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Als Geburtsdatum wird der 26. April 2004 in die Bücher eingetragen werden, beim Namen haben die Gründungsmitglieder sich auf „Förderverein Freiburger Fußballschule des Sport-Club Freiburg" geeinigt. Elf Teilnehmer hatten sich zur konstituierenden Versammlung getroffen und damit für Fußballmannschaftsstärke gesorgt bei der Gründung des zukunftsweisenden Projekts. Nicht allein die Zahl besaß dabei symbolische Kraft.


Die elf Gründer standen auch jeder für sich und auf unterschiedliche Weise für die Geschichte und die Gegenwart des SC Freiburg, dessen Zukunft der Förderverein sichern helfen soll. Julian Reinard und Sascha Riether als Absolventen der Freiburger Fußballschule, denen der Sprung zu den Profis gelang; der mittlerweile verstorbene Peter Martin als damaliger Vorsitzender des Ältestenrats; das Präsidium des Vereins mit Achim Stocker, Heinrich Breit und Fritz Keller; Volker Finke, Achim Sarstedt, als Trainer und Richard Golz als Kapitän der damaligen Profimannschaft; Damir Buric als Ex-Profi, der mittlerweile im Trainerstab des Profikaders arbeitet; und last but not least: Udo Lay, der von 1985 bis 1991 für den SC 176 Zweitligaspiele bestritt und gelegentlich noch für das SC- Traditionsteam die Kickstiefel schnürt.

Udo Lay ist Erster Vorsitzender

Lay, auf dem Spielfeld früher ein unermüdlicher Rackerer und inzwischen selbständiger Architekt, wurde von der Gründungsversammlung zum Ersten Vorsitzenden des Fördervereins gewählt. Sein Stellvertreter und zugleich Schatzmeister des Fördervereins ist Heinrich Breit. Zum Schriftführer wurde Julian Reinard gewählt. Die Amtszeit des Vorstands dauert drei Jahre.

 

Vorrangiges Ziel des Fördervereins war es zunächst, aus einer Gründungs-Förder-Mannschaft möglichst viele zu machen. Die Kampagne zur Werbung von Mitgliedern haben die Gründer unter das Motto gestellt: Elfhundert Freunde sollt ihr werden. Mitglied werden, so die Satzung, „kann jede an der Verwirklichung der Vereinsziele interessierte natürliche oder juristische Person". Konkret: Auch Firmen oder Vereine können neben Einzelpersonen dem Förderverein beitreten.

 

Eine offene Beitragspolitik

Die Höhe Beiträge soll nach der Idee der Gründer in erster Linie auf der Basis einer Selbsteinschätzung erfolgen. Sprich: Jeder, der Mitglied werden will, bestimmt selber, was er als Beitrag bezahlen will und bezahlen kann. Festgelegt wurde lediglich ein Sockel-Mitgliedbeitrag von 20 Euro pro Jahr für Einzelpersonen (für Firmen: 100Euro). Damit das Konzept des Fördervereins tragen kann, müssen Einzelmitglieder genauso wie Firmen, Institutionen etc. diesen Mitgliedsbeitrag aber um einen - steuerlich absetzbaren - freiwilligen Förderbeitrag ergänzen. Als Richtwert haben die Gründer für Einzelpersonen 80 Euro festgelegt und für Unternehmen, Vereine, etc. auf 200 Euro. (!!!siehe Mitglied werden)

 

Die Grundidee dieser offenen Beitragspolitik ist für Schatzmeister Breit eine doppelte: „Einerseits hoffen wir natürlich, dass Leute, die gut oder sehr gut verdienen, sich mit Jahresbeiträgen einordnen, die auch mal ein Vielfaches des Sockelbetrages ausmachen. Andererseits ist es der ausdrückliche Wunsch der Gründer, dass jeder, der will, unabhängig vom Einkommen dem Verein beitreten kann."

