), 0:2 Caligiuri (43.), 0:3 Maikiadi (72.), 1:3 Ilicevic (75.)

Gelb: Sorg, Makiadi, Mujdza

Zuschauer: 50.000

 

 

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Helmes

20.03.2012 - 08:44

er muss ja wolfsburg verlassen, vielleicht wäre er einer für den SC...smile.

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