Eine Idee macht Schule

Foto: Achim Keller
Ende 2000 begann der SC Freiburg mit dem Um- beziehungsweise Ausbau des städtischen Möslestadions zur Freiburger Fußballschule. Mit einem Investitionsvolumen von 12 Millionen Euro, die der Sport-Club zu etwa drei Vierteln selbst finanzierte, entstand innerhalb eines knappen Jahres auf der wunderbar an Stadt- und Waldrand gelegenen Anlage ein Nachwuchsleistungszentrum, das höchsten Ansprüchen genügt.
Selbst Uli Hoeneß war beeindruckt: „Was die Freiburger machen, ist richtungsweisend“, sagte der damalige Manager und heutige Präsident des FC Bayern München, nachdem er im Oktober 2001 bei der Einweihung der Freiburger Fußballschule das Ergebnis der fast einjährigen Um- und Ausbaumaßnahmen im altehrwürdigen Möslestadion besichtigt hatte. Mit 12 Millionen Euro, von denen rund drei Viertel selbst finanziert waren, hatte der SC damals für seine Verhältnisse und auch im Ligavergleich enorm viel Geld in seine neue Fußballschule investiert.
Dabei entstanden erstklassige Sportanlagen mit drei Rasenplätzen, einem Kunstrasenplatz, integrierter Sporthalle, Kraftraum, Soccercourt, Beachvolleyballfeld und Basketballplatz; dazu moderne physiotherapeutische und sportmedizinische Behandlungsräume und ein Saunabereich; und natürlich nicht zu vergessen: der Internatstrakt, der 16 Nachwuchsspielern ermöglicht, in der Freiburger Fußballschule zu wohnen. Das sind Spieler, bei denen eine regelmäßige Anfahrt zum Training zu aufwändig oder gar nicht machbar wäre. Insgesamt wird die Anlage von ungefähr 170 Nachwuchsspielern genutzt, die in den acht Jugendmannschaften des Sport-Club (U12 bis U19) und seiner Zweiten Mannschaft (U23) spielen.
Übrigens, ursprünglich spielte im 1922 erbauten städtischen Möslestadion, dessen Tribüne unter Denkmalschutz steht, eigentlich der Freiburger FC (FFC), der 1907 sogar einmal Deutscher Meister war. Erst Anfang der 1980er Jahre löste der Sport-Club den FFC als erster Fußballverein der Stadt ab und noch einmal 20 Jahre später zog der Traditionsclub aus dem maroden Möslestadion aus – und für den Sport-Club endete nur einen Kilometer von der Spielstätte seiner Profis entfernt die schon länger laufende Suche nach einem geeigneten Ort, an dem seine Idee vom Ausbildungsverein ein Zuhause finden konnte.
Was danach in der Freiburger Fußballschule aufgebaut wurde, beeindruckte nicht nur Uli Hoeneß: „Rund um das Möslestadion entsteht ein Leistungszentrum von internationalem Standard“, schrieb der Kicker zur Eröffnung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung ergänzte: „Schon heute gilt die Freiburger Jugendförderung als vorbildlich.“