 

Stärkung des regionalen Fußballs

Ein Gedanke, den der Ex-Cheftrainer und Mitgründer des Fördervereins Volker Finke ergänzte: „Erstklassige Ausbildungsarbeit kann beim SC mittel- und langfristig zur entscheidenden Basis werden, um dauerhaft Bundesliga zu spielen. Da ist es natürlich ein sehr schöne Vorstellung, dass in einer Region, die keine vergleichbare Wirtschaftskraft besitzt wie zum Beispiel Stuttgart, diese Ausbildungsarbeit von vielen Menschen und Firmen gefördert und getragen wird."

 

Darüber hinaus haben die Gründer des Fördervereins Freiburger Fußballschule aber auch die Wechselbeziehungen zwischen einer hoch qualifizierten Ausbildung von Talenten in der Fußballschule und der Nachwuchsarbeit in der ganzen Region bedacht. Diese Wechselbeziehung soll auf der einen Seite in der Lokomotivfunktion des Profivereins und seiner guten Jugendarbeit für den Fußball in der Region liegen. Sprich: Spielt der SC in der Bundesliga oder mit der Ambition, in die Erste Liga aufzusteigen, dann wirkt das auf die Attraktivität des Sports und die Fußballbegeisterung in der Region zurück - bis hin zu einem verstärkten Zulauf in die Jugendabteilungen der kleinen Vereine.

 

Soziale Verantwortung übernehmen

Umgekehrt versuchen Fußballschule, Förderverein und die Achim-Stocker-Stiftung, mit gezielten Maßnahmen (Trainingseinheiten vor Ort, Weiterbildungsmaßnahmen für Jugendtrainer) die Ausbildungsstandards in kleinen Vereinen zu verbessern. Das soll langfristig zur Qualitätssteigerung auch in der Spitze beitragen, weil Kinder und Jugendliche schon besser ausgebildet zur Fußballschule kommen. Parallel soll ihre qualitative Aufwertung auch die Attraktivität der Nachwuchsabteilungen kleinerer Clubs vergrößern helfen. Je mehr Kinder schon früh auf möglichst hohem Niveau angeleitet werden, desto größer ist die Chance, dass die besten von ihnen später den Sprung ganz nach oben schaffen. Man kann also sagen: Wer dem Förderverein Freiburger Fußballschule beitritt, der unterstützt keineswegs nur die Ausbildung angehender Fußballprofis. Er leistet gleichzeitig einen Beitrag zur Förderung der Nachwuchsarbeit und damit des Fußballs in der gesamten Region.

 

Was auch bedeutet: Er fördert einen Sport, der bei den Kindern und Jugendlichen, die ihn betreiben, einen wichtigen Beitrag leistet zur Persönlichkeitsbildung. Und der enorm an Bedeutung gewonnen hat für die Integration ausländischer Jugendlicher und Erwachsener. In den Präambel des Fördervereins (und der Achim-Stocker-Stiftung) haben sich die Gründer jeweils ganz ausdrücklich auch zu diesen gesellschaftspolitischen Aufgaben der Nachwuchsarbeit im Fußball bekannt. Wörtlich wird dabei in beiden Satzungen die Bedeutung betont, die der Fußball mittlerweile besitzt „für die Integration ausländischer Jugendlicher und Mitbürger und zur Ermöglichung grenzüberschreitender Kontakte Jugendlicher im Interesse der Völkerverständigung".

 

Respekt und Sympathie

Das offensive Bekenntnis zum gesellschaftspolitischen Auftrag des Fußballs ist dabei nur ein Baustein in einem Konzept, das dem SC in den letzten Jahren bundesweit Sympathie und Respekt eingebracht hat - und den Ruf, dass in Freiburg der Blick über das Tribünendach hinausreicht. Wer die Arbeit des SC im Förderverein (oder der Stiftung) unterstützt, leistet auch einen Beitrag im Rahmen dieses umfassenden Konzepts.

 

„Es passt einfach zum SC, dass er sich für die Stärkung des regionalen Fußballs einsetzt und sich dabei auch seiner sozialen Verantwortung bewusst bleibt", findet Udo Lay. Auch deshalb ist der Vorsitzende des neuen Fördervereins „optimistisch, dass wir viele Menschen in Freiburg und der Region als Freunde für diese Idee begeistern und sie für den Förderverein gewinnen können".

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