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Dirk Dufner im Interview

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Mit der langfristigen Bindung von Oliver Sorg, Immanuel Höhn, Alexander Schwolow und Matthias Ginter ist vorerst ein Schlussstrich unter den Umbruch beim SC Freiburg gezogen. scfreiburg.com im Gespräch mit dem Mann, der die Verträge unter Dach und Fach bringt und sich über mangelnde Arbeit in den vergangenen Wochen nicht zu beklagen brauchte: Sportdirektor Dirk Dufner.

Foto: Patrick Seeger

scfreiburg.com: Oliver Sorg, Alexander Schwolow, Immanuel Höhn und Matthias Ginter haben am Montag ihre ersten Profi-Verträge unterschrieben. Ich denke mal, dass war für Sie eher die dankbare Kür nach der Arbeit der vergangenen Wochen...

 

Dirk Dufner: Die Transfers vom Unterbau in den Profibereich sind auf jeden Fall immer die schönsten Transfers - und für uns auch die Wichtigsten. Die Jungs werden Ihre Zeit brauchen, um sich im Profibereich zu etablieren und diese Zeit geben wir Ihnen auch...

 


scfreiburg.com: ... die Verträge werden sicher nicht nur bis Ende der Saison gehen...

 

Dufner: ... es sind sehr, sehr langfristige Verträge. Die Jungs sollen wissen, dass sie bei uns gut aufgehoben sind. Und sollte sich der ein oder andere so extrem gut entwickeln, dass einmal der nächste große Schritt ansteht, soll jeder Einzelne auch wissen, dass er mit uns einen verlässlichen Partner hat, der vernünftig mit ihm umgeht.

 


scfreiburg.com: Vernünftig scheint auch der Umgang untereinander im Team zu sein. Die Integration sämtlicher Neuzugänge scheint im Eilzug-Tempo vollzogen worden zu sein. Was ist da passiert in der kurzen Zeit der Vorbereitung?

 

Dufner: Grundsätzlich: Die Mannschaft war immer schon eine gute Truppe. Manchmal ist es bei ausbleibenden Erfolgserlebnissen oder der Unzufriedenheit von einzelnen Spielern allerdings schwierig, als Gruppe das Maximum rauszuholen. Christian Streich ist es in der Winterpause sehr schnell gelungen, Teamspirit reinzukriegen. Die Mannschaft ist eng zusammengerückt. Das konnte, glaube ich, jeder im ersten Spiel erkennen.

 

 

scfreiburg.com: Auch wenn das Stadion am Samstag gegen Augsburg nicht voll war, war die Atmosphäre doch beeindruckend. Das Publikum hat die Mannschaft 90 Minuten lang unterstützt. Wie haben Sie die Reaktion des Anhangs auf die schwierige Gesamtsituation wahrgenommen?

 

Dufner: Nach den ungewöhnlichen Maßnahmen der vergangenen Wochen haben sich viele Fans die Frage gestellt: „Was ist eigentlich hier los?". Ich glaube, dass viele erkennen können, dass in den vergangenen Wochen etwas sehr positives entstanden ist. Mit Christian Streich steht ein Trainer der Mannschaft vor, der die Philosophie des Vereins lebt und die Mannschaft hat den Stadionbesuchern das Gefühl gegeben hat, dass hier ein Team auf dem Platz steht, das sich füreinander zerreißt und den Verein so repräsentiert, wie wir das alle gerne haben.


 

Foto: Michael Heuberger

scfreiburg.com: Und trotzdem wird der Sport-Club nicht die kommenden 16 Spiele alle gewinnen. Es wird ohne Frage zu Rückschlägen und Enttäuschungen kommen...

 

Dufner: Uns ist durchaus bewusst, dass das am Samstag nur der erste kleine Schritt war. Wir müssen uns weiterhin steigern, um die nötigen Punkte zu holen. Natürlich wird es auch Negativerlebnisse geben. Der Kampf um den Klassenerhalt ist für den SC Freiburg allerdings keine so ungewöhnliche Situation. Wir können damit umgehen.

 

 

scfreiburg.com: In der Umbruchphase haben Sie für viele die Rolle des Buhmanns inne gehabt. Berufsrisiko?

 

Dufner: Einer muss die unangenehmen Entscheidungen verkünden und umsetzen - das bin dann halt ich. Nicht, weil das besonders viel Freude und Spaß macht, sonder weil man seiner Verantwortung gerade auch in schwierigen Situationen gerecht werden muss. Ich habe aber nicht das gesteigerte Bedürfnis, Situationen wie in den vergangenen Wochen regelmäßig zu erleben.

