SC besiegt auch Kaiserslautern 2:0
Frühlingsgefühle im Abstiegskampf
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Dankeschön an den Anhang (Foto: Heuberger)
Der SC Freiburg hat am Samstag mit seinem dritten Sieg aus den letzten vier ungeschlagenen Spielen einen weiteren großen Erfolg im Abstiegskampf gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Christan Streich bezwang im ausverkauften MAGE SOLAR Stadion den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern verdient mit 2:0 (2:0). Karim Guédé (8.) und Cedrick Makiadi (14.) brachten den Sport-Club mit ihren Toren früh auf die Siegerstraße. Durch den dritten Heimsieg in der Rückrunde verließ der SC auch den Relegationsplatz und verbesserte sich auf den 14. Tabellenplatz.
Nun ist also wirklich Frühling. Kalendarisch begann die neue Jahreszeit am vergangenen Dienstag. Der Tabellenfrühling hatte für den Sport-Club dagegen bereits ein paar Spiele früher begonnen. Denn den Übergang aus dem Winter hatte das Team von Christian Streich mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen bereits sonnig gestaltet. Auch im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern erwartete die 24.000 Zuschauer im ausverkauften MAGE SOLAR Stadion prächtiges Fan- und Fußballwetter. Und natürlich wollte der SC, der in der Rückrunde zu Hause noch unbesiegt war, gegen die Pfälzer neue Punkteknospen austreiben lassen und im Abstiegskampf weiter Boden gut machen.
Sport-Club beginnt mit Schuster und Guédé
Die Tatsache, dass der Tabellenletzte seit dem 1:0-Sieg gegen den SC Freiburg in der Hinrunde keines seiner 16 folgenden Spiele mehr gewonnen hatte, zog in dieser Woche Konsequenzen nach sich. Trainer Marco Kurz wurde am vergangenen Dienstag freigestellt, zwei Tage später trat der frühere bulgarische Nationalspieler und Bundesligaprofi Krassimir Balakov die Nachfolge von Kurz als Chefcoach an. Seine Premiere als Bundesligatrainer erlebte Balakov somit in Freiburg. Dort, wo der einstige Mittelfeldregisseur fünf seiner 236 Erstligapartien im Trikot des VfB Stuttgart absolviert hatte. Einem Sieg standen für den Bulgaren dabei ein Remis und drei SC-Erfolge gegenüber. Ob man dies als gutes Omen für den heutigen Tag betrachten konnte?
Christian Streich sprach vor dem Spiel mit „höchstem Respekt" sowohl vom Gegner aus Kaiserslautern, den er als „enorm robust und aggressiv als Kollektiv" charakterisierte, als auch vom neuem Coach der Pfälzer. „Er ist ein ehemaliger Weltklassespieler und hat den Fußball in sich", so Streich. Letzteres gilt sicher ohne Abstriche auch für den Freiburger Trainer. Was seine erste Frühlings-Startformation betraf, fehlte dort überraschend Jan Rosenthal, der sich kurzfristig verletzt hatte. Für ihn rückte erstmals Karim Guédé in die SC-Anfangself. Erstmals in der Rückrunde spielte dort Julian Schuster, da Johannes Flum wegen eines Muskelfaserrisses aus dem letzen Spiel in Hamburg passen musste. Neben Flum standen weiterhin auch Oliver Barth, Immanuel Höhn, Simon Brandstetter (alle Aufbautraining) und Anton Putsila (Fersenprobleme) nicht zur Verfügung. Krassimir Balakov hatte seine Mannschaft gegenüber dem 1:4 gegen Schalke 04 auf vier Positionen verändert. So saß Stürmer Itay Shechter, der im Hinspiel das Siegtor erzielt hatte, zunächst auf der Bank.
Zwei frühe Tore ebnen den Weg
Balakov ließ die Gäste in einem 4-1-4-1-System beginnen, dass der 1. FCK variabel interpretierte und vor allem zur Verdichtung des Mittelfeldes nutzte. Der SC startete wie zuletzt konzentriert und kontrolliert und versuchte den Tabellenletzten mit viel Laufaufwand und offensivem Pressing gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Dazu bewies das Team vor der Pause erneut eine Qualität, die es bereits beim Auswärtssieg in Hamburg demonstriert hatte: eine famose Chancenauswertung. Gerade acht Minuten waren gespielt, als ein Fehler der Gäste die frühe Freiburger Führung einleitete. Rodnei schoss beim Klärungsversuch an den Kopf von Sebastian Freis, von wo aus der Ball genau in den Lauf von Guédé flog, der mit einem konzentrierten, flachen Abschluss sein erstes Bundesligator erzielte. Danach kontrollierte der Sport-Club die Partie und konnte den Vorsprung schon sechs Minuten später ausbauen. Nach einer Ecke von Julian Schuster flog Torwart Tobias Sippel unter dem Ball durch, Cedrick Makiadi (14.) war zur Stelle und köpfte ein.
Anschließend kamen die Gastgeber bis zum Pausenpfiff nur noch zu einer nennenswerten Chance. Guédé (22.) köpfte nach einer Flanke von Mensur Mujdza knapp über die Querlatte. Unmittelbar zuvor hatte Fortounis auch den ersten Torschuss für die Gäste abgegeben, der Oliver Baumann vor keine Probleme stellte. Mit zunehmender Spieldauer steckte der SC jedoch etwas zurück, was die Konsequenz beim Attackieren und das kollektive Verteidigen nach vorne betraf. Die Folge war, dass sich Kaiserslautern plötzlich Räume boten, zu viele Räume, denn die Gäste kamen nun auf und hatten mehr vom Spiel. Zum Glück vermochten die Pfälzer ihre Vorteile aber nicht konsequent zu nutzen. Einmal wurde es jedoch auch vor dem SC-Tor noch richtig gefährlich, als ein Ball über die Abwehr beim völlig frei stehenden Derstroff (37.) landete, dessen Schuss Baumann eben noch über das Tor lenken konnte. Die zweite Hälfte begann der SC auf einer Position verändert: für den gelb-rot gefährdeten Fallou Diagne spielte nun der wieder genesene Pavel Krmas in der Innenverteidigung. Auch die Grundausrichtung war jetzt wieder besser justiert als in der Phase vor der Pause. Der SC stand höher, attackierte den Gegner früher - und kontrollierte das Spiel nun bis zum Schlusspfiff.
Nach der Pause kontrolliert zum Dreier
Es war in der zweiten Halbzeit sicher kein spektakuläres Fußballspiel, es blieb aber ein intensiv umkämpftes. Wobei die Gastgeber ihre Spielkontrolle auch durch eine größere Kompaktheit behaupteten, wohingegen man Kaiserslautern nach den zurückliegenden nicht sehr erfolgreichen Wochen und Monaten auch das fehlende Selbstvertrauen für ein mutigeres Offensivspiel anmerkte. Auch der SC kam nach der Pause nicht mehr zu sehr vielen klaren Chancen. Die erste bot sich Freis (54.), der nach einem Rückpass von Caligiuri über das Tor schoss. Später verfehlte noch einmal Guédé (60.) mit einem Kopfball und nach einem Doppelpass mit Schmid (69.) klärte Sippel im letzten Moment. Christian Streich brachte mit Erik Jendrisek und Stefan Reisinger frische Angriffskräfte, doch die letzte Notwendigkeit, noch einmal richtig Druck zu entwickeln, bestand angesichts des sicheren Vorsprungs nicht mehr. Krmas (74.) per Kopf und Reisinger (76.) mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz boten sich die besten Möglichkeiten zu einem weiteren Torerfolg.
Wichtiger blieb freilich, die Kontrolle über das Spiel bis zum Schluss zu behaupten. Wie gut dies gelang, zeigte die Tatsache, dass ein Schuss von Olcay Sahan, den Baumann abwehrte, zehn Minuten vor dem Schlusspfiff die erste Chance der Gäste in der zweiten Hälfte war. Es blieb vor allem auch die einzige, sodass der Sport-Club mit dem dritten Sieg aus den letzten vier ungeschlagenen Spielen im Abstiegskampf einen weiten Satz nach oben machte und nun auf dem 14. Tabellenplatz steht. Auch dank der das Team erneut bedingungslos anfeuernden Fans, wie Christian Streich betonte: "Dieses Spiel", sagte er, "haben auch die Menschen gewonnen, die heute auf der Tribüne saßen und die uns auch den ein oder anderen Rhythmusfehler verziehen haben. Dafür möchte ich mich bedanken." Die Abstände nach unten bleiben allerdings knapp, bis auf den auf den 1. FC Kaiserslautern, der jetzt acht Punkte hinter dem SC Freiburg am Tabellenende steht.
Als Spieler hatte Krassimir Balakov übrigens sein letztes Spiel in Freiburg mit dem VfB Stuttgart 2:0 gewonnen. Am Ende jener Saison 2001/2002 war der SC aus der Bundesliga abgestiegen. Dass die jüngste Begegnung mit Balakov diesmal anders herum ausging, darf man vielleicht wirklich als gutes Omen werten. Auch dafür, dass diese Saison insgesamt für den Sport-Club ganz anders endet als damals. Mit Frühlingsgefühlen wie heute zum Beispiel.
Dirk Rohde
Stenogramm:
SC Freiburg: Baumann - Sorg, Ginter, Diagne (46. Krmas), Mujdza - Schuster, Guédé (72. Reisinger) - Caligiuri (60. Jendrisek), Makiadi, Schmid - Freis
1. FC Kaiserslautern: Sippel - Bugera, Yahia, Rodnei, Dick - Tiffert, Borysiuk - Sahan, De Wit (72. Swierczok), Fortounis (77. Shechter) - Derstroff
Schiedsrichter: Meyer (Burgdorf)
Tore: 1:0 Guédé (8.), 2:0 Makiadi (14.)
Gelb: Diagne, Freis - Borysiuk
Zuschauer: 24000 (ausverkauft)










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@moderator
26.03.2012 - 19:08
es ist ärgerlich, dass hier die Beiträge einfach so verschwinden. Es wäre an der Zeit, Herr/ Frau Mod. endlich mal wieder ein Forum zu erstellen, nach Themen geordnet und über einen längeren Zeitraum nachlesbar. Dies erfordert der Respekt gegenüber den Fans, die sich hier zu Wort melden.
Rivadavia > An einen Freund senden
Auswechslung
26.03.2012 - 09:49
Danke, es geht aufwärts.
Gute erste Halbzeit, leider flachte in der zweiten Halbzeit nach den 3 Auswechslungen alles ab. Das Zusammenspiel der neuen Mannschaft wurde von Spiel zu Spiel besser. Passen die alten ausgewechselten Spieler nicht mehr in die Mannschaft ?
Meyer > An einen Freund senden