 

 

scfreiburg.com: Noch so eine hartnäckige Wahrnehmung nach außen ist, dass der Sport-Club nach dem Transfer von Papiss Demba Cissé nach Newcastle im Geld schwimmen muss. Was machen Sie denn mit den ganzen Millionen?

 

Dufner: Ist doch schön wenn keiner das Gefühl hat, wir wären völlig verarmt. Es ist sicher so, dass wir auch nach Abzug von Steuern oder den Abgaben an den vorherigen Verein eine große Einnahme getätigt haben. Die werden wir mit Augenmaß investieren.

 


scfreiburg.com: Die Transferperiode geht noch bis kommenden Dienstag - was steht noch auf Ihrer to-do-Liste?

 

Dufner: Grundsätzlich sind wir mit unseren vier Neuzugängen und den Nachrückern aus dem Unterbau sehr zufrieden, bekommen mit Garra Dembélé und dem ein oder anderen verletzten Spieler auch noch weiteren Zuwachs. Trotzdem werden wir die Situation gemeinsam mit dem Trainerteam noch einmal genau analysieren, ob wir vielleicht noch etwas machen wollen.

 

 

Interview: Sascha Glunk

 

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@Nordbaden,

27.01.2012 - 11:06

Ja wir sind ganz nah dran am Klassenerhalt, ich habe nur fabfour in seiner Aussage "selbst wenn es nicht klappen sollte" verteidigt, denn die Möglichkeit besteht ja und muss daher eingeplant werden ;)

Bobo1990

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@Bobo 1990

27.01.2012 - 01:11

Einplanen muss man das, klar, für beide Ligen, doch pro Sieg sind 3 Punkte zu vergeben und es lohnt diesmal sich wirklich, um den Klassenerhalt zu kämpfen(anders als 04/05 z.B.)...wie oft soll ich das noch wiederholen, dass wir KEINE 10 Punkte Rückstand haben...ich denke du bist schlau und kannst die Tabelle lesen...ein Unentschieden auswärts bewerte ich übrigens IMMER als Erfolg...nice weekend

Nordbaden 2

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Bastians

26.01.2012 - 22:34

nun denn, grunds. mal viel Glück für den Jung in Berlin.
---
kenne einen Hertha-Insider, die freuen sich wahnsinnig auf einen
Gehalts-Söldner und können das überhaupt nicht verstehen...
---
na ja, dort kann er ja dem SC nun helfen, indem seine Hertha am Ende auf 16. und wir mind. auf 15 stehen.
Egal.
Hoffe, gegen Mainz setzt sich der gute Eindruck fort und 1 Punkt wäre schon ein weiterer Schritt.
---
Fan-Brille : Auf gehts Jungs, hohlt Euchden nächsten 3er !
NUR der SCF !!!

Mediator

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Einer weniger

26.01.2012 - 21:17

Felix Bastians wechselt sofort nach Berlin. Viel Glück dort, bin aber trotzdem froh, dass er von der Gehaltsliste verschwindet.

hafi72

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@Nordbaden 2

26.01.2012 - 14:43

Es gibt aber auch reichlich Argumente dafür, warum es nicht klappen sollte, alleine schon der Blick auf die Tabelle, @fabfour sagt ja nicht, dass es nicht klappt, aber man muss das halt auch einplanen. Wir müssen auch die Perspektive im Blick haben, nicht umsonst hat Streich einen 2014er Vertrag für die erste und zweite Liga.

Bobo1990

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@fabfour

25.01.2012 - 23:07

Zitat: "..selbst wenn es nicht klappen sollte..."
Wieso sollte es nicht klappen, zumindest vor den "13 Toren in 8 Spielen-Lauterern" zu liegen, sowie vor den Augsburgern?
Wir haben zugegebenermaßen nicht den besten Sturm, doch Dembele und Brandstetter sind ebenso wie Freis hungrig, davon bin ich überzeugt. Es klingt für mich irgendwo unlogisch, sich mit dem "worst case" zufriedenzugeben, das haben wir nur dann verdient, wenn wir die Zügel schleifen lassen, doch dafür wurde Streich nicht verpflichtet. Wichtig ist, falls sich jemand verletzt, dass für adequate Alternativen gesorgt wurde.

Nordbaden 2

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DD

25.01.2012 - 22:55

Was damals bei 60 mit DD ablief, ist mir egal, ich halte ihn jedenfalls schon länger für kompetent. Man darf ihn kritisieren, nur, wenn man die comments in der BZ zum Beispiel liest, fragt man sich, ob diese Dauernörgler jemals einen Betrieb managen mussten...Gefühl hin oder her...fabfour hat recht...die Einstellung stimmt...doch am So wird Mainz wütend spielen, da sie das Leverkusen-Spiel vergessen machen wollen. Zur Erinnerung: Hinspiel 2:1 für Mainz...das kann man nicht auf sich sitzen lassen...Vollgas!!

Nordbaden 2

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Erleichtert

25.01.2012 - 22:20

... blöd wenn man nicht lesen kann. Sorry. Dufner schreibt man natürlich mit nur einem "f"! Sowas blödes aber auch!

FabFour

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Erleichtert

25.01.2012 - 22:13

Nach viel Kritik und Tohuwabohu in den letzten Wochen muss ich sagen, dass ich jetzt wieder ein gutes Gefühl habe. Ich bewerte die geroffenen Maßnahmen und Transfers (bis auf Freis - bin mal gespannt, was in dem Spieler wohl stecken mag) als überaus positiv und gelungen. Von dem "neuen" Cheftrainer Christian Streich verspreche ich mir viel. Auftreten, Ausstrahlung, Fachkompetenz und Meinung erachte ich mehr als vielversprechend. Ich behaupte, dass hier der richtige Mann am richtigen Fleck sitzt. Das spürt man und merkt man auch der Mannschaft an. Gerade das kollektive Zusammenkommen nach dem Augsburgspiel oder die Reaktionen zwischen Trainer und Spieler bei den Auswechslungen waren deutliche Signale. Es geht wieder was bei unserem SC und ich glaube fest an das Gelingen des Projektes Klassenerhalt. Es wird sicherlich verdammt schwer werden, doch am Ende klappt das. Und selbst wenn man es nicht schaffen sollte, so ist doch wieder ein gesunder Nährboden für die Zukunft gelegt. Selbst Dirk Duffner hat wieder etwas Boden gut gemacht ... er hat gut gearbeitet in den letzten Wochen und ist hoffentlich beruflich und persönlich an dieser Situation gewachsen. Ich freue mich tierisch auf die Rückrunde und drücke unserem SC alle Daumen so fest ich kann!!!!

FabFour

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Wie bei den Handballern?

25.01.2012 - 20:45

Was nützt einem ein gutes Gefühl, wenn man absteigt. Hier scheint einigen der Abstieg egal zu sein, Hauptsache, die Jungen Wilden werden integriert(was nicht verkehrt ist - im gegenteil)...Die notwendigen Schritte wurden eingeleitet, um in Liga 1 zu bleiben und nicht, um in Liga 2 rumzudümpeln. Wir haben gegen die Augsburger verdient gewonnen. Nicht mehr - nicht weniger - einigen usern ist dies allerdings nicht klar und schweben auf einer Euphoriewelle. Siehe Martin Heuberger im Handball, der was von Medaillen laberte - die Quittung siehe vorhin. Mir geht das Gelaber auf den Keks, dass es kein Problem wäre, in Liga 2 abzusteigen. Doch! Das wäre ein großes Problem, für mich persönlich sogar ein sehr großes. Wir liegen nicht 10 Punkte zurück, sondern sind mittendrin. Gladbach hatte letzte Saison nach 22 Spielen 16 Punkte, wir nach 18 Spielen. Es ist -denke ich- nur im ethylisierten Zustand möglich, jetzt einen Abstieg als "das kann halt passieren" abzutun. Natürlich kann es passieren, aber dieses Team hat einfach mehr Potential als da unten rumzugurken. Der HSV hat uns schon vor Monaten indirekt verspottet..(Manager HSV: "Wir sind der HSV, wir haben Ansprüche...anders als Freiburg, bei denen das egal ist..."). Ich denke, wenn hier einige user Heidi Klum als neue Physiotherapeutin vorschlagen, dann erinnert mich das mehr an einen Selbstdarstellungstrieb anstatt sich dem Ernst der Lage wirklich bewußt zu sein, unabhängig vom relativ positiven Auftritt gegen Augsburg...

Nordbaden 2

Nordbaden 2 > An einen Freund senden

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